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Weiterbildung in Zeiten der Krise Wie Unternehmen mit Cloud Learning das Beste aus sich herausholen

| Autor / Redakteur: Elton Schwerzel* / Elke Witmer-Goßner

Themen wie „New Work‟ und „agiles Arbeiten‟ sind in aller Munde. Die Corona-Krise deckte jedoch auf, dass beides in vielen Unternehmen höchstens als inhaltsloses Buzzword gebraucht wird: Während einige Unternehmen nahezu nahtlos weitermachen konnten wie bisher, scheiterten andere schon an der internen Kommunikation.

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Mitarbeiter, die aus welchen Gründen auch immer nicht vor Ort geschult werden können, bleiben über cloud-basierte E-Learning-Plattformen auf dem neuesten Wissensstand.
Mitarbeiter, die aus welchen Gründen auch immer nicht vor Ort geschult werden können, bleiben über cloud-basierte E-Learning-Plattformen auf dem neuesten Wissensstand.
(Bild: Talentsoft)

Ohne Frage gibt es Unternehmen, die die Chance ergriffen haben, um die Zeit für das Einführen neuer Lernprogramme genutzt haben. Bei vielen fiel die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter in dieser Ausnahmesituation jedoch hinten runter. Das hat nicht nur neue Wissenslücken geschaffen, sondern auch die bestehenden Defizite zusätzlich verstärkt, was ungeahnt schwere Folgen haben kann. Man stelle sich zum Beispiel vor, welchen Schaden ein Unternehmen eventuell davonträgt, wenn der IT-Verantwortliche aufgrund einer Notsituation seine Sicherheitsschulung verpasst und die internen Daten daraufhin nicht mehr ausreichend geschützt sind. Wer dies langfristig vermeiden und dafür sorgen will, dass alle Teams ihr volles Potenzial entfalten, für den führt kein Weg daran vorbei, die bestehenden Methoden kritisch zu überdenken.

Wer langfristig auf der Strecke bleibt

Die Relevanz von zeit- und ortsunabhängigen Cloud-Lösungen steigt stetig an – unabhängig von Krisensituationen wie beispielsweise der Corona-Pandemie. Das schließt natürlich auch das HR- und Talentmanagement nicht aus. Die Corona-Krise, die eine nahezu sofortige Umstellung auf agile und digitale Alternativlösungen dringend notwendig machte, ist deshalb als Trumpf zu verstehen. Um trotz aller Widrigkeiten handlungsfähig zu bleiben, waren Personaler gezwungen, die Prozesse zu hinterfragen, die als fester Bestandteil in ihren Arbeitsalltag integriert und teilweise kaum wegzudenken waren.

Innerhalb eines Unternehmens gibt es oftmals eine Vielzahl an Educational Trainings, die einmalig oder auch in wiederkehrenden Abständen absolviert werden müssen. L&D-Teams planen Weiterbildungskurse in der Regel Monate im Voraus. Um dem geplanten Ablauf einen Strich durch die Rechnung zu machen, braucht es jedoch nicht unbedingt einen Virus, der sich global ausbreitet. Auch weniger bedrohliche Faktoren wie beispielsweise ein ausgefallener Zug können dafür sorgen, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter nicht vor Ort an seiner Ausbildung teilnehmen kann. Den versäumten Stoff nachzuholen, fällt nicht selten unter den Tisch. Was zurückbleibt, sind Wissensdefizite, die sich nicht ohne Weiteres aufholen lassen.

Vollautomatisch ungeahntes Potenzial entfalten

E-Learning hat das Potenzial, diese Lücke zu schließen. Dies wurde nicht zuletzt durch die Millionen von Schülerinnen und Schülern bewiesen, die sich während der Schulschließungen mit Hilfe digitaler Tools wie Sofatutor oder Simpleclub den Stoff selbst aneignen mussten. Dasselbe ist auch bei der Aus- und Weiterbildung von Unternehmensmitarbeitern möglich. Für gut funktionierende Teams ist es unabdingbar, dass alle einen einfachen Zugriff auf Informationen haben. Und: Wer Unterstützung dabei erfährt, sein volles Potenzial zu entfalten, erbringt nicht nur eine bessere Leistung, sondern weiß diese Möglichkeit zu schätzen und bleibt seinem aktuellen Arbeitgeber vielleicht sogar länger erhalten. Für Unternehmen ist das eine gute Möglichkeit, um sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, denn der „War for Talent“ ist in den meisten Branchen anhaltend groß.

Um jedem dasselbe Maß an Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen, liegt es in der Verantwortung von HR- und Talentmanagern, jedes Medium, das den Bedürfnissen der Mitarbeiter entgegenkommt, zur Verfügung zu stellen. Cloud-Plattformen bieten dabei die notwendige Grundlage, um Informationen agil zur Verfügung zu stellen oder bei Bedarf zu aktualisieren. Learning Management Systeme (LMS) oder Learning Content Management Systeme (LCMS), also eine Kombination aus Wissensmanagement- und E-Learning-System, wurden speziell dafür entwickelt, um Lernprozesse im E-Learning zu unterstützen und Lernmaterialien sowie Nutzerdaten zu verwalten. Kurse können angelegt, Materialien hochgeladen, Kommunikationswerkzeuge aktiviert und einzelne Mitarbeiter oder Teams für diese Elemente freigeschaltet werden.

