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Smartfacts, das "Facebook" für Modelle Werkzeug- und formatunabhängige Analyse von Modelldaten

Redakteur: Ulrike Ostler

Kein Zweifel: In den diversen Modellen, die in einem Unternehmen existieren, steckt jede Menge Wissen. Doch wie können Mitarbeiter dieses Wissen verstehen? Und wie lassen sich die Modelle, die von unterschiedlichen Leuten mit verschiedenen Tools erstellt wurden, miteinander verquicken, so dass das Wissen geborgen und sich vermehren kann? Die MID GmbH will mit „Smartfacts“ diese Probleme lösen.

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In den Modellen, die im Unternehmen separat, nebeneinander existieren, stecken wertvolle Informationen. Doch lässt sich das Potenzial nicht ausschöpfen, weil unterschiedliche einer gemeinschaflichen Auswertung im Weg stehen.
In den Modellen, die im Unternehmen separat, nebeneinander existieren, stecken wertvolle Informationen. Doch lässt sich das Potenzial nicht ausschöpfen, weil unterschiedliche einer gemeinschaflichen Auswertung im Weg stehen.
(Bild: MID GmbH)

Die Nürnberger MID GmbH, Anbieter des Modellierungs-Tool „Innovator“ für Geschäftsprozesse, Daten- und IT-Architekturen, stellt will demnächst mit einem ganz neuen, ja neuartigen Dienst auf den Markt gehen, mit „Smartfacts“. Mit diesem sollen sich Modelle aller gängigen Modellierungswerkzeuge in der Cloud integrieren lassen. Gepaart ist das Ganze mit eine „Goopgle-ähnlichen Suchfunktion“ sowie mit „Collaboration-Features“.

Bisher nur ein Traum: Einfach die Informationen, die in den diversen Modellen stecken, die mithilfe verschiedener Werkzeuge erstellt wurden, verbinden und nutzen.
Bisher nur ein Traum: Einfach die Informationen, die in den diversen Modellen stecken, die mithilfe verschiedener Werkzeuge erstellt wurden, verbinden und nutzen.
(Bild: MID GmbH)

Nach Angaben von Geschäftsführer Jochen Seemann gibt es so etwas noch gar nicht. Man habe daher „eine große Nachfrage“ im Markt gespürt. „speziell von großen Kunden“. Derzeit integriert der Dienst die gängigen Modellierungswerkzeuge wie „Aris“, „Sparx Enterprise Architect“, „Visio“ und „MID Innovator“ auf Ebene der Modelldaten sowie der Diagramme.

Seinen Ausführungen zufolge adressiert Smartfacts ein Schlüsselproblem, das heute alle großen Unternehmen und Organisationen haben: die Werkzeugvielfalt. Unternehmen verfügen über eine große Anzahl an Geschäftsprozessen, Daten- und Architekturmodellen.

Die Aufgabenstellung

Diese Metadaten bilden das digitale Rückgrat eines jeden Unternehmens. Sie sind die Grundlage für Flexibilität und Effizienz von Abläufen.

Doch Problem 1: Die Daten werden unabhängig voneinander in unterschiedlichen Abteilungen und mit verschiedenen Tools gepflegt. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass 53 Prozent der Unternehmen mehr als ein Tool für die Erstellung von Modellen nutzen, und 69 Prozent davon mehr als drei. Somit erhalten nur wenige Mitarbeiter und zwar nur in Teilbereichen Zugang zu diesen wertvollen Informationen.

Denn Modell- und formatübergreifende Aspekte können von Werkzeugen bis heute nicht verarbeitet werden. Als Folge verlieren Fachanwender oft einen großen Teil ihrer Arbeitszeit mit der aufwändigen, teils manuellen Suche nach Informationen. Intransparenz, Ineffizienz und schlechte Design-Reuse-Quoten sind das Ergebnis.

Problem 2: Die im privaten Umfeld bekannten Mechanismen des „Liken“, „Sharen“ und der Stichwort sowie Kontext-Suche fehlen völlig. Das MID-Tool bringt eine Suchfunktion sowie die Kollaborationseigenschaften mit. So lassen sich mithilfe einer Google-ähnlichen Suche Details von Modellen recherchieren und sich per Tablet, Smartphone oder im Browser abrufen.

Mächtig im Hintergrund, einfach in der Handhabung

Das soll sicherstellen, dass Informationen äußerst einfach und schnell zwischen dem Fachbereich und der IT-Abteilung fließen und in konsistent zur Verfügung stehen. Laut Seemann zieht Smartfacts quasi eine Ebene oberhalb der individuellen Tools ein, auf der die Recherche und Zusammenarbeit möglich wird. „Wir bieten ein großes, mächtiges Produkt, in das all unser Wissen um ein Modellierungswerkzeug eingeflossen ist, dass aber völlig unkompliziert und ohne jeweiliges Tool-Wissen bedient werden kann. Zwei Drittel unserer Entwickler arbeiten inzwischen an Smartfacts.“

Der Nutzen von vorhandenen Modellierungs-Tools wird durch Funktionalitäten wie effiziente Versionierung (Nachverfolgung von Modelländerungen) und Traceability (Auswirkungen von Änderungen) erweitert und erhöht. Smartfacts könne so in IT- Transformationsprozessen und komplexen Innovationsprojekten dazu beitragen, Tempo und Effizienz nachhaltig zu verbessern.

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