Erste paneuropäische federated Edge-Cloud European Edge Continuum geht live

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

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Noch vor einem Jahr war die European Edge Federation lediglich eine gemeinsame Vision. Heute ist sie Realität: Die fünf führenden Betreiber haben ihre Edge-Umgebungen erfolgreich miteinander verknüpft und ermöglichen nun die nahtlose Bereitstellung von Anwendungen über ihre gesamte europäische Abdeckung hinweg.

Fünf führende Betreiber präsentieren die erste paneuropäische federadet Edge-Cloud – eine Live-Demonstration hat auf der MWC 2026 Premiere.(Bild:  Deutsche Telekom)
Fünf führende Betreiber präsentieren die erste paneuropäische federadet Edge-Cloud – eine Live-Demonstration hat auf der MWC 2026 Premiere.
(Bild: Deutsche Telekom)

Auf dem Mobile World Congress 2026 demonstrieren fünf führende Netzbetreiber das European Edge Continuum – die erste federated Edge-Cloud, die ihre europäischen Netze verbindet. Die Live-Premiere markiert einen Durchbruch in den EU-Initiativen IPCEI-CIS und 8ra und ebnet den Weg für sichere, offene und interoperable Edge-Dienste „Made in Europe“. Parallel stellt die Deutsche Telekom den Antrag zur Teilnahme am IPCEI-AI, um Europas KI-Souveränität weiter zu stärken.

Digitale Souveränität wird konkret

„Dieser Schritt beweist, dass in Europa nicht nur über digitale Souveränität gesprochen wird: Wir stellen sie hin“, sagt Christine Knackfuß-Nikolic, Chief Sovereign Officer bei T-Systems. Das European Edge Continuum verbindet die Edge-Umgebungen von Deutsche Telekom, Orange, Telefónica, TIM und Vodafone und schafft ein vertrauenswürdiges, offenes Ökosystem auf Basis europäischer Werte.

Dank der im EU-geförderten Important Project of Common European Interest on Next Generation Cloud Infrastructure and Services (IPCEI-CIS) entwickelten Plattformkomponenten ist die Federation in Laborumgebungen betriebsbereit. Das ist der entscheidende Schritt hin zur industriellen Skalierung und zur kommerziellen Einführung über Europas Grenzen hinweg.

Was die federated Edge-Cloud leistet:

  • ein Zugangspunkt für die sichere, automatisierte Nutzung von Anwendungen über Infrastruktur-Knoten unterschiedlicher Betreiber,
  • erweiterte europäische Abdeckung und nahtlose Service-Kontinuität über Netzgrenzen hinweg,
  • dynamische Arbeitslastverteilung und intelligente Anwendungssteuerung für Leistung und Kosteneffizienz,
  • eingebaute Datensouveränität und Interoperabilität.

Das European Edge Continuum ist als offenes Ökosystem angelegt. Weitere europäische Technologieanbieter, App-Entwickler und Open-Source-Communities sollen eingebunden werden. Neue Partner sind eingeladen, die digitale Zukunft Europas aktiv mitzugestalten.

Use Cases: von autonomer Mobilität bis Smart City

Die Federation eröffnet neue Einsatzfelder in Logistik, industrieller Robotik, autonomem Fahren und intelligentem Parken. Für Industrie und Smart Cities werden Anwendungen wie KI-gestützte Qualitätskontrolle, intelligentes Verkehrsmanagement und Lösungen für die öffentliche Sicherheit ermöglicht – mit sicheren, flexiblen und vertrauenswürdigen Edge-Diensten.

Nächste Schritte: Industrialisierung und IPCEI-AI

Nach dem Live-Status in Laborumgebungen soll die Industrialisierung, die kommerzielle Einführung sowie der Ausbau des Partner- und Use-Case-Ökosystems erfolgen. Aufbauend auf IPCEI-CIS und 8ra plant die Deutsche Telekom eine Schlüsselrolle in künftigen IPCEI-Initiativen – darunter IPCEI-AI, das Europas Unabhängigkeit in der KI-Entwicklung auf Basis sicherer Infrastrukturen wie der Industrial AI Cloud stärken soll.

Demonstration auf der MWC


Auf der Mobile World Conference 2026 (MWC) in Barcelona wird anhand einer Demonstration gezeigt, wie Organisationen Anwendungen nahtlos über eine oder mehrere federated Edge-Infrastrukturen in Europa mit einem einzigen Access Point bereitstellen können.

Für Betreiber soll die Edge Federation neue Serviceangebote und Zusammenarbeit innerhalb eines offenen Ökosystems ermöglichen, Onboarding-Prozesse sowie Time-to-Market beschleunigen und neue Geschäftsmodelle ersetzen.

Live-Demo am 2. März 2026, 16:00 – 16:40 Uhr (mehr Infos).

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