Berater, Vermittler, Integrator

Von der Entstehung des Cloud Service Brokers

| Autor / Redakteur: Lutz Kolmey, Mod IT Services* / Elke Witmer-Goßner

Eine Cloud-Lösung existiert idealerweise nie losgelöst von Anwendungen, die On-Premise verbleiben sollen. Sie ist also eine Ausprägung der IT-Infrastruktur und muss sich entsprechend einpassen. Prozesse müssen übergreifend funktionieren, vorhandene Sicherheitslevel dürfen nicht beeinträchtigt werden. Soll heißen: Ein Spezialist, der die Vorgänge in der Cloud zwar bestens versteht, ist deshalb noch nicht unbedingt in der Lage, die Cloud an die On-Premises-Infrastruktur oder an andere Cloud-Lösungen anzubinden. Geeignet als Cloud Service Broker zu agieren, sind demnach eher IT-Beratungsunternehmen, die die gesamte Infrastruktur und Anwendungslandschaft mit all ihren Wechselwirkungen im Blick haben. Dabei sind nicht nur technische, sondern ebenso geschäftliche Auswirkungen gemeint.

Blick aus der Vogelperspektive

Ein Cloud Service Broker ist zunächst ein Berater, der Orientierung im Dickicht der Cloud verschaffen soll. Er nimmt zunächst den Status quo auf: Er dokumentiert, wie die Prozesse im Unternehmen gestaltet sind, welche davon geschäftskritisch und welche für eine Auslagerung in welche Art von Cloud geeignet oder welche Anwendungen bereits im Einsatz sind.

Die Bestandsaufnahme beinhaltet auch den Zustand der Legacy-Systeme, die personelle IT-Situation im Unternehmen und evtl. vorhandene Wartungsverträge mit Soft- und Hardware-Lieferanten. Außerdem noch Sicherheitslevel, Datenmengen, Anbindungen externer Geschäftspartner und vieles mehr. Um beurteilen zu können, was in welcher Cloud sinnvoll aufgehoben ist, benötigt der IT-Berater einen umfassenden Überblick über das Geschäft des Kunden und dessen IT.

Erst auf dieser Basis lässt sich der nächste Schritt in Richtung Cloud gehen. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen können Unternehmen nun prüfen, an welchen Stellen sich der Einsatz einer Cloud lohnt. Dabei spielt es ebenso eine Rolle, welches Ziel ein Unternehmen mit dem Einsatz einer Cloud verfolgt, und wie der Aufwand einzuschätzen ist, mit dem sich dies umsetzen lässt.

Am Ende sollte die Cloud den benötigten Sicherheitslevel halten und Ressourcen flexibel nicht nur zu, sondern auch wieder abgeschaltet werden können. Dazu muss geklärt werden, welche Prozessanpassungen notwendig sind und ob das dann wirklich noch effektiver ist als ohne Cloud.

Wenn diese und die zahlreichen weiteren Fragen nach dem Sinn und der Umsetzbarkeit einer Cloud-Lösung geklärt sind, kommt der nächste, vielleicht entscheidende Vorteil eines Cloud Service Brokers zum Tragen: Er kennt den Markt. Zahlreiche Angebote wollen auf Eignung, tatsächliche Kosten, Integrationsmöglichkeiten und Aufwand hin geprüft werden.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43117072 / Business Process Management)