Cyber Security Conference Omniac-App warnt bei Datendiebstahl

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Schwarz Digits stellt mit Omniac eine App vor, die Nutzer warnt, sobald ihre Daten geleakt wurden. Außerdem gibt der Digital-Experte Herstellern Empfehlungen mit, wie diese ihre Produkte von Anfang an sicherer und kundenfreundlicher machen können.

Carsten Meywirth, Leiter der Abteilung Cybercrime im Bundeskriminalamt, betont bei der Cyber Security Conference von Schwarz Digits die Notwendigkeit des Schutzes der eigenen Daten.(Bild:  Schwarz Digits)
Carsten Meywirth, Leiter der Abteilung Cybercrime im Bundeskriminalamt, betont bei der Cyber Security Conference von Schwarz Digits die Notwendigkeit des Schutzes der eigenen Daten.
(Bild: Schwarz Digits)

Vom 12. bis 13. März 2025 fand in Heilbronn die Cyber Security Conference von Schwarz Digits, der IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, statt. Dort drehte sich alles um digitale Souveränität, hybride Bedrohungen für kritische Infrastrukturen und Datenschutz. „Cyberbedrohungen betreffen nicht nur Unternehmen oder Behörden. Die allgegenwärtige Digitalisierung im Privaten führt zu immer perfideren Betrugs- und Erpressungs-Maschen, die sehr großen Schaden anrichten können, materiell und emotional“, sagte Carsten Meywirth, Leiter der Abteilung Cybercrime im Bundeskriminalamt in seiner Keynote. „Deshalb ist es auch für Privatpersonen unabdingbar, sich beispielsweise vor Datendiebstahl zu schützen.“

Security-App Omniac

Schwarz Digits präsentierte auf der Konferenz die App „Omniac“. Diese scannt das Internet rund um die Uhr nach Datenlecks und richtet sich an Privatpersonen, die erfahren möchten, ob ihre Daten öffentlich zugänglich sind. Denn wie Schwarz Digits anmerkte, waren allein im Januar 2025 knapp vier Milliarden Datensätze von Tausenden Datenlecks betroffen. Und schon 2023 sah das BSI den Diebstahl von Identitäten als eine der größten Bedrohungen für die Gesellschaft. Mit gestohlenen Daten wie Passwörter, Führerschein, Postadressen oder Logins, können Kriminelle auf Konten von Privatpersonen zugreifen, Verträge in deren Namen abschließen, Einkäufe tätigen, Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen durchführen oder erpresserische Betrugsszenarien umsetzen. Häufig bemerken die Betroffenen es gar nicht, wenn Kriminelle ihre Daten stehlen.

Wann immer Daten im Internet, Deep Web oder Darknet auftauchen, erhalten Nutzer von Omniac sofort eine Warnmeldung sowie Handlungsempfehlungen. Während der Nutzung der App sind die Daten verschlüsselt und werden mit ebenfalls verschlüsselten Daten aus verifizierten Datenlecks abgeglichen. „Jeder Mensch möchte ein selbstbestimmtes digitales Leben ohne Sorge um Missbrauch der eigenen Daten führen“, betont Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits . „Deshalb müssen wir auch Menschen ohne technisches Verständnis in ganz Europa befähigen, ihre Sicherheit zu schützen und die Souveränität über ihre Daten zu behalten. Omniac ermöglich genau das.“

Die App ist bereits zum Download verfügbar und kostet pro Monat 2,99 €.

Mehr Sicherheit für digitale Produkte

Außerdem stellte Schwarz Digital bei seiner Konferenz ihren „Cyber Security Report“ vor. Dieser fasst die aktuelle Cybersicherheitslage zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für Anbieter von Security-Lösungen, um die Qualität und Sicherheit ihrer Produkte zu steigern. Diese sind:

  • Entwickler sollten Security-by-Design und Security-by-Default als grundlegende Prinzipien in den gesamten Entwicklungsprozess integrieren. Diese Ansätze gewährleisten, dass Sicherheits­mechanismen von Anfang an berücksichtigt werden und standardmäßig aktiviert sind, was laut Schwarz Digits künftig als Qualitätsmerkmal auf dem Markt entscheidend sein wird.
  • Der Shift-Left-Ansatz sollte konsequent umgesetzt werden, indem Sicherheits­überprüfungen und -maßnahmen so früh wie möglich in die Entwicklungsphase miteinfließen. Dies erfordere eine klare Definitionen von Sicherheitsanforderungen, regelmäßige Schulungen der Entwicklungsteams sowie die Bereitstellung zusätzlicher personeller Ressourcen, etwa durch spezialisierte Software-Architekten oder Sicherheitsverantwortliche innerhalb der Entwicklungsteams.
  • Hersteller sollten ihre Lösungen von unabhängigen Stellen zertifizieren lassen, um ihre tatsächliche Wirksamkeit für Kunden nachvollziehbar zu machen.
  • Die Benutzerfreundlichkeit sollte durch ein klares UX/UI-Design (User Experience, User Interface), intuitive Bedienoberflächen sowie durch einheitliche Begriffe und Symbole geprägt sein, die optimal auf die tägliche Arbeit von IT-Sicherheitsmitarbeitern abgestimmt sind. Die enge Zusammenarbeit mit Kunden sei dafür entscheidend, hierfür empfiehlt Schwarz Digits die Aufstellung eines Advisory Boards.
  • Produkte müssen sich in bestehende IT-Security Lösungsportfolios nahtlos integrieren, um Sicherheitslücken zu vermeiden und sollten eine hohe Kompatibilität mit den Produkten anderer Anbieter aufweisen. Dazu gehören auch standardisierte Formate wie das Common Event Format (CEF) oder das Log Event Extended Format (LEEF), welches laut Schwarz Digits gerade in der OT-Security wichtig ist.

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