Digitale Zwillinge und Metaverse Siemens und Nvidia rufen „neue industrielle Revolution“ aus

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Industriekonzern Siemens und der US-Chipriese Nvidia weiten ihre Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) deutlich aus. Gemeinsam arbeiten sie u.a. an einem KI-Betriebssystem für den industriellen Einsatz.

Der „Digital Twin Composer“ von Siemens erstellt industrielle Metaverse-Umgebungen in großem Maßstab und ermöglicht es Unternehmen, industrielle KI, Simulationen und physikalische Echtzeitdaten zu nutzen.(Bild:  Siemens AG)
Der „Digital Twin Composer“ von Siemens erstellt industrielle Metaverse-Umgebungen in großem Maßstab und ermöglicht es Unternehmen, industrielle KI, Simulationen und physikalische Echtzeitdaten zu nutzen.
(Bild: Siemens AG)

In der Keynote-Ansprache zur Eröffnung der Technikmesse CES 2026 kündigte Siemens-Vorstandschef Roland Busch zusammen mit Nvidia-Chef Jensen Huang mehrere Initiativen an, um künstliche Intelligenz (KI) nicht nur bei der Simulation von Arbeitsabläufen und Designveränderungen einzusetzen, sondern den KI-Einsatz stärker in die physische Realität zu holen. „Wir stehen am Anfang einer neuen industriellen Revolution“, sagte Huang.

Fabriken in Echtzeit simulieren

Zu den konkreten Neuerungen gehört der „Digital Twin Composer“. Das ist ein neues Tool, mit dem Unternehmen physikalisch korrekte, virtuelle Abbilder (digitale Zwillinge) ihrer Fabriken und Produkte erstellen können. Ingenieure sollen damit ganze Fabriken in Echtzeit simulieren, Roboter virtuell trainieren und Probleme lösen, bevor die echte Fabrik überhaupt gebaut wird.

Beide Unternehmen erklärten das Ziel, gemeinsam eine Art Betriebssystem für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Industrie zu schaffen. Siemens liefert dabei das Fachwissen zu den industriellen Prozessen, die Automatisierungs-Hardware und die Software. Nvidia steuert wiederum mit seinen Chips die KI-Infrastruktur sowie eine Simulationsplattform bei.

Busch sagte, dass es mit den neuen Tools möglich sei, bei der Konstruktion von Zügen oder Autos nicht nur in einem virtuellen Windkanal die Aerodynamik der Fahrzeuge zu erfassen, sondern mit Hilfe der KI konkrete Vorschläge zur Optimierung des Designs zu erarbeiten.

Metaverse in der Fabrikhalle

Bei einer weiteren Neuerung arbeitet Siemens mit dem US-Facebook-Konzern Meta zusammen. Dabei geht es um intelligente Brillen, mit denen Industriearbeiter KI-gestützte Anweisungen direkt in ihr Sichtfeld oder aufs Ohr gespielt bekommen, während sie an Maschinen arbeiten.

Siemens positioniert sich mit den Aussagen von Konzernchef Busch in Las Vegas stärker als Technologieanbieter für industrielle KI und digitalisierte Produktion – weg vom klassischen Maschinenbauer, hin zu einem „Tech-Partner für KI in der realen Welt“.

(ID:50671019)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung