Effizienz, Produktivität, Datensicherheit, Kosten Was eine Cloud-Migration alles bewirken kann

Autor / Redakteur: Pawel Walczysko* / Elke Witmer-Goßner

Die weltweite Corona-Pandemie hat zu einem Digitalisierungsschub bei zahlreichen Unternehmen geführt. Hierzu trägt auch die umfangreiche Umstellung auf Remote Work bei. Dennoch herrscht Skepsis darüber, Cloud-Services in die eigenen Unternehmensabläufe zu integrieren – trotz vieler Vorteile.

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Durch eine Migration in die Cloud können Unternehmen maßgeblich dazu beitragen, dass ihre kritischen Geschäftsdaten geschützt werden, und nebenbei noch Kosten einsparen.
Durch eine Migration in die Cloud können Unternehmen maßgeblich dazu beitragen, dass ihre kritischen Geschäftsdaten geschützt werden, und nebenbei noch Kosten einsparen.
(Bild: ©Pixels Hunter - stock.adobe.com)

Eine Umfrage des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) zeigt, dass Unternehmen zunehmend in Technologien investieren, die den Arbeitsplatz und die Arbeitsweisen und -interaktionen neugestalten. Die hierfür grundlegenden Technologien – wie zum Beispiel Cloud Computing – sind zu einem festen Bestandteil der Unternehmens-IT geworden, wie eine Studie von PwC Deutschland und ISACA Germany Chapter e.V. zeigt.

Cloud Computing und Kostensenkung

Einige Unternehmen sind jedoch nach wie vor skeptisch, wenn es um die Migration ihrer digitalen Ressourcen in die Cloud geht. Mit Blick auf bereits bestehende Infrastrukturen und interne IT-Abteilungen, die den Betriebsabläufen zu Grunde liegen, sehen sie es als mitunter schwierig an, die Vorteile der Cloud-Nutzung in ihren Workflows umzusetzen.

Unabhängig davon hat die Corona-Pandemie die Bedeutung des Cloud Computings in den Fokus gerückt. Durch cloud-basierte Software konnten die Mitarbeiter der Unternehmen nahtlos auf das mobile Arbeiten umsteigen. Die Migration von IT-Ressourcen und lokalen Anwendungen in eine Cloud-Umgebung ermöglicht es den Unternehmen ihre Kapazitäten flexibel zu skalieren, um besser auf volatile Bedingungen zu reagieren.

Der beispiellose Digitalisierungsschub im Zuge der Pandemie unterstreicht die zunehmende Notwendigkeit, Cloud Computing in die eigenen Unternehmensabläufe zu integrieren. Demgegenüber steht oftmals ein gewisses Maß an Unsicherheit, insbesondere, wenn es um Kostengesichtspunkte geht. Vor diesem Hintergrund bleibt festzuhalten, dass Cloud Computing letztlich positiv auf die Senkung der Betriebskosten einzahlt.

Cloud-Implementierung kostet weniger

Die Einrichtung und Verwaltung eines Rechenzentrums sind mit Blick auf Ausstattung, Wartung und Personal unter Umständen kostenintensiv. Demgegenüber ist das Cloud Computing oftmals kosteneffizienter – und effektiver umzusetzen. Eine Studie des Forschungsunternehmens Gartner zeigt, dass sich der Markt von Public Cloud Anwendungen weiter ausdehnen wird.

Wenn Unternehmen mit der Migration in die Cloud beginnen, wählen sie zunächst die richtigen Dienste für ihr Unternehmen in Bezug auf die Anzahl der Nutzer, den Speicherplatz und die Funktionen aus. Da der gesamte Infrastrukturbedarf von einem Cloud-Anbieter zu einem Festpreis abgedeckt wird, sind keine Vorabinvestitionen erforderlich. Jedes Unternehmen prüft die Cloud-Leistungen hinsichtlich seiner individuellen Anforderungen. Objektiv betrachtet lässt sich feststellen, dass eine Verlagerung in die Cloud zu deutlichen Einsparungen führt. Eine Studie des Beratungsunternehmens Accenture hebt hervor, dass Praxis-Projekte gezeigt haben, dass Unternehmen bei einer Migration in die Cloud zwei Fünftel der gesamt anfallenden Betriebskosten einsparen können.

Perspektivisch gestalten sich auch die Wartungskosten niedriger. Ein Cloud-Anbieter ist hinsichtlich der Wartungskosten mit anderen Dienstleistungsunternehmen vergleichbar. Alle anfallenden Wartungskosten sind bereits über die entrichteten Gebühren gedeckelt, sei es im Zusammenhang mit Hardware, Software, Infrastruktur, Monitoring oder Instandhaltung.

Verbesserte Produktivität bei weniger Personal

Cloud-Lösungen ermöglichen es Unternehmen, flexibler und kollaborativer zu werden. Dies wirkt sich positiv auf die Produktivität aus. Die Nutzung bestimmter Cloud-Computing-Technologien wie die Enterprise Resource Planning (ERP)-Software nimmt dabei einen großen Stellenwert ein. Dies belegt der ERP Trend-Check 2021 des Digitalverbands Bitkom.

