Eingeschränkte Sicht, Hörprobleme, überwältigende Farben und noch mehr: So nützlich das Smartphone auch ist, manchmal kann die Bedienung schwerfallen. Die Stiftung Warentest hat ein paar Tipps.
Der Text zu klein, die Farben nur schwer erkennbar, das Telefon mal wieder überhört: Das alles kann das Benutzen vom Smartphone schwer machen. Dabei lässt sich das oft ändern.
(Bild: Iurii - stock.adobe.com / KI-generiert)
Das iPhone oder das Android-Gerät lässt sich dennoch bedienungsfreundlicher machen. Dabei geht es unter anderem um das Lesen von Elementen auf dem Display, das bessere Erkennen von Geräuschen und Sprache, und das leichtere Verwenden von Menüs. Die meisten Features befinden sich in der „Einstellungen“-App unter dem Reiter „Bedienungshilfen“ oder „Eingabehilfen“. Sehhilfen, Spracheingabe, Hörunterstützung und noch mehr lassen sich hier anpassen.
Größerer Text, stärkere Kontraste – Alles rund um Text
Hat man Probleme, Text zu erkennen, kann es helfen, die Schriftgröße und -art zu ändern. Die Buchstaben können so lange angepasst werden, bis sie besser erkennbar sind. Ansonsten kann die Zoom-Funktion helfen. Ist sie eingeschaltet, kann man beim iPhone mit drei Fingern doppeltippen, um sie zu aktivieren. Bei Android lässt sich das über einen benutzerdefinierten Kurzbefehl anschalten, raten die Fachleute in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 2/2025).
Ist das Problem aber nicht die Größe der Buchstaben, sondern eher die Farbe, dann kann das Ändern des Kontrasts bessere Lesbarkeit schaffen. So können etwa schwarze Buchstaben auf gelbem Hintergrund das Tippen auf der Tastatur erleichtern.
Hilft das alles nicht, gibt es noch eine Lösung: Vorlesen lassen. Mit der Voiceover-Funktion bei iOS und der Talkback-Funktion bei Android werden Texte, die man auswählt, vorgelesen. Auch die Kamera-App kann Text vorlesen. Einfach auf den Text richten und dann das kleine Scan-Symbol antippen. Die erkannten Wörter wieder einfach antippen und schon wird alles vorgelesen.
Hörprobleme? Das Smartphone bietet verschiedene Hilfen
Einen Anruf verpasst oder den Klingelton bei Nachrichten überhört? Ein wenig haptisches Feedback hilft. So kann man das Handy vibrieren lassen. Aber es geht noch eine Stufe höher: das Aufleuchten des Kameralichts bei einer neuen Benachrichtigung. Ist das alles aktiviert, werden gleich drei Sinne anvisiert.
Das Smartphone kann aber auch als eine Art Hörgerät verwendet werden. Das Feature heißt „Audioverstärker“ bei Android und „Live-Mithören“ bei iOS. Die Umgebungsgeräusche werden dann über die Kopfhörer verstärkt abgespielt. Alternativ gibt es die Geräuscherkennung. Erkannte Geräusche werden dann als Benachrichtigung in Textform angezeigt.
Ist wiederum das Sprechen nicht möglich, kann bei eingehenden Anrufen die Option „Nachricht senden“ verwendet werden, um dem Gesprächspartner vorzuschlagen, stattdessen per Text zu kommunizieren, rät die Stiftung.
Mimik oder Stimme – Alles schnell gesteuert
„Assistive Touch“: So heißt das iPhone-Feature, das die Steuerung des Geräts über ein kleines Schnellzugriff-Menü erlaubt. So gut wie alles kann darüber angewählt werden – auch die Funktionen, die normalerweise nur per Knopfdruck möglich sind, wie Lautstärke und Bildschirmsperren. Android-Handys können hingegen per Mimik gesteuert werden. So kann in den Einstellungen unter „Schalterzugriff“ (oder auch „Switch Access“) jeder Gesichtsbewegung eine Aktion zugewiesen werden.
Beide Geräte-Arten können aber auch per Stimme gesteuert werden. Einfach beim iPhone die Sprachsteuerung in den Bedienungshilfen aktivieren und schon kann es losgehen. Bei Android-Geräten muss zusätzlich zum „Voice Access“ auch noch die Google-App heruntergeladen sein.
Viele kleine Icons in verschiedenen Farben: Manchmal kann der Homescreen überwältigend sein. Selbstverständlich gibt es auch dafür Lösungen. Bei Samsung-Geräten kann „Einfacher Modus“ aktiviert werden. Die App-Symbole werden dann vergrößert und es wird auf ein einfacheres Layout gewechselt, so die Stiftung Warentest. Alternativ gibt es die App „Aktionskarten“ von Google. Mit ihr können einzelne Karten mit individuellen Symbolen erstellt werden, die schnell eine Aktion ausführen, zum Beispiel ein Taxi rufen.
Etwas Ähnliches kann Apple auch. „Unterstützender Zugriff“ zeigt auf dem Homescreen nur selbst ausgewählte Apps an, die dann in ihrer Funktion stark reduziert und in der Darstellung vereinfacht sind.
Stand: 08.12.2025
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