Bei Eclipse handelt es sich um eine quelloffene Entwicklungsumgebung. Neben Java lassen sich mittlerweile auch andere Programmiersprachen nutzen, zum Beispiel Python, C, PHP oder HTML.
Eclipse ist als integrierte Entwicklungsumgebung für Java bekannt geworden, unterstützt aber mittlerweile viele gängige Sprachen.
Java-Entwickler setzen häufig auf die Entwicklungsumgebung Eclipse. Um mit Eclipse zu beginnen, kann die IDE direkt bei den Entwicklern heruntergeladen werden. Nach dem Download kann über den Installationsassistenten ausgewählt werden, für welche Sprache Eclipse installiert werden soll. Generell bietet Eclipse für jede Sprache einen eigenen Editor.
Eclipse herunterladen und installieren
Neben der IDE finden sich auch die einzelnen Packages direkt auf der Projekt-Webseite. Der übergeordnete Installer für Eclipse ist nicht grundsätzlich notwendig. Teilweise schlägt die Installation von Eclipse-Paketen über den Installer schief, funktioniert aber wenn das Paket direkt heruntergeladen und gestartet wird.
Der Start erfolgt aus dem entpackten Archiv heraus über die Datei „eclipse.exe“. Für die Arbeit mit Eclipse ist es allerdings nicht notwendig, das Java JDK separat herunterzuladen. Alle benötigten Daten sind beim Download des entsprechenden Archives dabei.
Erste Schritte mit Eclipse – das erste Java-Projekt
Beim Starten von Eclipse, zum Beispiel für die Entwicklung mit Java, fragt die IDE zunächst nach dem Verzeichnis für den Workspace. Hierbei handelt es sich um das Verzeichnis für das Projekt, in dem Eclipse alle Daten speichert. Danach lädt Eclipse alle notwendigen Daten und zeigt den Willkommens-Bildschirm an. Wird dessen Registerkarte geschlossen, kann die Arbeit mit Eclipse beginnen.
Abhängig vom verwendeten Paket kann zum Beispiel mit „Create a Java project“ eine neues Java-Programm entwickelt werden. Diese Option steht auch über „File\New\Project“ oder „File\New\Java-Project“ zur Verfügung. In den Einstellungen für das Projekt ist es möglich, verschiedene Anpassungen vorzunehmen. Am Beispiel von Java lässt sich hier auch die verwendete JRE konfigurieren, die mit dem Projekt verwendet werden soll.
Über den Einrichtungsassistenten für ein neues Projekt stehen verschiedene Registerkarten zur Verfügung, mit denen zum Beispiel spezielle Java-Build-Einstellungen vorgenommen werden können. Auch das Laden weitere Libraries ist optional über den Assistenten möglich. Danach kann mit „Finish“ das Projekt erstellt werden und Eclipse steht für die Entwicklung mit Java bereit.
Java-Projekt in Eclipse entwickeln
Am Beispiel von Java handelt es sich bei dem neuen Projekt zunächst um eine leere Konstruktion. Über das Kontextmenü des Projektes in Eclipse stehen verschiedene Befehle zur Verfügung, darunter New und Class. Die Optionen zum Hinzufügen von neuen Objekten sind auch über „File\New“ verfügbar.
Hierüber kann auch eine neue Java-Klasse im Projekt hinterlegt werden. Im Fenster kann ein Name für das Package und die Klasse festgelegt werden. Auch Optionen für die Klassen können hier gesteuert werden, zum Beispiel …
public static void main(String[] args)
…, also das Definieren einer Hauptmethode. Danach kann die Programmierarbeit beginnen. Für einen Test kann zum Beispiel die folgende Zeile eingefügt und der Befehl ausgeführt werden:
System.out.println("Hello World");
Um Code auszuführen, kann in Eclipse die Klasse auf der linken Seite mit der rechten Maustaste angeklickt werden. Über „Run as\Java Application“ startet das Programm. Alternativ stehen in der Menüleiste verschiedene Icons zur Verfügung. Das Ergebnis ist unten im Fenster zu sehen. Die Icons speichern die Auswahloptionen des letzten Startes. Welche Möglichkeiten es zum Starten gibt, hängt von der Konfiguration und Art der Klasse ab.
Über die Auswahl „Run configurations“ kann im Rahmen der Entwicklung ausgewählt werden, was Eclipse beim Ausführen eines Programmes beachten soll und welche Optionen unter Umständen beim Start verwendet werden sollen. Über den Registerkarte „Arguments“ können die Parameter angegeben werden. Wenn mit mehreren Klassen parallel gearbeitet wird, kann bei „Run configurations“ über „Main“ definiert werden, welche Klasse ausgeführt werden soll.
Die Eclipse-Oberfläche verstehen – Views und Perspectives
Eclipse besteht aus verschiedenen Ansichten (Views). Hierüber zeigt Eclipse zum Beispiel am linken Rand den Package Explorer an, in dem die Daten des aktuellen Projektes zu sehen sind. Im Package Explorer zeigt Eclipse die Dateien eines Projektes an sowie die Verknüpfungen, zum Beispiel die verknüpfte JRE-Version.
Stand: 08.12.2025
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Mit der View „Navigator“ zeigt Eclipse auf der linken Seite die tatsächlichen Projektdateien ohne Verknüpfungen an. Allerdings nutzen die meisten Entwickler den Package Explorer, da der Navigator als veraltet (deprecated) klassifiziert wird. Die wichtigste Datei des aktuellen Java-Programmes ist die Datei mit der Endung *.java, die zum Projekt gehört. Basis des Projektes ist immer das Verzeichnis, das im Workspace bei Eclipse hinterlegt wurde.
Unten im Fenster sind die Views „Problems“, „Javadoc“, „Declaration“ und „Console“ zu sehen. Bei „Console“ wird das Ergebnis des ausgeführten Programmes angezeigt. Die verschiedenen Views können über den Menüpunkt „Window\Show View“ ausgewählt werden. Dadurch können sich Entwickler die eigene Umgebung in Eclipse zusammenstellen. An dieser Stelle stehen zahlreiche Views zur Verfügung, nur die wenigsten sind standardmäßig eingeblendet.
Parallel dazu stellt Eclipse noch Perspectices zur Verfügung. Diese werden über „Window\Perspectice“ verwaltet. Arbeiten Entwickler mit einer bestimmten Gruppe von Views, die häufig gemeinsam verwendet werden, zum Beispiel zum Debuggen von Programmen, können diese Views in einer Perspektive zusammengefasst und damit gemeinsam angeordnet und angezeigt werden.
Mit „Window\Perspectice\Open Perspective“ können die gespeicherten Perspectives geladen werden. Nach Aktivierung der Perspective zeigt Eclipse in seiner Oberfläche die zur Perspective gehörenden Views in der festgelegten Ansicht an. Über „Window“ kann jederzeit die Ansicht dieser Perspektiven angepasst werden.