Suchen

Mehr Effizienz durch flexibles Personal-Management Zukunftsstudie: Der Arbeitsplatz wird virtualisiert

| Redakteur: Katrin Hofmann

Immer weniger Büro-Arbeitsplätze – stattdessen Angestellte, die von überall Zugriff auf ihre Arbeitsumgebung haben: Folgt man den Ergebnissen einer Studie von Regus und Unwired, setzt sich schon heute zunehmend ein neuer Arbeitsstil durch.

Firmen zum Thema

Das klassische Büro wird schon heute immer häufiger teilweise in die Wolke verlagert.
Das klassische Büro wird schon heute immer häufiger teilweise in die Wolke verlagert.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Da die Auslastung eines Büros heute normalerweise nur 45 Prozent beträgt, sind ungenutzte Schreibtische in einer Welt, in der mobiles und flexibles Arbeiten allgemein als die effektivste und zukunftsfähigste Methode angesehen wird, nicht weiter sinnvoll“, ist Phillip Ross, Chief Executive Officer des Forschungsinstituts Unwired, überzeugt. Unwired versteht sich als Spezialist für die Zukunft der Arbeit. Der herkömmliche Kostenansatz, der von „einer Person pro Arbeitsplatz“ ausgeht, sei nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr gelte es, künftig „Arbeitsplätze bereitzustellen“.

Unwired und Regus, ein Anbieter flexibler Arbeitsplatz-Lösungen, die gemeinsam die Studie „VWork: Measuring the Benefit of Agility at Work“ durchgeführt haben, sprechen in diesem Zusammenhang von indiviuellen Arbeitsplätzen und einem kosteneffizienteren und flexibleren Arbeitsstil. „Entscheidend wird dabei sein, einen Kalkulationsansatz für die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes festzulegen, der über den üblichen Kostenansatz für Miete und Steuern für einen Arbeitsplatz in Qudratmetern hinausgeht,“ so Phillip Ross.

Mehr Equipment für Mobilität

Gemäß der Befragung unter weltweit 600 Führungskräften jedenfalls sind knapp 60 Prozent der Ansicht, dass wegen eines neuen Arbeitsstils der Bedarf an Büroräumen sinken wird. Lediglich sieben Prozent gehen davon aus, dass künftig mehr physische Arbeitsplätze benötigt werden.

Doch welche Auswirkungen wird dieses mögliche Szenario einer Arbeitswelt, in der der Arbeitsstandort – zumindestens für Bürotätigkeiten – flexibler gewählt werden kann, auf die IT haben? 79 Prozent der Untersuchungsteilnehmer antworteten, dass ihre Firma zunehmend Technik einsetzt, die Arbeit an jedem Ort ermöglicht. Dass es besonders die junge Generation sein könnte, die das flexiblere Arbeiten verlangt, davon sind 71 Prozent überzeugt. Diese gehen davon aus, dass die in den 80er- und 90er-Jahren Geborenen traditionelle Büros ablehnen.

Dass die Idee des neuen Arbeitsstils bei weitem mehr als nur ein Luftschloss ist, legt ein weiteres Ergebnis der Umfrage nahe: 62,5 der Firmen haben demnach diesen neuen Arbeitsstil bereits eingeführt. 59 gaben an, keine Probleme zu haben, auch außerhalb des Arbeitsplatzes effektiv zu arbeiten.

(ID:2051976)