Hybrid Cloud Management

Updates für die Cloud-Management-Suite vRealize von VMware

| Redakteur: Ulrike Ostler

Für SDDC und hybride Cloud: Automatisierungsfunktionen in VMware vRealize ab 2020
Für SDDC und hybride Cloud: Automatisierungsfunktionen in VMware vRealize ab 2020 (Bild: gemeinfrei: ambquinn/ Pixabay)

Zum jüngsten Update der Suite vRealize gehören „vRealize Operations 7.5“, „vRealize Network Insight 4.1“, „vRealize Automation 7.6“ und „vRealize Suite Lifecycle Manager 2.1“. Hersteller VMware kombiniert die Module, um einen selbststeuernden Betrieb und verbesserte programmierbare Bereitstellungsfunktionen in Private und Hybrid Clouds liefern zu können.

Die Cloud-Management-Plattform vRealize soll es Entwicklern und IT-Administratoren ermöglichen, Anwendungen in hybriden Cloud-Umgebungen mit sicherem und konsistenten Betrieb zu entwickeln und bereitzustellen. Jetzt erweitert VMware die Software um weitere Anwendungs- und Compliance-Funktionen.

Neue Funktionen in vRealize Operations

VMware vRealize Operations bietet selbststeuerndes Betriebs-Management von Anwendungen bis hin zur Infrastruktur, um hybride Clouds einschließlich On-Premise Umgebungen zu optimieren, zu planen und zu skalieren. Das Produkt bietet kontinuierliche Leistungsoptimierung auf der Grundlage von Betriebs- und Geschäftsentwicklung, effizientes Kapazitäts-Management, proaktive Planung, intelligente Fehlerbehebung und integrierte Compliance:

Um die Anwendungsleistung weiter zu verbessern, führt diese Version eine Leistungsoptimierung von „VMware vSAN“-Cluster mit hyperkonvergenter Infrastruktur (HCI) durch Workload-Rebalancing ein, das Resync-, Slack Space- und Storage Policy Based Management (SPBM) berücksichtigt. Darüber hinaus wird mit der Plattform eine Platzierungsoptimierung für vSAN-Workloads unter Verwendung einer Storage-Intent-Definition eingeführt.

Um für den Anwender Kosten und Risiken durch optimale Auslastung, proaktive Planung und Beschaffung reduzieren zu können, wird diese Version neben dem bestehenden bedarfsorientierten Modell auch das allokationsbasierte Kapazitäts-Management ergänzen. Sie soll aktualisierte vSAN-Kapazitäts-Management-Funktionen enthalten, einschließlich neuer HCI-Kostentreiber und „Was-wäre-wenn“-Szenarien, um die Auswirkungen der Kapazitätserhöhung von vSAN-Clustern zu simulieren.

Darüber hinaus bietet es erweiterte „Was-wäre-wenn“-Szenarien für den Vergleich der Kosten von „vSphere“-basierten Private Clouds mit „VMware Cloud on AWS“, „AWS“, „Azure“, „Google Cloud“, „IBM Cloud“ und anderen Partner-Clouds des „VMware Cloud Provider Program“. In Kombination mit „Cloud Health by VMware“ soll der Kunde vollständige Transparenz, Optimierung und Governance für eine Multi-Cloud-Umgebung erhalten.

Mehr Intelligenz in der Fehlerbehebung und dem Compliance-Management

Um Anwendungs- und Infrastrukturprobleme vorherzusagen, zu verhindern und schnell zu beheben zu können, wird die Version „Telegraf“-Agenten-basierte Anwendungs- und Betriebssystemüberwachung mit einem Lebenszyklus-Management und einem Out-of-the-box (OOTB) Dashboard einführen. Die Software bieten zudem weitere Funktionen, die die Beziehungen zwischen Anwendungen und Infrastruktur abbilden. Das erlaubt, die Zeit bis zur Identifizierung der Ursache von Leistungs- und Verfügbarkeitsproblemen zu verkürzen.

Integrierte Compliance- und automatisierte Drift-Korrekturfunktionen für VMware vSphere können laut Hersteller Risiken reduzieren und IT- sowie Regulierungsstandards durchzusetzen. Diese Funktionen in der jüngsten Version sollen Kunden in die Lage versetzen, den Compliance-Status von vSphere anhand gesetzlicher Standards zu messen, kundenspezifische Compliance-Standards zu erweitern sowie das Konfigurations-Management mit OOTB-Workflows und integriertem „vRealize Orchestrator“ zu zu automatisieren.

