Additive Manufacturing trifft 3D Printing

3D-Drucker: Die Cloud verleiht den Anwendungen neue Flügel

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Verbindliche Standards fehlen

Um die notwendigen Zertifizierungsverfahren erfolgreich zu durchlaufen, regen Industrieexperten auch deshalb die Einführung von nationalen wie internationalen Normen für die aufstrebende neue 3D-Druckbranche an. Die Industrie solle einen produktbezogenen Standard einführen, analog beispielsweise zur ISO 12647 im graphischen Druckbereich. Denn erst verbindliche Standards legen das Fundament für vereinfachte Prozesse und größere Stückzahlen. Offen blieben unter Experten derzeit jedoch strittige Fragen zum Produkt- und Kopierschutz sowie dem Schutz des geistigen Eigentums.

Derzeit ist zudem auch beim industriell maßgeschneiderten Additive Manufacturing noch keine Plug-und-Play-Technik am Markt verfügbar. Je nach Bauteil und Lage des Objekts variiert die Qualität deshalb erheblich. Von preislich günstigen aber qualitativ unzureichenden Bauteilen raten Experten deshalb gänzlich ab.

Mittel- bis langfristig aber führt am 3D-Druck neben dem Heimanwender auch in der Industrie kein Weg mehr vorbei. Das Prinzip einer offenen Innovationskultur erweist sich dabei mit unzähligen im Internet verfügbaren Tipps und Anleitungen als wichtiger Trendbeschleuniger für neue Produkte. Die „Maker-Revolution“ – der Privatanwender als Produzent in Eigenregie - mit der personalisierten Fabrik verändert auch gängige industrielle Kernprozesse, mit bislang noch unabsehbaren Folgen und neuen Produktentwicklungen.

Wegweisend hierfür steht die offene Technologieplattform Arduino. Dabei handelt es sich um eine offene Hard- und Softwareplattform, die für die Nutzer leicht handhabbar ist. Ausgehend von dieser Entwicklung entsteht über das Netz ein vielfältiges und weit verzweigtes Ökosystem von Geräten, von der neben der Kreativbranche vor allem die Schulen und Ausbildungseinrichtungen profitieren. In den USA elektrisieren derartige „Maker Events“ mittlerweile bereits die Massen.

Denkbare Anwendungen um das neue Ökosystem - etwa auf Basis von Arduino - sind fast spielerisch einfach zu programmieren. Wer allerdings industrielle Kernprodukte mit Top-Qualität erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn Arduino ist keine High-Tech-Plattform, sondern eignet sich vor allem für kreative und vielseitig agierende Tüftler und Techniker unterschiedlicher Branchen.

Fazit: Das 3D-Printing als die nächste umwälzende Entwicklung in der IT-Branche ist bereits weiter fortgeschritten als viele kritische Beobachter immer noch glauben, bestätigt auch das Marktforschungsunternehmen Gartner Research. Die Folgen für die Nutzung der Informationstechnologie seien demzufolge vielfältig, da sich der Fokus vom Besitz der Dinge stärker auf das Teilen von unterschiedlichen Anwendungen etwa über das Cloud Computing verlagere.

Dementsprechend bildet sich nun neben den physischen Endgeräten auch „in der Cloud“ ein neues Ökotop an weltweit operierenden Internet Service Providern heraus. Sie ermöglichen den Nutzern das Entwerfen und den Bestellvorgang von Objekten direkt über das Netz. Die Vision des „Jedermann-3D-Druckers“ rückt dadurch - trotz mittlerweile erschwinglicher Preise der Endgeräte von unter 1.000 Euro – auch jenseits vom eigenen Wohnzimmer in Reichweite.

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