Anbieter von Software-defined Networking im Vergleich

Wettrüsten für die virtualisierten Netzwerke der Zukunft

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Florian Karlstetter

OpenFlow-basierter SDN-Controller von IBM

IBM gehört zu den Taufpaten der OpenNetworking Foundation und war der erste Hersteller, der OpenFlow 1.0 in einem 10 Gb Ethernet Switch anbot. Dieser IBM RackSwitch G8264 (und die leistungsstärkere Version G8264T), so Charles Ferland, Leiter IBM System Networking, "ist ideal für hochperformante Rechner-Cluster und Finanzanwendungen, bei denen die Latenzzeit sehr niedrig sein muss." Der G8264 unterstützt IBM Virtual Fabric, was die Reduktion der I/O-Adapter auf einen einzigen Dual-Port-10-Gb-Adapter erlaubt.

Weitaus relevanter im Hinblick auf SDN ist jedoch der IBM Programmable Network Controller (IBM PNC). Der Open-Flow-basierte SDN-Controller bietet nach Ferlands Angaben die zentralisierte Steuerung des Netzwerk-Traffics und unbegrenzte Mobilität von VMs - eigentlich Selbstverständlichkeiten. Ebenso selbstverständlich: Die Software überwacht und steuert fortwährend die Netzwerktopologie und den virtualisierten Traffic. Das Netzwerk-Fabric lässt sich in Multi-tenant-Umgebungen (Subnetze, Zonen) aufteilen. Auch dies wird von VMwares SDN-Konzept standardmäßig unterstützt.

"IBM investiert in ein umfassendes SDN-Portfolio", erläutert das Marktforschungsunternehmen Clabby Analytics. "Dazu gehört DOVE, also Distributed Overlay Virtual Ethernet, und ein DOVE Connectivity Service." Mit diesem DOVE Service ließen sich nicht nur automatisch massenhafte Virtualisierungen vornehmen, sondern auch benutzerdefinierte "Patterns" für Pure Systems bilden, die Anwendungen konfigurieren und sich auf andere Anwendungen übertragen lassen.

Virtual Application Network von HP

"HP hat Anfang Oktober 2012 eine umfassende SDN-Strategie vorgestellt, die alle Netzwerkebenen abdeckt. Hierzu gehören SDN-Switch-Software, -Controller und -Applikationen", berichtet Axel Simon, Program Manager bei HP Networking. "Vom SDN-Controller aus betrachtet, wird die Infrastruktur durch das Open-Flow-Protokoll gesteuert (südwärts). Nach oben (nordwärts) erfolgt die Anbindung an Cloud-Applikationen, Open Stack sowie Applikationen für Netzwerkfunktionen wie beispielsweise Load Balancing und Security." HPs SDN-Lösung sei herstellerübergreifend und unterstütze somit ein Partner-Ökosystem.

Bisher unterstützen 25 Switches, darunter neun Switches der Reihe HP 3800 OpenFlow. Gesteuert wird das VAN mit dem neuen HP VAN SDN Controller. "Über dessen APIs können externe Entwickler kundenspezifisch angepasste Unternehmensanwendungen in das Netzwerk integrieren", so Axel Simon. Das Kernforschungszentrum CERN entwickelt mit dem Controller eine Anwendung zur Lastverteilung. Die neue Software HP Virtual Cloud Networks soll beim Bereitstellen entsprechender Services helfen, und HP Sentinel Security soll jedes VAN schützen.

Durch die HP SDN-Technik soll die Provisionierung von Exchange Servern erheblich beschleunigt werden können. "Im Innovation Test Center von HP in Italien wurde im Rahmen eines Assessments nachgewiesen, dass Anwendungsbereitstellungen, die traditionell zwei Wochen benötigen, innerhalb weniger Minuten provisioniert werden konnten", berichtet Axel Simon. Dies ist genau der Sinn und Zweck des SDN-Konzepts.

„HP ist aktuell das einzige Unternehmen, das Kunden eine komplette Software-Defined-Networking-Lösung bietet, die manuelle Konfigurationsaufgaben durch eine einzige Steuerebene automatisiert – von der Hardware über die Software bis hin zu Applikationen“, behauptet Bethany Mayer, General Manager von HP Networking. Der HP Virtual Application Networks SDN Controller und HP Virtual Cloud Networks Application sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2013 weltweit verfügbar sein.

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