KI und besserer Explorer kommen im Oktober auf Arbeitsstationen Windows 11 23H2 steht in den Startlöchern: Das ist neu für Profis!

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Windows 11 Version 23H2 steht bald allen Anwendern zur Verfügung. Die neue Version bringt zahlreiche Verbesserungen, u.a. im Explorer und für OneDrive, ergänzt um zahlreiche KI-Funktionen.

Das nächste jährliche Update für Microsoft Windows 11 steht an: Der Anbieter setzt einige Wünsche der Nutzer um und integriert KI-Funktionen.(Bild:  Miha Creative - stock.adobe.com)
Das nächste jährliche Update für Microsoft Windows 11 steht an: Der Anbieter setzt einige Wünsche der Nutzer um und integriert KI-Funktionen.
(Bild: Miha Creative - stock.adobe.com)

Microsoft will in Zukunft einmal jährlich ein großes Update zur Verfügung stellen. Die Home- und Pro-Editionen erhalten 24 Monate Support, für die Enterprise- und Education-Editionen sind es 36 Monate. Für dieses Jahr ist die Version 23H2 das große Update für Windows 11 und wird vermutlich mit dem Patchday im Oktober veröffentlicht. Die Neuerungen sind teilweise schon verfügbar.

Die neue Version verfügt vor allem über KI-Funktionen und es kommt auch ein verbesserter Offline-Modus für OneDrive, der mobilen Anwendern mit langsameren Internetverbindungen die Arbeit deutlich erleichtert.

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Neue Funktionen aus Windows 11 23H2 schneller erhalten

Es ist zu erwarten, dass Microsoft das Update nach und nach freischaltet und zu Beginn der Bereitstellung deshalb auch nicht alle Funktionen enthalten sein werden. Diese schaltet Microsoft vermutlich ebenfalls erst nacheinander frei. Wer die Funktionen schneller will, kann in den Einstellungen von Windows 11 bei „Windows Update“ die Funktion „Erhalten Sie die neusten Updates, sobald Sie erscheinen“ aktivieren. Diese Funktion erscheint aber nur, wenn das Update KB5030509 installiert ist.

Windows 11 Version 23H2 basiert auf dem gleichen Code wie Windows 11 Version 22H2. Dadurch kann Microsoft bereits jetzt neue Funktionen auf Rechnern mit Windows 11 Version 22H2 verteilen und nach und nach freischalten. Das erfolgt über Enablement Packages (eKB). Durch diese Vorgehensweise laufen alle Programme auf Windows 11 23H2, die auch auf Windows 11 22H2 laufen, Wartungszweig und Codebasis sind identisch.

ChatGPT kommt – Cortana geht in Rente

Mit Windows 11 23H2 geht Cortana endgültig in Rente und lässt sich auch komplett deinstallieren. In Zukunft sollen sich noch mehr Apps deinstallieren lassen, zum Beispiel auch die Apps zur Verwaltung von Kontakten, die Kameras, Fotos und weitere vorinstallierte Apps, die einzelne Anwender nicht benötigen.

Dafür kommt der neue Copilot, den Microsoft auch in Microsoft 365, Microsoft Fabric und an anderen Stellen zur Verfügung stellen will. Damit lassen sich KI-Funktionen in Windows 11 nutzen. Anwender können dadurch zum Beispiel Einstellungen schneller finden und Probleme auch ohne IT-Support lösen. Starten lässt sich Copilot mit der Tastenkombination „Windows + C“.

Die KI kann in Windows 11 ähnlich wie ChatGPT Texte erstellen, Fragen beantworten, Webseiten zusammenfassen und vieles mehr. Derzeit schafft es diese Funktion allerdings nicht einmal auf alle Insider-PCs, sodass es durchaus sein kann, dass Copilot mit der Veröffentlichung nur eingeschränkt erscheint oder erst nachgereicht wird.

Mit Windows 11 23H2 erscheinen auch neue Gruppenrichtlinien, mit denen sich zum Beispiel die KI-Funktionen steuern oder deaktivieren lassen. Microsoft hat bereits angekündigt Copilot weiter auszubauen und in Zukunft an weiteren Stellen die Unterstützung von KI zu integrieren. So sollen in Zukunft auch Store-Empfehlungen auf KI basieren.

Windows-Explorer wird besser

Der Windows-Explorer soll in der neuen Version besser werden. Der Umgang mit Registerkarten wird effektiver und Microsoft ordnet die Icons und Funktionen so an, wie es die Community gewünscht hat. Die häufigsten Funktionen, wie kopieren, filtern und suchen sollen in Zukunft besser erreichbar sein. Dazu kommt eine bessere Sortiermöglichkeit für Mediendateien über den neuen „Katalog“. Außerdem kann der Explorer jetzt selbst verschiedene Formate extrahieren, ohne dass ein zusätzliches Tool installiert werden muss. Beispiele dafür sind TAR, RAR oder 7z. Dazu kommt in Zukunft noch das Erstellen von ZIP-Dateien. Die Vorschau wird verbessert und die Detail-Ansicht im Explorer erhält mehr Informationen.

Nervig ist aber teilweise die noch engere Integration von OneDrive mit Windows 11. Das Betriebssystem weist an verschiedenen Stellen ständig darauf hin, wenn es keine Datensicherung auf OneDrive gibt.

Die Ansicht der Taskleiste lässt sich dafür besser anpassen. Die Gruppierung von Icons lässt sich komplett ausschalten. Die Benachrichtigungen verbessert Microsoft ebenfalls. Die Icon-Glocke zeigt nicht mehr die Anzahl der Benachrichtigungen an, sondern nur noch durch ein eingefärbtes Icon, ob überhaupt Benachrichtigungen vorhanden sind.

In den Einstellungen gibt es eine neue Startseite, die wichtige Einstellungen zentral anzeigt und auch Verknüpfungen zu Microsoft 365 bietet. Hier ist derzeit noch viel Werbung zu sehen. In Zukunft sollen hier vermutlich weitere Widgets dazukommen, die den Zugriff auf bestimmte Online- und Offline-Funktionen erleichtern.

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