Middleware-Strategie

„Wir machen IBM zu einem Service“

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Elke Witmer-Goßner

Mit Digital Experience meint die IBM-Managerin alle Interaktionen mit den Kunden und Partnern eines Unternehmens, also Web, Mobile und Social. „Für unsere Kunden ist es sehr wichtig, dass der Kunde ein einheitliches digitales Bild der jeweiligen Marke geliefert bekommt.“ Ein widersprüchliches Bild könnte zur Irritationen führen. Die Unternehmen wollen ihren Nutzern deshalb Self-Service Apps bereitstellen, die fix und fertig konfiguriert sind, leicht zu aktualisieren und mit anderen Kommunikationskanälen zu integrieren sind.

Da die IBM-Kunden unter dem Druck seitens der Megatrends Cloud, Big Data und Kundeninteraktion stehen, hat Wieck ihre Teams angewiesen, die Kunden mit entsprechenden IBM-Angeboten zu unterstützen. Die Strategie dafür stellt die Hybrid Cloud, Mobile First und offene Standards in den Mittelpunkt. „Dafür entkoppeln wir alle unsere Middleware-Services und -Produkte. Bislang handelte es sich dabei um on-premise installierbare Software, die in umfangreichen Paketen bereitgestellt wurde.“ Diese Art der Bereitstellung ist offensichtlich nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr hat IBM diese großen Software-Blöcke in Services aufgeteilt, die als Teil einer API-basierten Ökonomie konsumierbar sind.

Die API Economy

IBM-Partner können IBMs SaaS-Angebote auf verschiedene Art und Weise erwerben und vertreiben.
IBM-Partner können IBMs SaaS-Angebote auf verschiedene Art und Weise erwerben und vertreiben. (Bild: IBM)

Nun werden Programmierschnittstellen und offene Standards (OpenStack, CloudFoundry usw.) zu Entitäten von strategischer Bedeutung sowohl für IBM als auch für die Kunden. BlueMix umfasst als Platform-as-a-Service alle nötigen APIs und Services für DevOps, während größere Blöcke als Software-as-a-Service zu integrieren sind. Das ist beispielsweise im Hinblick auf den explodierenden Markt für das Internet of Things (IoT) von zentraler Bedeutung, denn dort laufen alle Services nur in der Cloud, um große Datenströme und zahlreiche Ereignisse skalierbar verarbeiten zu können. IBM bietet hierfür die IoT Foundation an. Wieck resümiert: „In einem Wort: Wir bieten IBM-as-a-Service an.“

Communities im Fokus

Aber die neuen, Service-orientierten Angebote richten sich an jeweils verschiedene Kundenkreise. „Es gibt verschiedene Communities“, zählt Wieck auf. „Die Entwickler wollen DevOps, die CIOs und Software Architects wollen Angebote, die eine Enterprise Platform unterstützen. Die dritte Community besteht aus den Operations Teams, die sich um den skalierbaren und ausfallsicheren IT-Betrieb kümmern.“ Die vierte Nutzergemeinde ist in den Fachbereichen zu finden, die immer wichtiger werden.

„Als Besitzer der Prozesse wollen die Fachbereichsmitarbeiter Agilität, Produktivität, niedrige Betriebskosten bei hoher Wertschöpfung“, resümiert Wieck. „Sehr wichtig ist ihnen die einheitliche Wahrnehmung ihrer Marke über diverse Kanäle hinweg.“ Deshalb investieren diese Nutzer hohe Summen in die Bereiche „Digital Experience“ (s.o.) und „Digital Transformation“.

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