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Kommentar: Warum IT-Abteilungen ihre Selbstständigkeit verlieren müssen

Drei Leuchtfeuer im Nebel

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Diese neue Rolle des IT-Fachmanns erfordert Fertigkeiten, die heute bei vielen Kollegen noch nicht weit verbreitet sind:

  • Selbstkritik: Was heute richtig ist, kann morgen schon falsch sein. Entscheidungen, die einmal getroffen wurden, müssen hinterfragt und korrigiert werden, wenn sich die Ausgangssituation geändert hat. Change bedeutet, über den eigenen Schatten springen zu können. Diese Fähigkeit zur fortwährenden Skepsis sich selbst gegenüber ist nicht jedem gegeben. Ein guter IT-Mitarbeiter wird sie in Zukunft mitbringen müssen.
  • Empathie: In einem Team muss man für den anderen mitdenken. Zu wissen, wo die Anforderungen, die Vorlieben und Barrieren der anderen liegen, ist entscheidend. Diese Empathie spart unglaublich viel Zeit und bewahrt davor, zeitraubende Irrwege einzuschlagen.
  • Mut: Als IT-Fachmann unter IT-Laien muss ein Experte die Kraft haben, seine Meinung im Notfall auch gegen Widerstände durchzusetzen. Es nützt nichts, hinterher Recht gehabt zu haben. Gleichzeitig muss man aber auch wissen, wofür man den Fehdehandschuh hinwirft und wofür es sich nicht lohnt.

Wende beim Outsourcing

Von diesem Wandel hin zur Fachabteilungs-IT werden vor allem die Anbieter von IT-Outsourcing betroffen sein. Ihr Verkaufsargument „kümmert ihr euch um das Geschäft, wir kümmern uns um eure IT“ wird dann nämlich nicht mehr funktionieren. Sie werden ihr Geschäftsmodell ändern und sich viel intensiver mit den Businessprozessen ihrer Kunden beschäftigen und verschränken müssen. Dazu ist Vertrauen auf beiden Seiten nötig, und noch mehr als bisher wird der enge Kontakt von Dienstleister und Kunde die Grundlage ihres Erfolgs sein. Viele gute Serviceanbieter genießen dieses Vertrauen bereits und deshalb steht für sie ein weiteres „C“ nicht für „Crisis“ sondern für „Chance”.

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