Die Migration in die Cloud ermöglicht den Mitarbeitern nicht nur ein effektives Arbeiten aus der Ferne. Zusammen mit dem Online-Hosting von Anwendungen und Daten bedeutet sie für Unternehmen auch, dass ihre Mitarbeiter in einem virtuellen Büro zusammenarbeiten. So hat ein Unternehmen die Möglichkeit, auf das Know-how von Fachkräften auf der ganzen Welt zurückzugreifen und standortunabhängig zu agieren.

Darüber hinaus reduziert die Migration in die Cloud Ausfallzeiten erheblich. Dies gilt insbesondere für Cloud Computing, das auf Multi-Location oder Multi-Cloud-Environment ausgelegt ist. Im Vergleich zur herkömmlichen stationären IT vermeidet das Arbeiten in der Cloud teure und disruptive Ausfallzeiten und Datenverluste.

Die Perspektive, die Kontrolle über die IT-Infrastruktur an ein anderes Unternehmen abzugeben, wird oftmals kritisch gesehen. Demgegenüber steht das Potenzial von Kosteneinsparungen. Bei einem Umstieg auf die Cloud entfällt ein Teil des Betrages, den Unternehmen für den Service zahlen, auf die Personalkosten des Cloud-Anbieters. Dieser Betrag ist in der Regel geringer als der, der bei der Arbeit intern anfallen würde. Die Mitarbeiter der In-house-Teams können im Rahmen effizient gestalteter Abläufe und Prozesse in der IT-Abteilung in anderen Unternehmensbereichen eingesetzt werden. Dies wiederum zahlt positiv auf die Rentabilität des Unternehmens ein.

Höheres Sicherheitsniveau

Das Thema Sicherheit ist gerade in der Post-Corona-Zeit ein größeres Anliegen als je zuvor. Datenschutzverletzungen und Datenverluste haben aus Unternehmenssicht nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch in Bezug auf die Reputation als vertrauensvoller Partner weitreichende Auswirkungen. Zudem lässt sich eine starke Zunahme der Cyberkriminalität in den vergangenen Monaten beobachten. Cyberkriminelle versuchen zunehmend, die Corona-Pandemie für ihre Angriffe auszunutzen. Mitarbeiter, die von Laptops in Heimnetzwerken arbeiten, sind ein willkommenes Einfallstor für Phishing-Angriffe – sie haben sich zur häufigsten Bedrohung für die Cybersicherheit eines Unternehmens entwickelt. Das Resultat: Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen gehen mit der Gefahr einher, Angriffsfläche für Cyberkriminelle zu werden. Diesen Schluss legt auch die Studie IT-Sicherheit im Homeoffice unter besonderer Berücksichtigung der Covid-19-Situation des BSI nahe. Auch die Zahl der Ransomware-Angriffe hat zugenommen.

Durch die Migration in die Cloud stellen Unternehmen den Schutz ihrer kritischen Geschäftsdaten durch die aktuellen Sicherheitsfunktionen sicher, denn die Cloud bietet in der Regel Sicherheitsvorkehrungen, die in älteren Rechenzentren oft nicht vorhanden sind. Zudem erfolgt der Zugriff auf die Daten unabhängig von Hardwareproblemen und dem Ausfall der technischen Einrichtungen.

Cloud-Anbieter bieten in der Regel viele integrierte Sicherheitsfunktionen wie Security Analytics, regelmäßige Updates und unternehmensübergreifende Transparenz. Im Ergebnis bietet führt dies zu einer Verringerung der Gefahr versehentlicher oder vorsätzlicher Datenschutzverletzungen.

Prozessor-Technologie als Booster

Die Performance der EPYC-Prozessoren der 3. Generation von AMD zeigt exemplarisch, dass die Betriebskosten mit dieser Technologie noch weiter verringert werden. Dabei bietet das Systemdesign der Prozessoren die höchste Leistung aller Server-CPUs. Der Radeon Instinct M100 Beschleuniger von AMD erweitert das Leistungs- und Kosteneinsparungspotenzial noch einmal. Der M100 ist die weltweit schnellste HPC-GPU für Machine Intelligence und Deep Learning und bietet eine außergewöhnliche Rechenleistung und Leistung pro Watt, um Machine Intelligence und HPC-Workflows zu beschleunigen.

Es ist Zeit, zu migrieren!

Auch wenn die Migration in die Cloud Herausforderungen mit sich bringt, sollten die Vorteile einer solchen digitalen Transformation im Fokus stehen. Die betriebliche Leistung und Flexibilität, die Skalierbarkeit von Arbeitslasten, die Sicherheit und vor allem die IT-Kosten lassen sich durch den Einsatz der Cloud optimieren. Cloud Computing ermöglicht es Unternehmen, flexibel je nach Bedarf aus den Angeboten des Cloud-Anbieters zu wählen, anstatt hohe Investitionen, die beispielsweise mit physischen Servern und Rechenzentren verbunden sind, zu tätigen.

Pawel Walczysko, AMD.
Pawel Walczysko, AMD.
(Bild: STUDIO16)

Unternehmen profitieren auch dann von den Vorteilen der Cloud-Technologien, wenn sie ihre Ressourcen weiterhin in bestehenden lokalen Umgebungen belassen, indem sie Anwendungen in ein hybrides Cloud-Modell integrieren. Somit wird die Cloud nicht nur als allumfassende Lösung, sondern auch als ein Teilbaustein der digitalen Transformation nutzbar gemacht.

* Der Autor Pawel Walczysko ist Cloud Sales Manager, Northern Europe bei AMD.

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