Achillesferse der Datensicherheit Menschliche Fehler und Datenverluste im Kontext von KI

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Trotz umfassender Analyse der Vor- und Nachteile von künstlicher Intelligenz (KI) bleibt der Mensch die größte Gefahr für Cyberangriffe. Unvorsichtige Nutzer haben enorme Auswirkungen auf die Cybersicherheit, wie Proofpoint-Zahlen zeigen.

Der Mitarbeiter hinter dem Bildschirm ist einer der wichtigsten Faktoren, der Unternehmen für Datenverluste anfällig macht.(Bild:  VideoFlow - stock.adobe.com)
Der Mitarbeiter hinter dem Bildschirm ist einer der wichtigsten Faktoren, der Unternehmen für Datenverluste anfällig macht.
(Bild: VideoFlow - stock.adobe.com)

Man kann die Chancen und Risiken durch KI zu genüge beleuchten, der wohl gefährlichste Faktor und das riskanteste Einfallstor für Cyberangriffe bleibt der Mensch. Unvorsichtige Mitarbeiter können große Auswirkungen für die Cybersicherheit in Unternehmen haben. Dies belegt beispielsweise IT-Sicherheitsexperte Proofpoint in seinen Untersuchungen.

„Künstliche Intelligenz, insbesondere GenAI, führt zu neuen Herausforderungen für die Datensicherheit. KI bietet ein enormes Potenzial, birgt aber auch erhebliche Risiken für Datenverluste“, bestätigt Miro Mitrovic, Area Vice President Sales DACH bei Proofpoint. Daten gehen ihm nach nämlich nicht einfach eigenständig verloren, sondern werden stets durch menschliches Handeln verursacht. Laut verschiedenen Studienergebnissen von Proofpoint sind unvorsichtige oder kompromittierte Nutzer für die meisten Datenverluste verantwortlich.

Risiko Mensch: Hauptursache für Datenverluste in KI-Ära

Der Data Loss Landscape Report von Proofpoint zeigt, dass 85 Prozent aller Unternehmen weltweit im vergangenen Jahr von Datenverlusten betroffen waren. 90 Prozent davon hätten mit negativen Folgen wie Umsatzeinbußen und Rufschädigung zu kämpfen. Bemerkenswert dabei ist, dass wohl ein Prozent der Nutzer für 88 Prozent der Datenverlust-Warnungen verantwortlich war. 53 Prozent der deutschen CISOs haben den Befragungen nach 2024 Data Loss Prevention (DLP)-Technologien implementiert, im Vorjahr waren es 27 Prozent.

Data Loss Landscape Report von Proofpoint

• 85 % aller Unternehmen weltweit waren 2024 von Datenverlusten betroffen.
• 90 % davon hatten mit Umsatzeinbußen und Rufschädigung zu kämpfen.
• 1 % Prozent der Nutzer waren für 88 % der Datenverlust-Warnungen verantwortlich.
• 53 % der deutschen CISOs haben DLP-Technologien implementiert.

Miro Mitrovic, Area Vice President für die DACH-Region bei Proofpoint: „Wer vertrauliche Informationen oder personenbezogene Daten in KI-Modelle einspeist, gibt Angreifern eine geladene Waffe in die Hand.“(Bild:  Proofpoint)
Miro Mitrovic, Area Vice President für die DACH-Region bei Proofpoint: „Wer vertrauliche Informationen oder personenbezogene Daten in KI-Modelle einspeist, gibt Angreifern eine geladene Waffe in die Hand.“
(Bild: Proofpoint)

Der Bericht „Voice of the CISO 2024“ von Proofpoint zeigt, dass 61 Prozent der deutschen CISOs GenAI als eine der größten Gefahren für ihr Unternehmen einschätzen. 57 Prozent der deutschen Unternehmen hätten in den letzten zwölf Monaten den Verlust sensibler Daten erlebt. 77 Prozent der CISOs hierzulande seien der Meinung, dass ausscheidende Mitarbeiter für diese Vorfälle verantwortlich waren. Riskantes Handeln wie das Klicken auf Phishing-Links, das unbedachte Weiterleiten von E-Mails, das Installieren nicht autorisierter Software sowie das Versenden sensibler Daten per E-Mail an ein privates Konto tragen außerdem oftmals zu Datenverlusten bei.

Menschenzentrierter Ansatz als Schlüssel zu Datensicherheit

Eine robuste Datenschutzstrategie ist für Unternehmen notwendig. Vor allem verdeutlichen die Studienergebnisse von Proofpoint die Wichtigkeit eines menschenfokussierten Ansatzes. Dieser Ansatz erfordert Verständnis seitens der Verantwortlichen und Mitarbeiter, etwa für Datenklassen, Benutzerintentionen und Bedrohungskontexte, die auf jeglichen Kommunikationskanälen angewendet werden – einschließlich E-Mails, Cloud, Endgeräte, Web und GenAI-Tools. Zudem ist eine Sensibilisierung von Mitarbeitern bei IT-Sicherheitsverstößen entscheidend, beispielsweise durch individuelle Schulungen.

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