Zentrale Überwachung ist ein Schlüsselbaustein virtueller Infrastrukturen

VMware und Hyper-V – ohne Zusatzprodukte läuft nichts, Teil 2

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Virtuelle Server sichern

Unternehmen, die zahlreiche Server virtualisieren, müssen das Datensicherungskonzept der virtuellen Maschinen und der zugrunde liegenden Hosts in die Sicherungsstrategie mit einbinden. Die Sicherung des Host sowie der installierten virtuellen Server verlangt andere Herangehensweisen als die Sicherung herkömmlicher physischer Server. In vielen Fällen sind spezielle Sicherungsprodukte notwendig und weitere Lizenzen um die virtuellen Server zu sichern.

Ein Beispiel für eine solche Lösung ist „Data Protection Manager“ (DPM) von Microsoft oder „Symantec Backup Exec. DPM 2010“ beherrscht auch die Online-Sicherung von Hyper-V-Hosts und den laufenden virtuellen Servern. Auch virtuelle Server lassen sich mit herkömmlichen Sicherungsstrategien sichern.

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Dazu müssen Administratoren lediglich auf den virtuellen Servern die Agenten der entsprechenden Sicherungslösung installieren. Dadurch behandelt das Datensicherungsprogramm diese Server genauso wie normale physische Server. Allerdings belastet diese Art der Sicherung den Host, da die virtuellen Server die Hardware des Hosts vor allem bei Datensicherungen schnell überlasten.

Snapshots in der virtuellen Welt

Die Agenten nutzen außerdem nicht den Hypervisor und können daher weder die Schattenkopien noch Schnappschüsse zur Sicherung nutzen. Dies erhöht die zu sichernde Datenmenge und die Dauer der Datensicherung. Datensicherungen, welche die Virtualisierung unterstützen sichern virtuelle Server auf Ebene des Hypervisors.

Das heißt: Die Software nutzt Schnittstellen zur optimalen Sicherung. In diesem Zusammenhang kann die Software Snapshots der virtuellen Server zur Sicherung sowie den Schattenkopiedienst verwenden. Dies ist wesentlich effizienter, schneller und auch stabiler als herkömmliche Sicherungen.

Automatische Schnappschüsse

Die Anwendung erstellt Snapshots im laufenden Betrieb automatisch, und die virtuellen Server stehen weiterhin den Anwendern zur Verfügung. Solche Online-Sicherungen belasten die Hardware des Hosts nicht und ermöglichen auch Sicherungen während der Arbeitszeit.

Müssen Administratoren mehrere virtuelle Server auf einem Host sichern, kann eine kompatible Lösung auch gemeinsame Dateien erkennen und muss diese nicht doppelt sichern. Laufen auf einem Hyper-V-Host zum Beispiel zehn Server mit Windows Server 2008 R2, identifiziert dies die Software und sichert die Daten nicht doppelt, sondern erkennt identische Systemdateien und sichert nur unterschiedliche Dateien.

Den Status der einzelnen virtuellen Server sichern Administratoren in Hyper-V und vSphere ebenfalls über Snapshots. Dazu klicken steht zum Beispiel im vSphere-Client auf dem „ESXi“-Server im linken Bereich die Registerkarte „Virtuelle Maschinen“ zur Verfügung. Über das Kontextmenü der einzelnen virtuellen Server lässt sich die Sicherung mit Snapshots auswählen.

Um vSphere Hypervisor professionell komplett zu sichern, inklusive der virtuellen Maschinen, müssen Unternehmenden Server zu einer kostenpflichtigen Version aktualisieren. Erst diese Version ermöglicht die Sicherung der einzelnen virtuellen Server.

Der Autor:

Thomas Joos ist freier Autor aus Bad Wimpfen. Für DataCenter-Insider schreibt er in Tom´s Admin-Blog

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