Trend zur gehosteten IT bringt traditionelle ISVs in Zugzwang

SaaS: Lizenzmodelle im Wandel

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Flexible Lizenzierungsmodelle auch für ISVs machbar und rentabel

Dass flexible Lizenzierungsmodelle aber auch für traditionelle ISVs machbar und vor allem rentabel sein können, zeigen Beispiele von SafeNet-Kunden aus Übersee: Ein Softwareanbieter für Anwendungen in der Ölindustrie aus Burlington, Massachusetts, etwa schafft den Spagat zwischen klassischem Softwaregeschäft und „gehostetem Lizenzierungsmodell“ mit Hilfe von virtuellen Wertmarken. Anstatt für jeden Nutzer eine einzelne Lizenz zu erfordern, stellt der ISV eine flexible Bezahlvariante zur Verfügung, wonach Anwender entsprechende Programmoptionen anhand der individuellen Betriebsphase in der Raffinerie verwenden können.

Die im Voraus bezahlten Wertmarken ermöglichen zudem einen Überblick darüber, wie viele User ein bestimmtes Programm verwenden. Ein Verfahren, das dem Softwareanbieter steigende Verkäufe garantiert: Neben der Zufriedenheit und einer engen Kundenbindung, hatte es die Anwender dazu ermutigt, auch andere Softwarepakete aus dem Hause des Herstellers zu evaluieren und schließlich zu nutzen.

Ein ungleich anderes Problem löste ein SafeNet-Kunde aus Großbritannien: Der Publisher von technischen Dokumentationen für KFZ-Servicewerkstätten hatte in der Vergangenheit Probleme mit den geistigen Eigentumsrechten von online verfügbaren Dokumenten. Ziel einer Umstellung der Lizenzierungspolitik war es, Anwender davon abzuhalten, Abonnements zu teilen oder Informationen herunterzuladen und unautorisiert weiterzugeben. Das Unternehmen entwickelte deshalb einen proprietären Browser, der zwar das Lesen der Dokumente erlaubt, Kopieraktionen jedoch verhindert. Zusätzlich gewährleistet ein Sentinel USB-Hardware-Schlüssel von SafeNet den Zugang zum Browser nur für legitimierte Anwender.

(ID:42364783)