IBM kooperiert mit Apple

Wearables: Datensammelstelle und Versicherungs-Traum

Seite: 2/2

Firma zum Thema

Frohlocken bei Versicherern

Wie die Süddeutsche Zeitung bereits im November berichtete, „setzt der europäische Versicherer Generali künftig auf die elektronische Kontrolle von Fitness, Ernährung und Lebensstil“. Und weiter: „Kunden werden Gutscheine und Rabatte bei Prämien gewährt, wenn sie gesund leben. Dazu übermitteln sie der Generali über eine App regelmäßig Daten zum Lebensstil“.

Dieses Modell beruht auf Freiwilligkeit. Und so wie es aussieht, sind Millionen von Anwendern gerne bereit, ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Das Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung IFABS hatte Ende des vergangenen Jahres 112 Geräte-Nutzer gefragt, ob sie bereit wären, ihre Daten über die persönliche Auswertung hinaus zur Verfügung zu stellen. 81 Prozent würden diese für Hausärzte freigeben, 67 Prozent für Krankenkassen. Bei allen anderen Optionen (Forschung, Geräte-Hersteller, Patientenportale, Pharmazie) überwog allerdings noch die Verneinung der Weitergabe.

So weit, so gut. Doch für alle die Anwender, die ihre Daten nicht weitergeben oder überhaupt kein Wearable anlegen möchten, könnte es künftig teuer werden. Dann nämlich, wenn Versicherungen ihre Tarife für alle Daten-Spender günstig machen und für den Rest kräftig aufschlagen.

Doch es sind nicht nur Wearables, die für immer mehr gläserne Kunden sorgen. Autos speichern bereits Daten in Hülle und Fülle. Versicherer haben hier bereits Modelle im Portfolio, bei denen die Kunden deutlich sparen, die sich eine Blackbox in ihr Fahrzeug einbauen lassen.

(ID:43329228)

Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin