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Umfrage von IDC in deutschen Unternehmen Welche Big-Data-Lösungen schon heute eingesetzt werden

| Redakteur: Katrin Hofmann

Im Rahmen einer Studie hat IDC festgestellt, dass schon heute viele Big-Data-Lösungen im Produktiveinsatz sind. Die Nutzung sei überraschend hoch.

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Die meisten Pläne gibt es für ECM.
Die meisten Pläne gibt es für ECM.
(IDC)

Im Rahmen der Studie „Big Business dank Big Data? Neue Wege des Datenhandlings und der Datenanalyse in Deutschland 2012“ hat das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC im September 2012 eine Befragung unter 254 deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern durchgeführt. Ziel der Untersuchung war es, die aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätze für das neue IT-Paradigma Big Data zu untersuchen.

In Memory dominiert im Produktiveinsatz

Ein zentraler Punkt in der Diskussion um Big Data sind die Lösungsansätze und Technologien, die genutzt werden, um einen höheren Business-Wert aus den Daten zu ziehen. Ein Blick auf die Grafik zeigt, welche Ansätze die befragten Unternehmen derzeit verfolgen. Es fällt auf, dass schon viele der zur Abfrage gestellten Lösungen im Produktiveinsatz sind. Das überrascht, denn die Zahlen sind sehr hoch.

Im Detail zeigt sich: 35 Prozent der Befragten nutzen In-Memory-Datenbanken. Verschiedene große Hersteller bieten hier mittlerweile Lösungen an. Für Anwender dürfte somit interessant sein, eine Lösung von einem „Trusted Brand“ zu beziehen. Das Halten der Daten im Hauptspeicher und die damit verbundenen kurzen Zugriffszeiten sind für viele Unternehmen ein deutlicher Zeitgewinn in der Datenverarbeitung und Analyse. In Memory kann in Kombination mit anderen Ansätzen und Technologien einen deutlichen Nutzen für die Anwender generieren, beispielsweise als Appliance oder mit massiver paralleler Datenverarbeitung.

ECM und HPC auch häufig verwendet

Enterprise Content Management (ECM) ist bei 34 Prozent der Befragten im Produktiveinsatz. Wenngleich ECM bisher nicht zu den typischen Big-Data-Ansätzen gezählt worden ist, darf es aber unter einer gesamtheitlichen Betrachtung von Informations-Management nicht vernachlässigt werden.

Mit ebenfalls 34 Prozent der Nennungen hat auch High Performance Computing einen signifikanten Stellenwert. Allerdings ist hier der Ansatz zur Bewältigung großer Datenmengen anders gelagert, indem spezielle Lösungen in Verbindung mit klassischen Supercomputern für individuelle Anwendungsfälle genutzt werden.

Das aktuelle Verständnis von Big Data setzt hingegen auf Standard-Infrastruktur und neue beziehungsweise erweiterte Datenarchitekturen und Datenbanken.

Alle aufgeführten Technologien werden auch in den nächsten 24 Monaten vorangetrieben, insbesondere von den Unternehmen, die dort bisher noch nicht aktiv sind.

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