Emirates Airline nutzt vRealize Operations für das Kapazitäts-Management und die Planung sowie als Überwachungs- und Warnsystem für die Private Cloud-Umgebung. Fabian Thomas, Datacenter Manager bei Emirates Airline, sagt: „VMware vRealize Operations hat sich vom ersten Tag an positiv auf unsere Private Cloud ausgewirkt. Wir haben unsere betriebliche Effizienz verbessert und signifikante Kosteneinsparungen erzielt, indem wir ungenutzte Rechen- und Speicherressourcen lokalisieren und einsetzen konnten - das entspricht 300 virtuellen Maschinen mit jeweils durchschnittlich 4 vCPUs, 8 Gigabyte RAM und 200 Gigabyte Festplattenspeicher. Die neu gewonnenen Ressourcen und Kosteneinsparungen, nutzen wir zur Finanzierung weiterer IT-Projekte.“

Kubernetes-Support

VMware vRealize Network Insight soll die Transparenz für anwendungsorientierte Sicherheit und Vernetzung in Kubernetes-Umgebungen verbessern. Die Software ist auch als „VMware Cloud Service“ erhältlich. Die Version 4.1 soll Unterehmen erleichtern, die Kubernetes- oder VMware Enterprise PKS-Umgebungen zu betreiben, ihre Security zu planen, Fehler zu beheben und erweiterte Analysen für containerisierte Anwendungen zu nutzen.

Die aktuelle Version 4.1 lässt sich mit Service Now verbinden und ermöglicht, anwendungsspezifische Dashboards hinzuzufügen. Darüber hinaus wird die Einführung von Flow Latency und F5 Load Balancer unterstützt, so dass sich die Transparenz über Netzwerk-Overlays und -Unterlays verbessern lässt.

Automatisierung und Lifecycle Management

VMware vRealize Automation 7.6 integriert sich besser als bisher in den VMware SDDC-Stack und die Management-Funktionen von VMware. Damit soll es für Kunden einfacher und unkomplizierter sein, ihre hybride Cloud-Umgebung zu automatisieren.

So ist VMware NSX Data Center stärker integriert mit der On-Demand-Unterstützung für private Netzwerke sowie VMware NSX-T und NSX für vSphere-Konfiguration für verschiedene Cluster mit einem einzigen „VMware vCenter Server“ möglich. Um die Erstellung benutzerdefinierter und erweiterter Anforderungsformulare für Katalogelemente zu vereinfachen, bietet die Version 7.6 Verbesserungen für „Custom Forms“, einschließlich API-Validierung und Unterstützung von „Regular Expression für Data Grid“. Darüber hinaus verbessert die aktuelle Version laut VMware die Benutzerfreundlichkeit und unterstützt die Mandantenfähigkeit in VMware vRealize Orchestrator.

Lifecycle Manager 2.1 integriere sich nun besser in die „VMware Cloud Foundation“, biete bessere Benutzererfahrungen, detailliertere Bereitstellungsoptionen und erweiterte Content-Management-Funktionen, einschließlich Multi-Content Capture und der Unterstützung von Bitbucket-Endpunkten als bislang.

Studie belegt Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung

VMware hat gemeinsam mit Forrester Consulting eine „Total Economic Impact“-Studie zur Untersuchung des potentiellen Returns on Investment (ROI), den Unternehmen durch den Einsatz von VMware vRealize Operations erzielen können, erhoben. Um Vorteile, Kosten und Risiken zu beurteilen, befragte Forrester fünf Unternehmen, die über jahrelange Erfahrung mit dem Tool verfügen(siehe: „Total Economic Impact of vRealize Operations“)

Vor der Implementierung hatten diese Unternehmen mit eingeschränkter Leistung, Ineffizienz bei der Fehlersuche und vergeudeter Kapazität zu kämpfen. Die Implementierung von vRealize Operations lieferte verbesserte Transparenz, Leistungs- und Kapazitätsoptimierung und eine schnellere Fehlerbehebung. Zu den weitere Ergebnissen gehören:

  • Produktivitätssteigerung um 30 Prozent durch intelligente Fehlerbehebung, verbesserte Transparenz und schnelleres Reporting dank fortschrittlicher Analysefunktionen zur Korrelation von Metriken und Protokolldaten, die sich eignen, um Probleme in virtuellen Umgebungen vorherzusagen, zu verhindern und Fehler zu beheben.
  • 20-prozentige Senkung der Hardwarekosten und 10-prozentige Senkung der Speicherkosten durch Kapazitätsoptimierung, die dank prädiktiver Analysen automatisch den Workload ausgleicht und Konflikte vermeidet.
  • Senkung der Lizenzkosten für Datenbanksoftware um 50 Prozent durch kontinuierliche Leistungsoptimierung, die es Kunden ermöglicht, den Workload-Ausgleich und die Host-basierte Workload-Platzierung auf Grundlage der Geschäftsentwicklung zu automatisieren, was zur Konsolidierung und Trennung von Softwarelizenzen führt.
  • Reduzierung von ungeplanten Ausfallzeiten um 93 Prozent durch kontinuierliche Leistungsoptimierung auf der Grundlage der der Betriebs- und Geschäftsentwicklung, Optimierung der Ressourcennutzung, Erkennung von Kapazitätsengpässen und proaktive Problemlösung - ein Beitrag zur Optimierung der Umgebung und Verbesserung der Verfügbarkeit.

Produktverfügbarkeit

VMware vRealize Operations 7.5, VMware vRealize Automation 7.6, VMware vRealize Network Insight 4.1, VMware vRealize Suite Lifecycle Manager 2.1 werden voraussichtlich im 1. Quartal des VMware Geschäftsjahres 2020 verfügbar sein.

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