Bitkom-Umfrage zu Technologietrends Deutsche Tech-Start-ups setzen 2026 auf KI und digitale Souveränität

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Einer Bitkom-Befragung zufolge dominiert künstliche Intelligenz das Technologiebild der deutschen Start-up-Szene – dicht gefolgt von Themen rund um Cybersicherheit und Datenhoheit. Das signalisiert eine Verschiebung hin zu souveränen, datenschutzkonformen Infrastrukturen.

Fast neun von zehn Tech-Start-ups sehen in KI den wichtigsten Technologietrend.(Bild:  © Art.disini – stock.adobe.com / KI-generiert)
Fast neun von zehn Tech-Start-ups sehen in KI den wichtigsten Technologietrend.
(Bild: © Art.disini – stock.adobe.com / KI-generiert)

Der Digitalverband Bitkom hat im Januar und Februar 2026 insgesamt 133 Gründerinnen und Gründer von Tech-Start-ups in Deutschland online befragt, welche Technologietrends das laufende Jahr prägen werden. Das Ergebnis: KI steht mit weitem Abstand an der Spitze – 86 Prozent der Befragten sehen künstliche Intelligenz als den bestimmenden Trend. Bemerkenswert ist jedoch, dass gleich drei Themen aus dem Bereich digitale Souveränität nahezu gleichauf auf den Plätzen zwei bis vier folgen.

Digitale Souveränität als Clusterthema

Cybersicherheit und Privacy Tech nennen 52 Prozent der befragten Gründerinnen und Gründer als prägenden Trend, souveräne Cloud- und Edge-Lösungen 51 Prozent und Data Sovereignty – also Technologien zur Wahrung der Datenhoheit – 50 Prozent. Die drei Themen lassen sich inhaltlich einem übergeordneten Cluster zuordnen: dem Streben nach technologischer Unabhängigkeit und kontrollierbarer Datenverarbeitung. Laut Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sei dies „ein deutliches Signal, dass Start-ups das Thema digitale Souveränität neben KI in den Mittelpunkt stellen“.

Autonome Systeme und Biotech im Mittelfeld

Mit etwas Abstand folgen autonome Systeme wie selbstfahrende Fahrzeuge oder Drohnen, die 44 Prozent der Befragten als Trendthema für 2026 einordnen. Dahinter reihen sich Biotechnologie und Gesundheitstechnologien einschließlich Bio-KI (31 %), Robotik (30 %) sowie Quantentechnologien (29 %) ein. Humanoide Roboter und Raumfahrttechnologien nennt jeweils etwa jedes vierte Start-up als relevant, Halbleiter- und Hardware-Innovationen wie neuromorphe Chips etwa jedes fünfte.

Deutlich seltener werden Umwelttechnologien (14 %), Blockchain (13 %) sowie Virtual und Augmented Reality (7 %) genannt. Das Schlusslicht bildet das Metaverse mit lediglich fünf Prozent.

Einordnung und Methodik

Die Ergebnisse erlauben laut Bitkom kein repräsentatives Bild der deutschen Start-up-Landschaft insgesamt, ergäben aber ein „aussagekräftiges Stimmungsbild“ für Tech-Start-ups. Befragt wurden ausschließlich Gründerinnen und Gründer, die Unternehmen mit technologischem Fokus leiten. Die Erhebung fand in den Kalenderwochen drei bis sechs des Jahres 2026 statt.

Bitkom nutzt die Befragungsergebnisse auch als gesamtwirtschaftliches Argument: Nach Angaben des Verbands entwickelten deutsche Start-ups sowohl im KI- als auch im Souveränitätssegment innovative Lösungen, die Wirtschaft und Verwaltung stärker einsetzen sollten.

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