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Cloud-Services aus deutschen Landen Wolken über Ost-Westfalen

| Redakteur: Wilfried Platten

Der Cloud-Dienstleister Nionex will im Konzert der ganz Großen mitspielen. Die Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht.

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Viererbande: In den Quadranten tummeln sich die wichtigsten Cloud Service Provider
Viererbande: In den Quadranten tummeln sich die wichtigsten Cloud Service Provider
(Quelle: Experton Group)

Ost-Westfalen, da drängen sich unwillkürlich zwei Assoziationen auf: Erstens der Teutoburger Wald samt Hermann-Denkmal und zweitens ein nicht gerade unbedeutender Medienkonzern namens Bertelsmann. Und im Falle Nionex liegt man damit prompt zu 50 Prozent richtig. Der Cloud-Dienstleister hat zwar mit dem legendären Cherusker-Fürsten und Besieger des Römischen Reichs nichts zu tun, gehört aber als 100-prozentige Tochter zum Bertelsmann-Imperium.

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Der Bitkom hat ein jährliches Wachstum des Cloud-Geschäfts um 50 Prozent bis 2014 prognostiziert. Für den deutschen Markt filtert die Experton Group in seinem Market Insight „Cloud Vendor Benchmark 2012“ 109 relevante Cloud-Provider aus, von 350 insgesamt ermittelten Anbietern in diesem Umfeld. Nionex rangiert beim Thema Managed Cloud Services im linken oberen Quadranten. Das bedeutet: bei der Wettbewerbsstärke ist noch reichlich Luft nach oben, wobei angesichts der potenten Mutter die schwache Einstufung etwas überraschend erscheint, aber bei der Produkt-Attraktivität ist das Unternehmen mit vorne dabei.

Bleib im Lande...

Um möglichen Diskussionen über Sicherheitsrisiken und Datenschutzbestimmungen aus dem Wege zu gehen, betreibt das Unternehmen in Deutschland zwei hochverfügbare autarke Rechenzentren, die diverse Sicherheitsstandards (TÜV-IT, TSI V2.0 Level 2) erfüllen. Auch sie stehen beide in Ost-Westfalen, eines in Herford und eines in Gütersloh. Außerdem ist das Unternehmen Mitglied der EuroCloud Deutschland.

An den Bedürfnissen des deutschen Mittelstands sind auch die Service Level Agreements (SLAs), die Abrechnungsmodelle und die AGBs orientiert. Für die SLAs hat Nionex zwei vergleichsweise kurze, übersichtliche Standards entwickelt: einen für den 8x5-Support, also die achtstündigen Werktage pro Woche, und einen für den 24x7-Support, jeweils mit Reaktionszeiten von 15 Minuten (genereller Ausfall) bis nächster Werktag bei Ausfall unkritischer Funktionen. Diese beiden Vorlagen decken nach Angaben des Partner Account Managers Markus Siegert 99 Prozent aller Anforderungen ab.

Partner-Modell

Nionex beschränkt sich in seinem Geschäftsmodell für Partner auf das Backend: Application und Web Hosting, Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS).

Aktuell sucht das Unternehmen weitere interessierte Partner. Dazu gehören neben Systemhäusern und -integratoren auch Software-Hersteller und -Entwickler sowie Web-Dienstleister ohne eigene Rechenzentrums-Infrastruktur.

Das Geschäftsmodell sieht vor, dass ein Reseller gegenüber seinen Kunden als Komplettanbieter auftritt und lediglich die Hosting-Leistungen im Hintergrund nutzt. In den Diskussionen mit den Systemhäusern über das Thema Rabatte versus Provisionen hat sich herausgestellt, dass in der Mehrheit Rabatte bevorzugt werden. Daher erhalten sie in der Regel einen Nachlass von fünf bis acht Prozent auf die Preise der Serverinstanzen. Zusätzlich kann ein Systemhaus noch Provisionen kassieren, wenn es seinen Kunden in eine direkte Geschäftsverbindung zu Nionex vermittelt.

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