Stepstone-Gehaltsreport 2024 Gehaltsangabe in Jobanzeigen: unüblich, aber wichtig

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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Bisher ist es eher unüblich, Gehaltsangaben in Stellenanzeigen zu schreiben. Aber immer mehr Arbeitnehmende in Deutschland machen ihre Bewerbung genau davon abhängig. Wo die durchschnittlichen Gehälter liegen, zeigt der Stepstone Gehaltsreport 2024.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren des Gehlates zählen neben den eigenen Qualifikationen besonders die Branche und die Region.(Bild:  Stockfotos-MG - stock.adobe.com)
Zu den wichtigsten Einflussfaktoren des Gehlates zählen neben den eigenen Qualifikationen besonders die Branche und die Region.
(Bild: Stockfotos-MG - stock.adobe.com)

Im Wettbewerb um Talente und Fachkräfte wird Gehaltstransparenz seitens der Unternehmen immer größer geschrieben. Einer aktuellen Studie der digitalen Recruiting-Plattform The Stepstone Group zufolge, würden sich 9 von 10 Befragten eher auf einen Job bewerben, wenn das künftige Einkommen von Anfang an offengelegt wird. 6 von 10 haben demnach sogar auf die Bewerbung für eine eigentlich passende Stelle verzichtet, weil es keine Informationen zum Gehalt gab. Für die Erhebung wurden rund 5.700 Menschen in Deutschland befragt.

„Wir beobachten seit Jahren, dass Gehaltstransparenz für die Menschen immer bedeutsamer wird“, sagt Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei The Stepstone Group. „Darum haben wir auf Stepstone.de schon Anfang 2021 Gehaltsspannen in Stellenanzeigen eingeführt. Dort sehen wir aus erster Hand, dass diese Information oftmals ausschlaggebend dafür ist, ob es wirklich zu einer Bewerbung kommt“, erläutert er. „Wer kein Gehalt angibt, verspielt in Zeiten der Arbeiterlosigkeit wertvolles Potenzial. Unternehmen können es sich nicht leisten, durch fehlende Gehaltsangaben auf passende Kandidaten zu verzichten.“

Durchschnittsgehälter in Deutschland

Der Stepstone-Gehaltsreport 2024 ergab zudem, dass das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in Deutschland bei 43.750 Euro liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher als das Mediangehalt liegen. Ausgewertet wurden mehr als 920.000 Gehaltsdaten. Die Erhebung ist repräsentativ im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Hochschulabschluss, Wirtschaftssektor und geographischer Verteilung auf die Bundesländer.

Regionale Gehaltsunterschiede werden zum Beispiel angesichts des Ost-West-Gefälles von mehr als 17 Prozent deutlich. Hamburg und Hessen führen die Gehaltstabelle an, Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt. Das Durchschnittsgehalt von Männern beläuft sich auf rund 45.750 Euro und das von Frauen auf rund 40.000 Euro. Das Gender Pay Gap entspricht 12,4 Prozent. Bereinigt beträgt die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern 5,5 Prozent.

Ein Hochschulabschluss führt zu einem höheren Bruttomediangehalt: Akademiker verdienen 57.500 Euro, was etwa 33 Prozent mehr ist als das Gehalt ihrer Kollegen ohne Studienabschluss (41.000 Euro). Führungskräfte erhalten ein fast 20 Prozent höheres Gehalt: Arbeitnehmer mit Personalverantwortung verdienen 50.000 Euro, was deutlich über dem Gehalt der Beschäftigten ohne Personalverantwortung liegt (41.000 Euro). Und auch die Berufserfahrung wirkt sich positiv auf das Gehalt aus: Während Berufseinsteiger ein Gehalt von 38.250 Euro erzielen, steigt es nach mehr als 11 Jahren auf 48.000 Euro.

IT-Gehälter

Die durchschnittlichen Bruttogehälter in der IT liegen je nach Jobtitel zwischen 36.600 Euro für Fachinformatiker Anwendungsentwicklung und 65.700 Euro für Projektmanager SAP. Bei letzterem sind Gehälter von bis zu 77.200 Euro möglich. Senior-Software-Entwickler erhalten durchschnittlich 65.100 Euro brutto im Jahr und Senior-Entwickler 64.300 Euro.

SAP-Inhouse-Consultants haben in Deutschland ein durchschnittliches Jahresgehalt von 63.500 Euro und FI-Co-Berater können mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 63.100 Euro rechnen.

Weitere Gehaltsangaben zu den auf Stepstone.de meistgesuchten IT-Jobtiteln finden Sie hier.

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