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Vom Software-Defined Datacenter bis Hybrid Cloud und End-User Computing VMware skizziert neue Strategie und Angebote im Hybrid-Cloud-Geschäft

Redakteur: Ulrike Ostler

VMware-Manager bezeichnen das eigene Unternehmen gerne einmal als eines der „strategischten Unternehmen überhaupt“. Doch zugleich gibt es Marktbeobachter, die bereits von einem VMware-Bashing reden. Die Strategie sei unklar, die Produkte ein Sammelsurium, wenig integriert – das liefert die Vorlage für die Kritiken. Bei einem strategischen Forum für institutionelle Investoren in dieser Woche hat VMware-CEO Pat Gelsinger Neuerungen die Unternehmensstrategie nun neu skizziert.

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Na, endlich! Geht doch! dürfte so mancher sagen über die Strategie-Aussagen von VMware-CEO Pat Gelsinger zu Software-Defined Datacenter, Hybrid Cloud und End-User Computing.
Na, endlich! Geht doch! dürfte so mancher sagen über die Strategie-Aussagen von VMware-CEO Pat Gelsinger zu Software-Defined Datacenter, Hybrid Cloud und End-User Computing.
(Bild: VMware)

Themen waren unter anderem Details zum Software-Defined Datacenter sowie Erweiterungen der Hybrid Cloud-Angebote zur Unterstützung der Multi Device-Ära. Gelsinger sagt: „VMwares Vision ist es, IT für Personen und Unternehmen durch Virtualisierungssoftware radikal zu vereinfachen.“ Die Kunden erwarteten von VMware, dass auch schwierige Herausforderungen in der IT einfach und elegant gelöst würden.

„Effizienz, Kontrolle und Agilität werden so auf ein neues Level gehoben“, so Geldinger weiter. „Um dies zu ermöglichen, werden wir weiterhin innovative Angebote auf den Markt bringen, die die IT zu einem Service-Broker machen, der Geschäftsprozesse beschleunigt und Wettbewerbsvorteile generiert.“

In 2013 stehen drei große Bereiche für VMware im Fokus:

Das Software-Defined Datacenter - die Neudefinition der Infrastruktur

Mit dem Software-Defined Datacenter erweitert VMware die Vorteile von Virtualisierung auf alle Bereiche des Rechenzentrums – Netzwerk, Sicherheit, Storage und Verwaltung. VMware kündigt an, die Produktlinie „VMware vCloud Networking and Security“ und die „Nicira Network Virtualisation Platform“ (NVP) in eine einzige Produktfamilie namens „VMware NSX“ zusammenzuführen.

Jeder Hypervisor besitzt einen im Kernel integrierten vSwitch mit einer von Layer 2 bis Layer 4 programmierbaren data plane und konfigurierbarer Datenbank. Der Controller-Cluster spricht jeden Hypervisor vSwitch in Echtzeit , konfiguriert informiert ihn über den Forwarding-Status, um den Notwendigkeiten der jeweiligen Netztopologie zu entsprechen.
Jeder Hypervisor besitzt einen im Kernel integrierten vSwitch mit einer von Layer 2 bis Layer 4 programmierbaren data plane und konfigurierbarer Datenbank. Der Controller-Cluster spricht jeden Hypervisor vSwitch in Echtzeit , konfiguriert informiert ihn über den Forwarding-Status, um den Notwendigkeiten der jeweiligen Netztopologie zu entsprechen.
(Bild: VMware)
VMware NSX, voraussichtlich verfügbar im zweiten Halbjahr 2013, wird Funktionen für die Netzwerk-Virtualisierung enthalten. Es wird VMware- und Nicht-VMware Hypervisoren verbinden und Cloud Management Systeme unterstützen.

Dabei kann das Softwaresystem auf jeder zugrundeliegenden Netzwerk-Hardware betrieben werden. Zudem bietet VMware NSX ein offenes Framework für die Integration von Netzwerk- und Security-Services von Partnern aus dem VMware-Ökosystem. Durch die Virtualisierung des Netzwerks ermöglicht VMware NSX es Kunden, die Bereitstellung von Anwendungen zu beschleunigen, Investitions- und Betriebskosten zu senken und den Netzwerkbetrieb störungsfrei zu wandeln (mehr Informationen in "The Console Blog" von VMware-Executives).

Die Hybrid Cloud

Die Einsparungen, die bisher über die Server-Virtualisierung erzeilt werden können, belaufen sich laut Gelsinger auf rund 10 Milliarden Dollar. Das Potenzial von virtualisieren Rechenzentren schätzt er ungleich höher ein, auch 60 bis 70 Milliarden Dollar.
Die Einsparungen, die bisher über die Server-Virtualisierung erzeilt werden können, belaufen sich laut Gelsinger auf rund 10 Milliarden Dollar. Das Potenzial von virtualisieren Rechenzentren schätzt er ungleich höher ein, auch 60 bis 70 Milliarden Dollar.
(Bild: VMware)
VMware kündigt ferner an, das Software-Defined Datacenter mit Hybrid-Cloud-Service-Angeboten zu erweitern. Diese ermöglichen den 480.000 VMware-Kunden von den Vorteilen der Public Cloud zu profitieren, ohne ihre bestehenden Anwendungen umzustellen. Die herkömmlichen Management-, Orchestration-, Netzwerk- und Sicherheits-Modelle können dabei ebenfalls weiter betrieben werden.

Die VMware vCloud Hybrid Services sollen später in diesem Jahr eingeführt werden und sind voraussichtlich über die bestehenden Kanäle verfügbar. VMware arbeitet dafür mit seinem weitreichenden Partner-Ökosystem zusammen.

Zusätzlich hat VMware einen neuen Geschäftsbereich für die Hybrid Cloud Services geschaffen und den langjährigen Cloud Service-Spezialisten Bill Fathers zum Senior Vice President und General Manager ernannt.

Die Multi-Device Ära

Mit der „VMware Horizon Suite“ zeigt VMware, wie Kunden ihre Mitarbeiter mit eigenen Daten, Anwendungen und Desktops verbinden können. Als umfassende Plattform für mobile Arbeitskräfte nutzt die Suite Virtualisierung, um Technologie-Silos aus Daten, Anwendungen und Desktops in zentralisierte IT-Services zu verwandeln.

Diese lassen sich damit relativ einfach aufsetzen, verwalten und an Nutzer auf beliebige Endgeräte auslieferern. Mit VMware Horizon Suite, (siehe auch: "VMware fokussiert die mobile Arbeitswelt mit der Horizon Suite" können Kunden den Bedürfnissen ihrer zunehmend mobilen Arbeitskräfte begegnen, ohne Kontrolle oder Sicherheit einbüßen zu müssen.

Der Video-Webcast von EMC Corporation und VMware, Inc. vom Mittwoch, 13. März 2013 zum Hören und zum Download:

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