09.03.2026
Handlungsempfehlungen aus Studie: Kommunen im Spannungsfeld von Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit
Auf der eGovernment Konferenz KOMMUNAL DIGITAL am 18. März 2026 präsentiert Irina Tate, Senior Alliance Manager Public Sector bei Yorizon, die Ergebnisse einer repräsentativen kommunalen Studie zusammen mit Handlungsempfehlungen - denn: Nur einer von fünf kommunalen Entscheider sieht die eigene Kommune gut auf Digitalisierung (18%) vorbereitet, bei KI ist es nur einer von zehn (9%). Die Agenda der Konferenz mit einer Übersicht zu den Vorträgen: https://www.egovkommunal.de
In den meisten kommunalen Verwaltungen herrscht Unsicherheit darüber, was sie bei den Zukunftsthemen Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit erwartet. Es fehlt entweder an Strategien und Zielsetzungen, oder der aktuelle Stand ist nicht bekannt – so die bundesweite repräsentative Studie, die im Auftrag des Cloudanbieters Yorizon vom Marktforschungsinstitut Civey unter 1.500 Entscheidungsträgern in kommunalen Verwaltungen durchgeführt wurde.
Zukunftsthemen vielfach ohne konkrete Ziele und Vorbereitung
So gab jeder vierte befragte kommunale Entscheider an (23,4%), keine bestimmten Zielsetzungen in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und KI-Nutzung zu haben. Jeder fünfte (19,5%) wusste nicht, ob es zu diesem Thema Zielsetzungen gab. Lediglich 18 % der Befragten sehen ihre Kommune gut auf die Digitalisierung vorbereitet, bei Nachhaltigkeitszielen bejahen dies 21% und bei KI sogar nur 9%.
KI-Nutzung im eher willkürlichen Versuchsstadium
Nicht einmal jeder Zehnte sieht sich gut oder eher gut auf die Nutzung von KI vorbereitet. Gleichzeitig gaben knapp 40% an, KI bereits im Einsatz zu haben bzw. damit erste Erfahrungen zu machen. Die meisten Kommunen befinden sich demnach noch im KI-Versuchsstadium, wenige haben konkrete Pläne für einen sicheren, breiten Einsatz. Doch diese aktuell eher willkürliche KI-Nutzung birgt vielfältige rechtliche und strategische Risiken, was den befragten kommunalen Entscheidern auch klar zu sein scheint – Datenschutzrisiken und fehlende Fachkompetenz werden als wichtigste kritische Aspekte genannt.
Bemerkenswert ist zugleich, dass die fehlende Standardisierung bei KI für die meisten kein Problem darstellt, hingegen die Abhängigkeit von externen Anbietern aber ein zentrales KI-Gegenargument ist. Dies verdeutlicht, dass hinsichtlich KI noch erheblich Aufklärungs- und Handlungsbedarf besteht. Denn gerade durch Standardisierung kann für KI-Anwendungen sichergestellt werden, dass eben keine Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern entstehen und damit auch Kostenfallen vermieden werden. Standardisierung ist zudem die zentrale Voraussetzung, um bei KI-Anwendungen grundlegend rechtliche und ethische Regelungen umzusetzen und zu kontrollieren.
Aufholbedarf bei Wissen um zeitgemäße IT-Lösungen
Insgesamt zeigt die Umfrage, dass die Sicht auf IT-Infrastrukturen in den Kommunen noch sehr vom klassischen Betrieb eigener Rechenzentren bestimmt ist. Zudem scheint Nachhaltigkeit in der IT aktuell bei vielen kommunalen Entscheidern noch eher einen „nice-to-have“ Status zu haben, bei den Kriterien zur Auswahl von Cloud-Rechenzentren spielt es eine untergeordnete Rolle. Etwas anders sieht es aus, wenn direkt gefragt wird: Knapp die Hälfte (45,9%) der an der Umfrage teilnehmenden kommunalen Entscheider würde Rechenzentrumsanbieter bevorzugen, wenn damit mehr Nachhaltigkeit in der IT verbunden wäre.
Die komplette Yorizon-Studie „Kommunen im Spannungsfeld von Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit“ steht zum Download zur Verfügung unter: https://yorizon.com/studie-2025
Über Yorizon
Die Yorizon GmbH & Co. KG ist Vorreiter für Green-IT Cloud-Computing-Lösungen und treibt die nächste Generation dezentraler Edge-Cloud-Services in Deutschland und Europa voran. Dabei bietet Yorizon mit Open-Source-Technologien eine Plattform für Digitale Souveränität und Künstliche Intelligenz, um unabhängige Lösungen für anspruchsvolle Enterprise-IT-Umgebungen sowie auch Kommunen mit höchsten Sicherheitsstandards zu realisieren.
Von der Gebäudearchitektur bis zum Technologie-Stack: Yorizon setzt auf ganzheitlich nachhaltige YEXIO Edge-Cloud-Rechenzentren, die in lokale regenerative Energieversorgungs- und Fernwärmesysteme eingebunden sind. Konzipiert, gebaut und betrieben werden die Rechenzentren von HOCHTIEF PPP Solutions.
Mit seiner „Channel-only“-Strategie richtet sich Yorizon an IT-Systemhäuser, Managed Service Provider (MSP), Value Added Reseller (VAR) sowie Software-as-a-Service-Anbieter (SaaS) und unterstützt flexibel Hybrid-, Multi- und Poly-Cloud-Architekturen. Das Portfolio umfasst Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS), verbunden mit einem innovativen Marktplatz für integrierte Microservices und Partnerprodukte.
Yorizon ist eine 100-prozentige Tochter der HOCHTIEF PPP Solutions mit Hauptsitzen in Berlin und Wien.
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