Suchen

Visionen und Handfestes zur „Social Revolution“ Wenn der Cola-Automat twittert

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Nur ein Hauch der Gigantonomie einer Dreamforce in San Franciso wehte über der Cloudforce-Tour-Auftaktveranstaltung in München. Keine 90.000, doch immerhin rund 1.500 Teilnehmer kamen zur ersten Cloudforce-Show dieses Jahres ins ICM auf dem alten Flughafengelände in Riem.

Firmen zum Thema

Laute Musik und schrullige Männchen machten Laune auf die große Cloudforce-Show.
Laute Musik und schrullige Männchen machten Laune auf die große Cloudforce-Show.
(Bild: ewg)

In 12 Städten macht die Cloudforce-Tour innerhalb der nächsten 12 Monate in Deutschland, Österreich und der Schweiz Halt. Und bei jedem Stopp zeigen Unternehmen, wie sie ihr Geschäft mit Hilfe sozialer und mobiler Cloud-Technologien verändern, um es dem sozial vernetzen Zeitalter anzupassen.

Business is social

Während der Dreamforce in San Francisco hatte Salesforce.com die Richtung vorgegeben: Neben den bisherigen Cloud-Angeboten für CRM, den internen Informationsaustausch in Form der Collaboration-Lösung Chatter und der Entwicklungsplattform Force wandern weitere Anwendungen wie Marketing und Vertrieb in die Wolke.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Hinter der Strategie – erläuterte Deutschlandchef Schreiner nun in München – stand die Frage: „Warum soll man nur über Kunden reden und nicht lieber mit ihnen?“ Die consumergetriebenen social networks seien doch schon längst im Business angekommen. Nun gelte: „Business is social“. Künftig würden sich also Mitarbeiter, Partner, Kunden und sogar Produkte vernetzen, Wissen teilen und den gleichen Brand-Spirit vermitteln.

Die neue „Business-is-social“-Strategie des selbsternannten No-Software-Unternehmens und Cloud-Vorreiters ruht also auf den Produkt-Säulen Sales und Service Cloud, Marketing Cloud, Chatter sowie den Salesforce-Plattformen Force.com, Heroku und AppExchange.

Inspirationen aus der Praxis

In München hatten Vertreter von Vodafone, Deutsche Post DHL, General Electric, Coca-Cola und des Touring Club Schweiz während der Keynote Gelegenheit, die praktischen Umsetzungen, aber auch ihre Visionen für ein neues „social business“ für ihr Unternehmen zu präsentieren.

So stellte der Leiter des größten Schweizer Automobilclubs Touring Club Schweiz (TCS), Ernest Gmünder, ein in Zusammenarbeit mit Capgemini umgesetztes Projekt (siehe Kasten) während der Keynote-Session vor. Am Beispiel der klassischen Reifenpanne zeichnete er seine Vision der optimalen Mitgliederbetreuung über alle Kommunikationskanäle hinweg: Mit Hilfe der Salesforce Service Cloud sind die Service Agenten künftig auch über Social-Media-Aktivitäten der Club-Mitglieder informiert. Erkundigt sich beispielsweise ein havarierter Autobesitzer über ein soziales Netzwerk, wie weit er mit dem vorhandenen Notrad fahren darf, kann sich der TCS-Servicemitarbeiter in den Dialog einschalten, seine Hilfe anbieten, das Mitglied auf seinem Handy kontaktieren, die nächste Reifenwerkstatt empfehlen und im Idealfall sogar sofort einen Reparaturtermin vereinbaren.

(ID:36342780)