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Studie: Digitalisierung noch lange nicht etabliert

Wissen hinkt der digitalen Transformation hinterher

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Mangelhafte Kenntnisse

Innerhalb der Fertigungsunternehmen wird demnach mit 82 Prozent vor allem das digitale Handlungsfeld „Risk & Trust“ als sehr wichtig eingeschätzt. Im Dienstleistungssektor erhält „Innovation & Transformation“ mit 75 Prozent die höchste Einstufung, während bei der Informations- und Kommunikationstechnik fast alle Unternehmen (90 Prozent) „Smart Business Networks“ eine sehr große Rolle zusprechen. Jedoch hinken generell bei allen digitalen Handlungsfeldern die Kenntnisse hinterher: Über alle Bereiche hinweg befinden nur weniger als ein Drittel (31 Prozent) die eigenen Kenntnisse als sehr groß.

Folgende Fähigkeiten identifizierten die Teilnehmer in einer weiteren Detailanalyse ebenfalls als bedeutend: „Corporate Transformation Culture Management“ (offene und kommunikations-fördernde Unternehmenskultur), „Intelligent Partner Scouting“ (Identifikation geeigneter Netzwerkpartner), „Digital Delivery“ (digitale Bereitstellung vormals physischer Produkte), „Operate Control System Management“ (Steuerungssystem für Richtlinien und Unternehmensrisiken), Data Life Cycle Management (Bereitstellung nutzerrelevanter Informationen) sowie End-to-end-Integration und das Management von Standards.

Erfolgsbilanz

Wie es in der Studie heißt, sehen unter dem Strich knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten einen „positiven Wertbeitrag“ der eigenen Digitalisierungsaktivitäten. Rund ein Viertel konstatiere der digitalen Transformation jeweils einen „neutralen beziehungsweise einen negativen Wertbeitrag“. Dabei seien auch Unterschiede in den Einschätzungen von Gewinnern und Verlierern feststellbar:

Profiteure der Digitalisierung halten die Handlungsfelder „Risk & Trust“ und „Digital Information Management“ für deutlich wichtiger und weisen bessere Kenntnisse auf. Zudem stuften die erfolgreichen Digitaliesierer fast alle ihre Fähigkeiten zu „Innovation & Transformation“ deutlich höher ein als die „Verlierer“. Darüber hinaus wird bei den „Gewinnern“ eine „Digital Strategy“ als sehr wichtig erachtet.

„Die Ergebnisse zeigen, dass eine Digitalstrategie sowohl klassische IT-Handlungsfelder, kulturelle Aspekte und bereichsübergreifende Aktivitäten, die den Einsatz digitaler Innovationen evaluieren, beinhalten muss. Sicherer Informationsaustausch mit Kunden und Partnern und das Zusammenwachsen aus Lösungen unterschiedlicher Bereiche und Organisationseinheiten sind wichtige Merkmale einer erfolgreichen digitalen Transformation“, betont Patrick Schober.

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