Mitarbeiter sind unzufrieden mit Technik am Arbeitsplatz

Unternehmen fehlt oft Mut und Weitblick für innovative Anwendungen

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Durch zu wenig oder zögerliche Investitionen in moderne Arbeitsplatzanwendungen schöpfen deutsche Unternehmen das Potenzial ihrer Mitarbeiter nicht aus.
Durch zu wenig oder zögerliche Investitionen in moderne Arbeitsplatzanwendungen schöpfen deutsche Unternehmen das Potenzial ihrer Mitarbeiter nicht aus. (Bild: Deloitte)

Viele Firmen in Deutschland behindern die Arbeitsmoral und Produktivität ihrer Mitarbeiter, indem sie es versäumen, die richtige Technologie am Arbeitsplatz bereitzustellen. Nach einer Deloitte-Studie ist die Mehrzahl der Beschäftigten in Deutschland in einem Arbeitsumfeld mit wenig Zusammenarbeit und Innovation tätig.

Die aktuelle Studie „Digital Collaboration: delivering innovation, productivity and happiness“ des Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte im Auftrag von Google basiert auf einer Umfrage unter 3.600 Mitarbeitern in ganz Europa. Der Bericht zeigt, dass die Arbeitnehmer sich Tools wünschen, die ihnen eine bessere Zusammenarbeit ermöglichen. Besteht Zugang zu diesen Instrumenten, sind sie um 20 Prozent zufriedener mit ihrer Unternehmenskultur. Dieses Anliegen stößt jedoch bei Arbeitgebern in ganz Europa auf taube Ohren.

Während 43 Prozent der Befragten in Deutschland der Ansicht waren, dass der Zugang zu besseren Kollaborations-Tools wie gemeinsamen Dateien, Videokonferenzen oder Chats die Produktivität steigern würde, waren lediglich 29 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland mit den von ihren Unternehmen bereitgestellten Arbeitswerkzeugen zufrieden. Speziell mit den digitalen Instrumenten für Zusammenarbeit an ihrem Arbeitsplatz sind nur vier Prozent zufrieden.

Private Nutzung prägt Arbeitsverhalten

Nachdem sie ein ganzes Jahrzehnt lang ansprechende und interaktive Kollaborations-Werkzeuge privat genutzt haben, indem die Menschen Dokumente austauschen, chatten oder per Videokonferenz kommunizieren können, haben sie erkannt, welches Potenzial diese Instrumente am Arbeitsplatz haben. Die Untersuchung ergab, dass die Mitarbeiter mit Zugang zu effektiven Kollaborations-Tools zufriedener mit ihrer Unternehmenskultur waren. Zudem waren sie eher der Ansicht, dass ihre Arbeitsmoral dem Arbeitgeber am Herzen lag.

Dennoch war im Großen und Ganzen die Nutzung von Kollaborations-Diensten der zweiten Generation wie Social Media, Videokonferenzen und kollaborativen Online-Bearbeitungsdiensten in Deutschland eher die Ausnahme als die Regel. So hatten beispielsweise nur 28 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland Zugang zu Videokonferenzanlagen und nur 25 Prozent konnten kollaborative Online-Werkzeuge am Arbeitsplatz nutzen.

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