Von Krisen unbeeindruckt Digitale Wirtschaft in Deutschland legt weiter zu

Von dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Digitalwirtschaft in Deutschland läuft deutlich besser als die Gesamtwirtschaft. Das geht aus der aktuellen Konjunkturprognose des Digitalverbandes Bitkom für das Jahr 2024 hervor.

Während die deutsche Wirtschaft nicht richtig in Gang kommt, läuft es bei der Digitalbranche besser. Sie will 2024 neue Arbeitsplätze schaffen.(Bild:  Urupong - stock.adobe.com)
Während die deutsche Wirtschaft nicht richtig in Gang kommt, läuft es bei der Digitalbranche besser. Sie will 2024 neue Arbeitsplätze schaffen.
(Bild: Urupong - stock.adobe.com)

Im vergangenen Jahr habe die Branche für Informationstechnik (IT), Telekommunikation und Unterhaltungselektronik insgesamt 215 Milliarden Euro umgesetzt, 2,0 Prozent mehr als im Jahr 2022. Für das laufende Jahr sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst ein Wachstum um 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro voraus.

Wachstum gegen den Trend

Wintergerst verwies auf den von Bitkom und Ifo Institut erstellten Digitalindex. Während der Index für die Gesamtwirtschaft im Dezember von minus 9,4 Punkten noch einmal auf minus 11,2 zurückging, legte der Digitalindex von 6,0 auf 9,8 Punkte zu.

Das Umsatzwachstum im Digitalbereich geht einher mit einem Anstieg der Beschäftigungszahlen. Bis Ende 2024 sollen 36.000 neue Arbeitsplätze in der Branche entstehen, was die Gesamtzahl auf 1,368 Millionen erhöhen würde. Bereits im Jahr 2023 wurden 28.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit ist die Digitalbranche laut Bitkom der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland, noch vor der Automobilbranche, dem Maschinenbau sowie der Chemie- und Pharmaindustrie.

Das Wachstum wird vor allem von der Informationstechnik vorangetrieben, während die Unterhaltungselektronik schrumpft. Obwohl die Händler aufgrund der Fußball-Europameisterschaft der Männer im kommenden Sommer einen Umsatzschub bei Fernsehgeräten erhofften, seien keine technischen Neuerungen in diesem Segment in Sicht, wie beispielsweise die Einführung einer neuen Generation von Spielekonsolen.

Investitionen steigen

Im Bereich der Informationstechnik hingegen brummt es: Nach einem leichten Wachstumseinbruch im vergangenen Jahr erwartet Bitkom für 2024 einen Umsatz von 151,5 Milliarden Euro, was einem Plus von 6,1 Prozent entspricht. Besonders das Softwaregeschäft legt stark zu, mit einem erwarteten Plus von 9,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro. Auch die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software sollen überdurchschnittlich wachsen, nämlich um 12,3 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. In diesem Bereich spiegelt sich auch der aktuelle Boom bei Künstlicher Intelligenz wider, da das Geschäft mit KI-Plattformen voraussichtlich um 38,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro wachsen wird.

„Künstliche Intelligenz wird auch 2024 das Top-Thema bleiben“, sagte Wintergerst. Unternehmen sollten sich jetzt mit KI beschäftigen, entsprechende Projekte starten und in die Technologie investieren. Der Bitkom-Präsident appellierte an die Politik, beim neuen europäischen KI-Gesetz (AI-Act) „Augenmaß zu beweisen und sicherzustellen, dass KI in Deutschland und Europa sowohl weiterhin genutzt als auch entwickelt werden kann.“

(ID:49866983)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung