SpaceNet veröffentlicht Buch mit Bildern und Geschichten Von Bären, Mäusen und der Cloud

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Das zwanzigjährige Bestehen des Unternehmens nahm die SpaceNet AG zum Anlass, einen Kreativwettbewerb und Award auszuloben. Die 30 besten Kurzgeschichten und Bilder wurden in einem Buch zusammengefasst und sind jetzt unter dem Titel „Über das Erden der Cloud – Bilder und Geschichten“ erschienen.

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Was kann die Cloud? Was bringt mir die Cloud? Was verändert die Cloud? – Der Kreativ-Wettbewerb der SpaceNet AG sollte dazu beigetragen, dass sich die Menschen mit „der Cloud“ auseinandersetzen, sich darum Gedanken machen und sich dem Thema annähern.
Was kann die Cloud? Was bringt mir die Cloud? Was verändert die Cloud? – Der Kreativ-Wettbewerb der SpaceNet AG sollte dazu beigetragen, dass sich die Menschen mit „der Cloud“ auseinandersetzen, sich darum Gedanken machen und sich dem Thema annähern.
(Bild: SpaceNet)

„Wir erden die Cloud“ war schon immer zentrales Thema des Internetpioniers SpaceNet. Obwohl der Begriff Cloud in aller Munde ist, ist nicht immer klar, welche Vorteile und Risiken die Cloud mit sich bringt. Der Münchener Internetprovider und Hostingspezialist forderte im Rahmen seines Jubiläumsjahrs daher Menschen auf, sich kreativ mit dem Thema Cloud Computing bzw. „der Cloud“ auseinanderzusetzen. Mit viel Phantasie und Kreativität holten die Teilnehmer des Wettbewerbs in Geschichten und Bildern die virtuelle Cloud auf die Erde und machten sie in vielfältiger Weise und sehr individuell greifbar.

Phantasie ohne Grenzen

Eine Fachjury wählte aus den zahlreichen Einsendungen die 30 besten Kurzgeschichten und Bilder für das 220 Seiten starke Buch „Über das Erden der Cloud – Bilder und Geschichten“ aus. Die Kurzgeschichten stammen aus unterschiedlichen Genres, von Science Fiction und Fantasy über Utopien wie Anti-Utopien bis zu Alltags- und Kindergeschichten. In der Kategorie Bilder wurden Zeichnungen und Photographien mit oder ohne Bildbearbeitung eingereicht. Der SpaceNet Award ist mit 2.500 Euro je Kategorie dotiert und wurde im Mai 2014 auf der Jubiläumsfeier der SpaceNet AG in der Münchener Wappenhalle vor großem Publikum überreicht. „Über das Erden der Cloud“ ist in einer Auflage von 1.000 Exemplaren erschienen und für 9,95 Euro über Amazon zu beziehen.

„Weil es uns so viel Freude gemacht hat, dieses Buch zusammenzustellen, haben wir beschlossen, dass wir den Kreativwettbewerb ab sofort wiederholen, natürlich jedes Mal zu einem anderen Thema. So hoffen wir, dass uns auch in Zukunft weiterhin viele Menschen so schöne und interessante Beiträge und Ideen schicken werden“, sagt Sebastian von Bomhard, Gründer und Vorstand der SpaceNet AG. Dem SpaceNet Award vorangegangen war im vergangenen Jahr ein Kindermalwettbewerb zum Thema Wolken. Die schönsten Bilder zierten einen Wolkenkalender, dessen Erlös dem Deutschen Kinderschutzbund zu Gute kam.

Mit dem Buch „Über das Erden der Cloud“ ist SpaceNet zum zweiten Mal unter die Verleger gegangen. Bereits zum letzten großen Firmenjubiläum gab SpaceNets Vorstandschef Sebastian von Bomhard unter dem Titel „World Wide Was? Anekdoten und Skurrilitäten aus der Gründerzeit des Internets in Deutschland“ eine kurzweilige Geschichte des Internets heraus.

Gewinnerbild "Cloud Atlas" von Alejandro Pérez Ponce.
Gewinnerbild "Cloud Atlas" von Alejandro Pérez Ponce.
(Bild: Alejandro Pérez Ponce)
Am SpaceNet Award haben Menschen zwischen 13 und 70 Jahren teilgenommen. Gewinner des besten Fotos ist Alejandro Pérez Ponce, der mit „Cloud-Atlas“ das Thema phantasievoll und poetisch umsetzte, ohne die üblichen technischen Hilfsmittel zu verwenden.

Saskia Hinze, die 1967 in Stadtbergen bei Augsburg geboren wurde, gewann in der Kategorie beste Kurzgeschichte mit „Vom Bär, der die Cloud erden will“, mit einer sympathischen Geschichte, die viel Interpretationsspielraum bietet und die Jury mit einem Lächeln zurückließ.

Die beste Geschichte von Saskia Hinze

„Wir müssen die Cloud erden!“ rief der Bär. „Warum denn das?“, wunderte sich die Maus. Doch schon fing der Bär an, ein Netzwerkkabel an das nächste zu knoten. Er hatte 20 kg dieser Kabel beim eStrand günstig ersteigert. Sie waren sehr veraltet - aber für die Erdung sollten sie reichen. „Behalte die Cloud im Auge, so dass sie uns nicht entwischt“, flüsterte der knotende Bär der verwirrten Maus zu. Wie sollte sie die Cloud im Auge behalten, wo sie sie doch noch gar nicht im Auge hatte? Ängstlich blickte sie auf den zu allen Taten entschlossenen Bären, welcher sich zusehends in seine verknoteten Kabel wickelte. „Hoffentlich sind es genug, wie weit ist die Cloud eigentlich weg?“ Die Maus blickte mit ratlosen Augen in den Himmel und sah nur eine Möwe, welche offensichtlich über den Bären lachte. Nein, das war kein Auslachen, sie schien sich viel mehr darüber zu freuen, dass der Bär da unten am Strand so konzentriert und zufrieden seine Kabel knotete. Die Maus, welche sich immer für klug hielt, verstand nur noch „Cloud“. Nach einigem Schweigen fragte sie den Bären noch einmal: „Du Bär, warum müssen wir die Cloud erden?“ Sie befürchtete, der Bär würde sie für dumm halten, allerdings fühlte sie sich auch so dumm wie nie zuvor. Doch der Bär schien nicht verwundert und japste aus seinem Kabelsalat heraus: „Wenn wir die Cloud nicht erden, wird sie weiterziehen und mit ihr all unsere Daten.“ „Was für Daten?“, wagte sich die Maus weiter hervor. Doch jetzt konnte der Bär nicht mehr antworten, das Kabelknäuel hatte ihn wie ein Kokon umschlossen. Die Maus blickte nochmals suchend zum Himmel, konnte nicht ein winziges Wölkchen sehen und fing an die Kabel wieder durchzunagen.

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