Lünendonk-Studie Modernisierungsbedarf trotz fehlender Budgets

Von Paula Breukel 3 min Lesedauer

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Aufgrund der vielen neuen Anwendungen stehen Unternehmen vor der großen Frage: Welche Anwendungen müssen erneuert werden und bis wann? Nicht nur technologischer Fortschritt, sondern auch neue Richtlinien bedingen den Handlungsbedarf. Doch reicht das Budget in den betreffenden IT-Abteilungen aus?

Welche Ergebnisse brachte die neuste Studie von Lünendonk?(Bild:  Woodapple - stock.adobe.com)
Welche Ergebnisse brachte die neuste Studie von Lünendonk?
(Bild: Woodapple - stock.adobe.com)

Die neusete Studie des Beratung- und Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder GmbH „Anwendungsmodernisierung und Cloud-Transformation – Strategien, Planungen und Herausforderungen für die IT der Zukunft“ untersuchte den aktuellen Stand der Anwendungsorientierung in Unternehmen. Dabei kam es zu interessanten Erkenntnissen.

Die Studie soll dabei aufzeigen, wie sich die IT-Landschaft entwickelte und welche neuen Anforderungen durch die digitale Transformation entstehen. 79 Prozent der Unternehmen wollen ihre Transformation beschleunigen, indem sie neue digitale Innovationen entwickeln und 67 Prozent der Unternehmen möchten ihre IT- und Prozesslandschaft so anpassen, dass sie Daten system- und unternehmensübergreifend austauschen können.

Modernisierungsdruck in vielen Unternehmen

Durch die Befragungen konnte festgestellt werden, dass sich die Studienteilnehmer modernere Anwendungen in ihrem Unternehmen wünschen. Über zwei Drittel der Befragten (69 %) gaben an, dass sie einen Modernisierungsbedarf bei 20 Prozent der Anwendungen in ihrem Unternehmen für notwendig halten. Konkrete Modernisierungspläne haben 14 Prozent der Befragten. Sie wollen in den nächsten Jahren fast die Hälfte ihrer Anwendungen modernisieren.

Die Gründe hierfür reichen von einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit, über neue Sicherheitsanforderungen bis hin zum Einsatz von KI. Fast drei Viertel (72 %) der Umfrageteilnehmer nennen die Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit als Modernisierungsgrund. 66 Prozent der Befragten werden durch die zunehmenden Sicherheits- und Regulierungsanforderungen wie NIS-2, Cyber Resilience Act und DORA angetrieben, sich mehr Modernisierung in Sachen Anwendung zu wünschen. Die KI bildet beim Modernisierungsbedarf das Schlusslicht: nur 33 Prozent der Befragten geben die KI als Grund für die IT-Modernisierung an. Demgegenüber glaubt mehr als die Hälfte der Befragten (54 %), dass die Anwendungsmodernisierung durch KI erleichtert voranschreiten würde.

Ergebnisse der Studie im Überblick.(Bild:  2024 Lünendonk & Hossenfelder)
Ergebnisse der Studie im Überblick.
(Bild: 2024 Lünendonk & Hossenfelder)

Weitere Erkenntnisse der Studie auf einen Blick

  • 79 Prozent der Unternehmen möchten ihre Transformation beschleunigen, indem sie digitale Innovationen vorantreiben. 67 Prozent der Unternehmen wollen ihre IT- und Prozesslandschaft so optimieren, dass ein effektiver Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen und Unternehmen möglich wird.
  • Trotz begrenzter Budgets priorisieren 43 Prozent der Unternehmen die Modernisierung. Auf der anderen Seite beklagen 55 Prozent der Befragten eine unzureichende Budgetpriorisierung der Anwendungsmodernisierung. Grund hierfür: IT-Budgets verantworten CEOs (74 %) und CFOs (68 %), wobei die IT einem möglichen Modernisierungsprozess steckt.
  • Nur 13 Prozent der Unternehmen verfügen über einen Technologie-Stack, der die Geschäftsanforderungen vollständig unterstützt.
  • Eine Mischung aus alten und neuen Systemen ist üblich, nur ein Viertel plant eine vollständige Modernisierung der IT-Architektur: 67 Prozent wollen ihre Individualsoftwarelösungen teilweise umstellen, um Prozesse zu vereinfachen. Ein Viertel der Befragten setzt auf Best-of-Breed-Lösungen.

Fazit der Studie

Die IT-Modernisierung ist kein reines IT-, sondern ein Business-Thema. Eine One-size-fits-all-Lösung gibt es dabei nicht, wie die Studienergebnisse an vielen Stellen zeigen. So werden meist je nach Applikation unterschiedliche Modernisierungsstrategien genutzt. Eine umfassende Analyse des Ist-Zustands und der aktuellen IT-Architektur ist für diese Entscheidung essenziell, aber auch das Verständnis bei den Budgetentscheidern, dass IT-Modernisierung eine Grundlage für den zukünftigen Unternehmenserfolg bildet.

Studienautor Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder

Somit zeigt die Studie, wie Unternehmen auf die Herausforderungen reagieren können.

Über die Studie

Für die Lünendonk-Studie 2024 wurden 160 IT- und Business-Verantwortliche befragt. Diese stammen aus mittelständischen Unternehmen und Konzernen in den Bereichen Industrie, Finanzsektor, Handel, Energie und öffentlicher Sektor. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Codecentric, GFT, Hyand, PKS, Randstad Digital und Senacor.

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