Geschäftsbetrieb läuft weiter Usedsoft-Insolvenzverwalter plant Sanierung

Redakteur: Katrin Hofmann

Das Geschäftsmodell des Gebrauchtsoftware-Händlers Usedsoft habe trotz Insolvenz eine Zukunft. Davon ist der vorläufige Insolvenzverwalter Axel W. Bierbach überzeugt und will sich daran machen, das Unternehmen zu sanieren.

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...will und soll weitermachen.
...will und soll weitermachen.

Nach einem ersten Blick auf die aktuelle Lage beim Secondhand-Software-Händler Usedsoft und Gesprächen mit den Beteiligten ist für den Fachanwalt Axel W. Bierbach klar: „Das Unternehmen hat frühzeitig Insolvenzantrag gestellt und damit wichtige Weichen für eine nachhaltige Sanierung gestellt.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter von der Münchner Kanzlei Müller-Heydenreich Beutler & Kollegen (MHBK) betont darüber hinaus, dass der Geschäftsbetrieb auch nach der Insolvenzanmeldung, die am 20. September erfolgte, ohne Einschränkungen fortgeführt werde. Bestellungen werden demnach unverändert angenommen und bearbeitet und die Kunden weiter beliefert.

Die Usedsoft-Kunden hätten durch die Insolvenz nicht nur keine finanziellen Verluste erlitten, sondern in den wenigen Tagen seit Insolvenzanmeldung seien bereits zahlreiche Neubestellungen eingegangen. „Viele Usedsoft-Kunden haben sich gemeldet und ihre Unterstützung zugesagt“, ergänzt Bierbach.

Außerdem seien die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Bierbach, der plant das Unternehmen fortzuführen und zu sanieren, will sich in den nächsten Tagen ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Lage machen und die Sanierungsoptionen prüfen. Der von der Geschäftsleitung favorisierten Eigenverwaltung mit Insolvenzplan steht er offen gegenüber. □

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