Doch diese E-Learning-Plattformen können auch dabei helfen, die Kontrolle über Zeitpläne und Kosten zu behalten. Bisher geschieht vieles von dem auf Zuruf. Das Bezahlen von Rechnungen wird vergessen und der Mehrwert, den eine Social-Media-Schulung der Auszubildenden für das ganze Unternehmen bedeuten könnte, wird schlichtweg übersehen. Mithilfe von Cloud-Plattformen, die sich individuell an den E-Learning-Bedarf eines Unternehmens anpassen lassen, kann dies vollautomatisch gesteuert werden. Das spart dem HR- und Talentmanagement wichtige Ressourcen ein – beispielsweise für den persönlichen Kontakt, der durch digitale Tools niemals ersetzt werden kann.

Kommunikation ist und bleibt das A und O

Um einen neuen, digitalen Weg einzuschlagen, der notwendig ist, um auf lange Sicht nicht den Anschluss zu verlieren, müssen grundsätzlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Reise mitgenommen werden – vom Teamleiter bis zum Praktikanten in der Poststelle. Nicht nur, weil jeder Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter über unterschiedliche Skills verfügt, was neue Systeme betrifft. Dem 60-jährigen Pförtner fällt es womöglich nicht so leicht, sich einen Zugang zu E-Learning-Methoden zu verschaffen, wie dem frisch von der Uni kommenden Trainee. Wer nicht nur umsatteln, sondern auch auf allen Ebenen von dem potenziellen Mehrwert profitieren will, muss bei Bedarf jeden Einzelnen an die Hand nehmen. Auch, weil die Angestellten häufig gar nicht wissen, welches Talent in ihnen verborgen liegt.

Im Falle einer Krise lässt sich mit Kursen zu Themen wie Homework, Selbst- oder Stressmanagement oder effektive Zusammenarbeit in Teams schnell und flexibel reagieren. Die Schlüsselrolle, die die L&D-Abteilungen während dieser Krise gespielt haben, bietet ihnen die Möglichkeit, sich stärker in die künftigen strategischen Projekte ihres Unternehmens einzubringen. Die Ausbildungsabteilung sollte nicht erst dann aktiv werden, wenn diese Projekte bereits initiiert und in Angriff genommen wurden; im Gegenteil, sie wird im Vorfeld der Projekte ihre volle Rolle bei der Realisierung wirksamer Ausbildungs- und Unterstützungswege für alle betroffenen Mitarbeiter wahrnehmen. So können sie zu einem „echten“ Geschäftspartner werden, der signifikant zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Die Corona-Krise war so gesehen ein wichtiger Initiator, der den Finger mitten in die Wunde gelegt und die Notwendigkeit von agileren Systemen dadurch deutlich gemacht hat. Das Virus hat vieles, das jahrelang auf der Hand lag, vorangetrieben. Doch das Bereitstellen von Informationen und Weiterbildungsprogrammen allein reicht nicht aus: Eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes belegte 2019, dass viele Unternehmen zwar entsprechende Maßnahmen anbieten, diese aber nicht von allen genutzt werden.

Elton Schwerzel, Talentsoft GmbH.
Elton Schwerzel, Talentsoft GmbH.
(Bild: © Frank Metzemacher)

Auffällig ist dabei die Tatsache, dass mit der Unternehmensgröße die Teilnahmequoten sinken. Am größten ist die Diskrepanz bei mittelständischen Firmen mit einer Beschäftigtenzahl von 250 bis 499: Hier gaben knapp 98 Prozent der Unternehmen an, Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten, aber nur gut ein Drittel der Angestellten nimmt diese Möglichkeit auch tatsächlich wahr.

Das veranschaulicht, wie wichtig es ist, jeden – vom Security-Mitarbeiter bis zur Chefetage – dazu zu ermutigen, die bereitgestellten Programme auch tatsächlich zu nutzen. Ohne die Gewissheit, dass es ausdrücklich erwünscht ist, sich die Zeit für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung zu nehmen, kann auch das beste LMS nicht viel nutzen.

* Der Autor Elton Schwerzel ist Regional Director DACH bei Talentsoft.

Ergänzendes zum Thema
E-Learning mit Talentsoft

Das Modul Learning von Talentsoft ist flexibel anpassbar und überzeugt mit einer nutzerfreundliche Arbeitsoberfläche, die eine schnelle Einarbeitung ermöglicht.

Folgende Bereiche werden u.a. abgedeckt:

  • Individuelle Weiterbildung.
  • On-demand-Katalog und integrierte Schulungsmarktplatz.
  • Lern-Communitys, virtuelle Videochats und Gamifizierung.

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