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Der BVDW hat nachgehakt Was Firmen auf Social-Media-Plattformen treiben

| Redakteur: Katrin Hofmann

Kaum beachtet oder als Grundlage für die Marktforschung genutzt? Wie weit die Social-Media-Aktivitäten von Firmen tatsächlich gediehen sind, danach hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft gefragt.

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Kunden aktiv einzubeziehen ist noch kein Standard.
Kunden aktiv einzubeziehen ist noch kein Standard.
(BVDW)

Unternehmen, die Social Media stiefmütterlich behandeln, könnten künftig im Wettstreit um die Kundengunst immer häufiger den Kürzeren ziehen. Denn die meisten Firmen (78 Prozent) haben schon heute eine Strategie für ihre Social-Media-Aktivitäten. Davon verfolgen 43 Prozent den ganzheitlichen Ansatz einer Unternehmensstrategie, während 35 Prozent eine abteilungsbezogene Social-Media-Strategie haben. Wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) in einer Umfrage unter Betrieben verschiedener Branchen außerdem herausgefunden hat, wollen 69 Prozent der Unternehmen, die derzeit ihre Social-Media-Aktivitäten noch nicht konsequent planen, langfristig eine übergeordnete Strategie einführen.

Der BVDW spricht von einer „Professionalisierung von Social Media“. Zwar sind derzeit nach wie vor die Unternehmensbereiche Marketing und Public Relations die treibenden Kräfte. So spielen unter anderem die Personalabteilung, der Vertrieb und die Nutzung der Plattformen für die Marktforschung bei der strategischen Planung weiterhin eine untergeordnete Rolle.

Zunkunftsmusik

Künftig könnten jedoch mehr Abteilungen auf den Plattformen aktiv sein, so der Verband. „Social Media wird künftig nicht mehr die alleinige Aufgabe von Public Relations oder Marketing sein. Vielmehr müssen alle Fachbereiche wie die Personalabteilung, der Vertrieb und natürlich auch der Kundenservice in den Prozess mit einbezogen werden. Wie bei jeder Kommunikationsmaßnahme sind klare Zieldefinitionen Voraussetzung für die Bewertung einer Social-Media-Strategie, verbunden mit einem Mehrwert für alle Abteilungen“, sagt Ingo Notthoff von T-Systems, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Als Hürden beim Umgang mit Social Media nannten die Befragten Ressourcen-Mangel, Datenschutzbedenken und eine fehlende interne Zusammenarbeit. □

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