Anbieter zum Thema
Risiko: Datenverlust
Eine Kernkomponente von sozialen Netzen ist der Austausch von Erfahrungen und Informationen. Im Unternehmensumfeld besteht dabei die Gefahr, dass Anwender zumeist unbeabsichtigt vertrauliche Informationen der Öffentlichkeit preisgeben. Dies kann bereits über eine eigentlich harmlose Statusmeldung wie „Habe mich gerade mit x getroffen und ein riesiges Geschäft an Land gezogen“ geschehen.
Um dem Verlust solchen Insider-Wissens vorzubeugen, müssen Unternehmen in der Lage sein, nicht nur den Zugriff auf soziale Netze wie Facebook, LinkedIn, YouTube und mehr zu kontrollieren. Sie müssen auch steuern können, was ihre Benutzer innerhalb dieser Anwendungen tun – also beispielsweise E-Mails schreiben, Status aktualisieren oder Dateien herunterladen.
Mit entsprechend fein abgestuften Einstellungsmöglichkeiten am Internet-Gateway können Unternehmen dann beispielsweise den Zugriff auf E-Mails aus sozialen Netzen erlauben, jedoch das Hochladen von Fotos verbieten. Diese Einstellungen sollten Unternehmen dabei je nach Bedarf individuell pro Nutzer oder für Nutzergruppen granular festlegen können.
Bandbreitenknappheit
Ein soziales Netzwerk besteht nicht nur aus Freunden und Bekannten, sondern meist auch aus Arbeitskollegen. Informiert beispielsweise ein Mitglied sein Netzwerk über ein neues Video und verbreitet sich diese Nachricht schnell über die Netze seiner Kontakte, kann dies das Netzwerk eines Unternehmens schnell in die Knie zwingen. Denn ein einzelner Video-Stream verbraucht typischer Weise bereits zwischen 500 kBit/s und 1.2 MBit/s – HD-Video sogar zwischen vier und sieben MBit/s an Bandbreite. Greifen nur ein paar Kollegen gleichzeitig auf so ein Video zu, kann dies bereits eine 10-MBit-Standleitung komplett auslasten.
Daher sollten Unternehmen auf Caching-Mechanismen direkt am Internet-Gateway setzen. Diese können nach Ansicht von Blue Coat wirksam verhindern, dass mehrere aufeinanderfolgende Zugriffe auf dasselbe Video oder dieselbe Datei jedes Mal einen kompletten Download aus dem Internet auslösen. Der Cache lädt dabei ein neu angefordertes Video nur einmal herunter und speichert es anschließend lokal ab. Weitere Anforderungen des Videos bedient der Cache dann aus seinem lokalen Zwischenspeicher und hält so die Internetleitung frei - ähnlich wie es auch bei Proxy-Servern der Fall ist.
Produktivitätsverlust
Soziale Netze ermöglichen nicht nur Kommunikation, sie bieten auch zahlreiche Möglichkeiten zur Unterhaltung wie Online-Spiele oder Shopping. Damit lassen sich im Nu ein paar Stunden Zeit verbringen - in Unternehmen geht dies zu Lasten der Arbeitszeit und führt daher zwangsläufig zu Produktivitätsverlust.
Wer als Arbeitgeber verhindern möchte, dass seine Mitarbeiter ihre Arbeitszeit beispielsweise in den Facebook-Spielen Farmville oder Mafia Wars verbringen, sollte diese während der Arbeitszeit selektiv sperren können. Neben der kompletten Blockade solcher Unterhaltungsangebote haben entsprechende Web-Proxies am Internet-Gateway zudem die Möglichkeit, diese Inhalte alternativ so niedrig zu priorisieren, dass Geschäftsanwendungen auf keinen Fall ausgebremst werden.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Webfilter in der Lage ist, auch zwischen verschiedenen Anwendungen innerhalb von sozialen Netzen zu differenzieren – und dies in entsprechenden Richtlinien abzubilden. So kann die Nutzung von Facebook zwar generell erlaubt sein, der Zugriff auf Spiele-Anwendungen innerhalb des sozialen Netzwerks wäre auf diese Weise jedoch gedrosselt oder gesperrt.
(ID:2052503)