Damit Big Data nicht zum Stocken kommt, sind unbürokratische Wege notwendig

Die Datenintegration muss nicht am Mangel an Programmierern scheitern

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Ziel verfehlt, muss nicht sein

Wie notwendig neue Techniken sind, zeigte bereits die „CHAOS“- Studie der Standish Group aus dem Jahr 2011: 66 Prozent der IT-Projekte verfehlen ihr Ziel, da sie entweder über das geplante Budget gehen, nicht termingerecht fertiggestellt werden, oder nicht über alle angeforderten Funktionalitäten verfügen. Nur 34 Prozent der durchgeführten Projekte werden als erfolgreich bezeichnet. Heisig hierzu: „Soweit die offiziellen Zahlen. Wir bei Kapow schätzen, dass darüber hinaus 90 Prozent der Projekte bereits während des Planungsprozesses abgebrochenen werden und an fehlenden Budgets, Ressourcen oder fehlender Geduld scheitern. Und das muss nicht sein - zumindest bestätigen uns das unsere Kunden jeden Tag aufs Neue.“

Fachanwender ins Boot holen

Da die Zeit in den meisten IT-Projekten drängt und sich die Technik rasant weiterentwickelt, greifen viele Unternehmen auf externe Experten zurück. So halten Systemintegratoren laut aktuellen Studien zur Zeit etwa 75 Prozent des IT-Consulting-Markts. Unternehmen holen sich also zeitweise einen Mittelsmann an Bord, der das jeweilige Projekt betreut.

„Die direkte Kommunikation zwischen IT und Fachanwendern ist der Schlüssel für den Projekterfolg“, weiß Darius Heisig. „Nur die Fachanwender können ihre Prozesse exakt beschreiben, aufzeigen, welche Daten sie benötigen und über welche Funktionalitäten das zu entwickelnde Tool verfügen muss. Deswegen ist es wichtig, neue Wege zu gehen und die künftigen Nutzer einer Lösung bei deren Entwicklung voll und ganz mit einzubeziehen. Und: Die hierzu benötigte Technik dazu existiert bereits.“

Robots imitieren Arbeitsschritte

„Während der Fachanwender an seinem Monitor zeigt, welche Daten er von wo, wie weiterverarbeiten muss, entsteht quasi schon eine Lösung. Denn einzelne Arbeitsschritte des Fachanwenders, etwa die manuelle Informationssuche und –auswahl, können von sogenannten Robots imitiert und automatisiert werden.

Dazu nutzt der Robot Web-Oberflächen, um die notwendigen internen und externen Daten - seien es ganze Kundenprofile, öffentlich zugängliche Produktinformationen oder einfach nur Data Snippets aus einer Service-Website - zu erfassen“, erklärt Darius Heisig.

Dieser Ansatz ist einfach und schnell aufgebaut, kann vollständig intern verwaltet werden und schafft einen neuen flexiblen Service.

Quellen-Update einfach gemacht

„Müssen neue Quellen hinzugefügt werden, so können diese flexibel angepasst werden. Dafür muss im kreierten Robot nur der Arbeitsschritt mit einigen Klicks hinzugefügt werden, den ein Nutzer zusätzlich manuell erledigen müsste“, so Heisig. „Interne IT und Fachanwender sprechen also die gleiche Sprache - die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Kapows Erfahrung in Hunderten von erfolgreichen Integrations-Projekten hat gezeigt, dass es mit Hilfe dieses Ansatzes möglich ist, die Implementierungszeit um mehr als ein Zwölffaches zu reduzieren. Durch den Wegfall des Mittelsmanns und der Förderung der direkten Interaktion zwischen IT und dem Fachanwender, erreichen wir ein neues Paradigma – sowohl auf Seiten der IT als auch auf Seiten der Fachanwender.“

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