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Microsoft Dynamics CRM 2011 – Installation und Konfiguration Viele Optionen passen Dynamics CRM an individuelle Bedürfnisse an

| Autor / Redakteur: Markus Widl / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Im zweiten Teil der Artikelserie zu Microsoft Dynamics CRM 2011 werfen wir einen Blick auf die Voraussetzungen zur Installation sowie auf die Architektur und beleuchten erste Administrations-Aspekte.

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Erst individuelle Anpassungen machen Microsofts Dynamics CRM zur passgenauen Lösung
Erst individuelle Anpassungen machen Microsofts Dynamics CRM zur passgenauen Lösung
( Archiv: Vogel Business Media )

Microsoft bietet die aktuelle Version von Dynamics CRM in drei verschiedenen Editionen an:

  • Dynamics CRM 2011 Workgroup: Beschränkt auf maximal fünf Benutzer, einem einzelnen Server und einer einzelnen Organisation (also keine Mehrmandatenfähigkeit).
  • Dynamics CRM 2011 Server: Ohne die Einschränkungen der Workgroup-Edition.
  • Dynamics CRM Online: Die Cloud-Variante von Dynamics CRM 2011, gehostet in Microsofts Rechenzentren mit monatlicher Abrechnung pro Benutzer.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den beiden erstgenannten Editionen, die On-Premises, also im eigenen Rechenzentrum, installiert werden. Die Installation fällt bei der Cloud-Variante in dieser Form weg.

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Dynamics CRM in On-Premises-Umgebungen

Vor der eigentlichen Installation von Dynamics CRM müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Active Directory: Da die Benutzerverwaltung in Dynamics CRM auf vorhandenen Active-Directory-Konten fußt, muss ein solches vorhanden sein. Bei der Konfiguration ist Dynamics CRM aber sehr flexibel, da alle Active-Directory-Modi ab „Windows 2000 gemischt“ unterstützt werden; auch Multi-Forest-Umgebungen stellen keine Hürde dar. Die Installation des Dynamics CRM-Servers darf allerdings nur beim Small Business Server 2008 direkt auf dem Domänencontroller erfolgen.
  • SQL Server: Zur Ablage der Datenbanken von Dynamics CRM ist ein Microsoft SQL-Server erforderlich. Unterstützt werden dabei die Versionen ab SQL Server 2008 Standard SP1 und höher, allerdings nur in der jeweiligen 64-Bit-Ausgabe. Außerdem müssen die SQL Server Reporting Services, eine optionale Komponente des SQL-Servers, bereits vor der Installation von Dynamics CRM bereitgestellt werden. Die Reporting Services kommen bei der Ausführung von Berichten zum Einsatz.
  • Mail-Server: Zur E-Mail-Anbindung muss nicht unbedingt ein Microsoft Exchange-Server vorhanden sein. Standard-POP3-Postfächer und ein SMTP-Server sind für Dynamics CRM ebenfalls geeignet. Kommt ein Exchange-Server zum Einsatz, wird er ab Version 2003 Standard SP2 unterstützt. Dies schließt auch den in Microsofts Rechenzentren gehosteten Exchange Online mit ein.

Installation von Dynamics CRM

Da Dynamics CRM 2011 ein reiner 64-Bit-Server ist, müssen auch die Hardware sowie das Betriebssystem des beziehungsweise der zukünftigen Server entsprechend ausgestattet sein. Dabei wird folgendes vorausgesetzt:

  • Prozessor: x64, Dual-Core, 1,5 GHz (2 GHz empfohlen)
  • RAM: 2 GB (8 GB empfohlen)
  • HD: 10 GB frei (40 GB empfohlen)
  • Windows Server 2008 Standard SP2 und höher (64-Bit-Versionen) oder Windows Small Business Server 2008 und höher

Eine Virtualisierung mit Hyper-V ist dabei grundsätzlich erlaubt.

Bei der Installation hat der Administrator die Möglichkeit, sämtliche Komponenten auf einem Server zu installieren oder aber verschiedene Rollen auf unterschiedliche Server zu verteilen.

Bei der Installation werden dann eine neue Website in den Internet Information Services (IIS) als Container für Dynamics CRM, der gewünschte SQL-Server sowie die URL zur Verwaltung der Reporting Services angegeben. Außerdem eine Organisationseinheit aus dem Active Directory, in der das Setup-Programm verschiedene Sicherheitsgruppen zur Verwaltung anlegt, sowie ein Computername, auf dem der so genannte E-Mail-Router bereitgestellt wird. Zu dieser optionalen Komponente gleich mehr.

Während der Installation wird auf dem SQL-Server eine Konfigurationsdatenbank für Verwaltungsinformationen sowie eine Organisationsdatenbank für die eigentlichen CRM-Daten angelegt. Im Start-Menü befindet sich anschließend der Deployment Manager, mit dem die System-Konfiguration angepasst werden kann (siehe Abbildung 1).

Soll die Dynamics CRM-Umgebung hochverfügbar ausgelegt werden, kommen ein Load Balancer und ein SQL-Server-Cluster zum Einsatz.

Nach erfolgreicher Installation von Dynamics CRM sollten auf dem Server, der die SQL Server Reporting Services beherbergt, die Dynamics CRM Reporting Extensions installiert werden. Diese Komponente wird mit Dynamics CRM ausgeliefert und ist an sich optional. Allerdings ist die Berichtsfunktionalität ohne diese Komponente massiv eingeschränkt.

Auch beim E-Mail-Router handelt es sich um eine optionale Komponente von Dynamics CRM. Sie kann verwendet werden, um von Dynamics CRM aus generierte E-Mails zu versenden, sowie eingehende E-Mails auf relevante CRM-Daten hin zu überprüfen, um sie dann automatisch in der Organisation einzusortieren. Antworten auf E-Mail-Nachrichten aus dem Service- und Marketing-Bereich sind hier typische Anwendungsfälle. Für die automatische Zuordnung der E-Mails verwendet der Router Tracking Tokens, das sind Markierungen, die bei ausgehenden E-Mails dem Betreff vorangestellt werden, sowie ein Konzept namens Smart Matching, bei dem mit Hilfe des Betreffs und der Adressen eine automatische Zuordnung versucht wird. Die Installation des E-Mail-Routers erfolgt auf einem Rechner mit einem der folgenden Betriebssysteme:

  • Windows 7 (64-Bit)
  • Windows Server 2008 und höher (64-Bit)
  • Windows 7 (32-Bit mit dem verfügbaren E-Mail-Router in der 32-Bit-Variante)

Auch ohne den E-Mail-Router ist eine Verarbeitung der E-Mails von CRM-Benutzern möglich, sofern diese den Outlook-Client von Dynamics CRM einsetzen.

weiter mit: Client-Anforderungen & Organisations-Konfiguration

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