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Ipsos-Studie zu Social Tools und falsche Schlüsse Unternehmen und Mitarbeiter bewerten Social Tools anders

Redakteur: Wilfried Platten

Microsoft postuliert: Für die Arbeitnehmer in Europa verbessern Social Tools die Zusammenarbeit - die Arbeitgeber dagegen unterschätzen häufig deren Bedeutung. Doch die Studie selbst sagt etwas anderes.

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Social Tools für White Collars
Social Tools für White Collars
(Bild: QUALIA studio / Fotolia.com)

Laut Microsoft sind „Arbeitnehmer sich europaweit einig“ und „fordern mehr Zugang zu Social Tools am Arbeitsplatz“. Ganz so geschlossen sind die Reihen allerdings nicht, die Ergebnisse der aktuellen Ipsos-Studie im Auftrag von Microsoft zum Thema „Enterprise Social" geben diese euphemistischen Schlussfolgerungen jedenfalls nicht her.

Verkehrte Welt

Mit zwei von fünf der Befragten, exakt waren es 37 Prozent, rechnet nur eine Minderheit damit, dass Social Tools sie bei ihrer Arbeit gezielt unterstützen und ihre Produktivität deutlich verbessern würden. In Deutschland sind sich immerhin 50 Prozent der Befragten einig, dass „Enterprise Social" zu mehr Effizienz in der Zusammenarbeit beiträgt.

Allerdings fehlen häufig, so die Studie, entsprechende Arbeitsumgebungen. 18 Prozent der Mitarbeiter sind daher bereit, selbst in Social Tools zu investieren. Europaweit gaben 27 Prozent der Befragten an, dass ihre Unternehmen die Bedeutung von Social Tools noch unterschätzen und deren Nutzung stark einschränken.

Das hieße im Umkehrschluss, dass mehr als zwei Drittel der Unternehmen sie sehr wohl schätzten und einsetzten oder ihnen zumindest neutral gegenüber stünden - also sehr viel mehr als die 37, respektive 50 Prozent der Arbeitnehmer, die deren Einsatz fordern. Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegen in der Einschätzung somit sehr wohl auseinander, aber genau konträr zu den Schlussfolgerungen des Auftraggebers der Studie.

Limitierender Faktor

Einer der Hauptgründe, warum einige Unternehmen Social Tools im Arbeitsumfeld skeptisch gegenüberstehen sind nach wie vor Sicherheitsbedenken (Einschätzung bei 65 Prozent der Befragten), so die Studie. In Deutschland sind es demnach sogar 75 Prozent der Unternehmen, die aufgrund von Sicherheitsbedenken Social Tools nicht auf ihrer IT-Agenda sehen. Darüber hinaus befürchten nach Einschätzung der Befragten 58 Prozent der Unternehmen, dass die Produktivität der Mitarbeiter durch deren Einsatz eher abnimmt als steigen wird.

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