Atlassian-Studie: Ressourcenbindung ohne Ergebnis Zombie-Projekte belasten deutsche Büroangestellte zu Jahresbeginn

Von Bernhard Lück 1 min Lesedauer

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Unabgeschlossene Projekte aus dem Vorjahr bremsen viele Beschäftigte beim Jahresstart aus. Einer Atlassian-Studie zufolge schleppten 43 Prozent der deutschen Büroangestellten sogenannte Zombie-Projekte ins neue Jahr. Mehr als die Hälfte hält KI-Unterstützung für einen möglichen Ausweg.

Zombie-Projekte werden scheinbar nie abgeschlossen, immer wieder angestoßen und verbrauchen Ressourcen, ohne Ergebnisse oder messbaren Nutzen zu liefern.(Bild:  © Zuhaib – stock.adobe.com / KI-generiert)
Zombie-Projekte werden scheinbar nie abgeschlossen, immer wieder angestoßen und verbrauchen Ressourcen, ohne Ergebnisse oder messbaren Nutzen zu liefern.
(Bild: © Zuhaib – stock.adobe.com / KI-generiert)

Als Zombie-Projekte bezeichnet Atlassian Projekte, die weder abgeschlossen noch offiziell eingestellt werden, jedoch kontinuierlich Ressourcen beanspruchen. Laut der im Dezember 2025 durchgeführten Studie blieben in 60 Prozent der deutschen Unternehmen erhebliche Teile der Projektarbeit zum Jahresende unvollendet – ein Rückstand, der sich zu Jahresbeginn weiter aufschichtet.

Die psychologischen Folgen für Mitarbeitende sind laut Erhebung messbar: 37 Prozent der befragten deutschen Büroangestellten fühlen sich durch stockende Projekte gestresst oder überfordert. Jeweils rund 31 Prozent berichten von sinkender Arbeitszufriedenheit bzw. nachlassender persönlicher Produktivität.

Auswirkungen auch auf Teamebene

Auf kollektiver Ebene zeigen sich ebenfalls Auswirkungen. 34 Prozent der Befragten geben an, dass Zombie-Projekte die Teameffizienz senken, weil Arbeit doppelt erledigt wird. 23 Prozent befürchten ein Burn-out im Team, ebenso viele berichten, dass Deadlines wichtigerer Vorhaben zugunsten der schleppenden Projekte gerissen werden.

Warum Projekte nicht beendet werden

Als Hauptgründe für das Fortbestehen nicht mehr zielführender Projekte nennt die Studie vor allem fehlende Kriterien und psychologische Hürden: 31 Prozent der Befragten wissen nach eigenen Angaben nicht, wann ein Projekt offiziell beendet werden darf. 30 Prozent scheuen den Abbruch, weil bereits erhebliche Zeit und Ressourcen investiert wurden. 29 Prozent geben an, den Projektabbruch mit Scheitern gleichzusetzen.

KI als Entscheidungshilfe

51 Prozent der deutschen Büroangestellten sprechen sich dafür aus, einen KI-Agenten einzusetzen, der bei der Einordnung hilft, welche Projekte weitergeführt und welche eingestellt werden sollten. Als besonders nützlich eingestufte Funktionen sind dabei die automatisierte Zusammenfassung verpasster Inhalte wie E-Mail-Verläufe oder Prioritätenänderungen (35 %), die KI-gestützte Erstellung realistischer Zeitpläne auf Basis von Kalenderdaten (32 %) sowie das automatische Extrahieren von To-dos aus E-Mails (32 %).

Methodik: Die Studie wurde von Atlassian in Zusammenarbeit mit Censuswide zwischen dem 8. und 16. Dezember 2025 durchgeführt. Befragt wurden weltweit 8.007 Büroangestellte aus sieben Ländern, darunter 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland.

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