Mitarbeitende wollen sich weiterentwickeln und geschätzt werden. Sie erwarten, dass Arbeitgeber besonders in kritischen Zeiten transparent über ihre Strategien und Ziele informieren. Sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte streben nach einem gemeinsamen Ziel: Zufriedenheit.
Zufriedene Mitarbeitende sind motiviert und bleiben dem Unternehmen treu, was gerade in Krisenzeiten der Schlüssel zum Erfolg sein kann.
(Bild: Markus Mainka - stock.adobe.com)
Deshalb bedarf es einer nachhaltigen, mitarbeiterzentrierten Unternehmensstrategie – und den richtigen (digitalen) Instrumenten. In der heutigen Zeit sind HR-Softwarelösungen unverzichtbar, da sie Unternehmen dabei helfen, Personalprozesse zu automatisieren und so effizienter zu gestalten. Personalplattformen digitalisieren bedeutende Abläufe wie Feedback und betriebliche Weiterbildung und tragen somit zu einer verbesserten Mitarbeiterbindung, höheren Produktivität und fundierteren Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen bei.
HR-Software gewinnt an Popularität
Digitale Personalmanagement-Tools haben sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Personalarbeit entwickelt und finden in Unternehmen unterschiedlichster Branchen Anwendung. Bereits 84 Prozent der Personalverantwortlichen und 87 Prozent der Mitarbeitenden nutzen regelmäßig Software für die Personalentwicklung (Leapsomes State of People Enablement Report 2023). Ihre Vorteile gehen jedoch über die bloße Verwaltung und Optimierung von Personalprozessen hinaus. Richtig eingesetzt, schaffen solche Plattformen Transparenz und stärken das Vertrauen in die individuelle Leistung, die Teamarbeit und nicht zuletzt in das Unternehmen selbst.
People-Enablement-Software entlastet Personalverantwortliche, indem sie das Aufsetzen von Lernpfaden, Teilen von digitalem Feedback und automatisiertes Beförderungsmanagement ermöglicht. Durch die Software können mehr datengestützte Entscheidungen getroffen und Mitarbeiterprozesse optimiert werden. Regelmäßige Erinnerungen an bevorstehende Mitarbeitergespräche, Meetings und Reviews unterstützen Mitarbeitende und Führungskräfte in ihrer Planung und nehmen Personalverantwortlichen viel manuelle Arbeit ab.
Wie Software die Motivation fördert
Da HR-Software einen großen Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit haben kann, ist es vor der Implementierung solcher Tools wichtig, zu hinterfragen, ob die digitale Lösung tatsächlich die Bedürfnisse der Belegschaft berücksichtigt. Ist die Zufriedenheit und Förderung der Beschäftigten die oberste Prämisse für ein Unternehmen, müssen zunächst die Motivatoren von Mitarbeitenden am Arbeitsplatz aufgedeckt werden. Danach können Organisationen prüfen, welche digitalen Instrumente und Software auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Teammitglieder einzahlen. Der Sozialwissenschaftler Edgar H. Schein definierte beispielsweise folgende Bedürfnisse:
1. Das Bedürfnis nach Sicherheit Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, eine enge Kommunikation mit dem Team aufrechtzuerhalten. Da persönliche Gespräche bei wachsender Unternehmensgröße nicht immer praktikabel sind, eignen sich Formate wie Town-Hall-Meetings oder interne Mailings, um die Belegschaft einzubeziehen. Um die Sichtweisen, Sorgen und Herausforderungen der Mitarbeitenden besser zu verstehen, sollten Unternehmen regelmäßig unternehmensweite Befragungen durchführen. Diese ermöglichen eine Einschätzung des Engagements und der Motivation der Belegschaft und geben Hinweise darauf, wo es gilt, mehr Unterstützung und Rückversicherung anzubieten. Ein aktiver Austausch auf beiden Seiten, die Wahl geeigneter Kommunikationskanäle und regelmäßige gegenseitige Check-Ins verstärken das Gefühl, gemeinsam in einem Boot zu sitzen, und wirken sich positiv auf die Arbeitsatmosphäre aus.
2. Das Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung HR-Software fördert auch die Wertschätzung der Mitarbeitenden, zum Beispiel durch das Implementieren von Feedback-Systemen. Dazu gehören meist regelmäßige Umfragen und Feedback-Sessions, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende sich gehört und verstanden fühlen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anerkennung von Leistungen. Eine entsprechende Software kann dies unterstützen, indem sie es einfach macht, Lob zu verteilen und aussagekräftige positive Reviews zu schreiben.
3. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und sozialen Bindungen am Arbeitsplatz Eine positive Beziehung zu den Kolleginnen und Kollegen ist entscheidend für eine gesunde Arbeitskultur. Laut einer Umfrage von HubSpot geben 63 Prozent der deutschen Angestellten an, lieber bessere Beziehungen zu ihren Kollegen zu haben als eine Gehaltserhöhung um zehn Prozent. Maßnahmen wie Teamaktivitäten, gemeinsame Qualitätszeit und das Gefühl, an einer geteilten Mission zu arbeiten, stärken das Team. In Zeiten des Remote-Arbeitens stellt dieses Alignment eine etwas größere Herausforderung dar, insbesondere wenn Mitarbeitende digital eingearbeitet werden. Doch auch im digitalen Raum können regelmäßige persönliche Check-ins helfen, eine Bindung aufzubauen.
4. Das Bedürfnis nach Wachstum Mit Personalentwicklungs-Plattformen können Mitarbeiterziele definiert, Feedback geteilt und Karrierepläne erstellt werden. Teammitglieder fühlen sich dadurch gefördert und in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt, was langfristig zu einem höheren Engagement und einer stärkeren Bindung an das Unternehmen führen kann.
Stand: 08.12.2025
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HR-Software ist Chefsache
Die Integration von Software-Lösungen, die die Förderung von Motivation, Wertschätzung und Entwicklung der Mitarbeitenden ermöglichen, ist ein wichtiger Schritt für Unternehmen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die richtige Software kann dazu beitragen, dass Mitarbeitende ihr volles Potenzial entfalten und sich durch ihre Arbeit erfüllt fühlen.
Mit steigender Mitarbeiterzufriedenheit und stärkerer Bindung an das Unternehmen profitieren Organisationen zudem von einer höheren Produktivität und geringeren Mitarbeiterfluktuation. Dies zeigt auch der von Leapsome veröffentlichte „State of People Enablement Report 2023“: In Unternehmen mit der niedrigsten Fluktuationsrate (weniger als 10 Prozent) setzen alle Personalverantwortlichen auf eine Software für die Personalentwicklung.
Von Personalentwicklung profitieren alle: Für Mitarbeitende ist es die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich am Arbeitsplatz zu entfalten und zu verwirklichen. Das Personalmanagement möchte wiederum Beschäftigte bestmöglich fördern. Eine enge Zusammenarbeit ist dabei unerlässlich. Allerdings wird es mit zunehmender Unternehmensgröße herausfordernder, auf die individuellen Bedürfnisse aller Mitarbeitenden einzugehen. Personalentwicklungs-Software greift genau an diesem Punkt an. Sie stellt einen Rahmen bereit, mit dem Personalverantwortliche ganzheitliche HR-Strategien systematisch umsetzen und verfolgen können – eine innovative und unerlässliche Technologie für die moderne Arbeitswelt.