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IBM-X5-Server analysieren in Sekunden ERP-Szenarien mit In-Memory- und MAX5-Technik Überwachte Performancetests und weitere Anwendungen für SAP HANA

| Redakteur: M.A. Dirk Srocke

SAP und IBM haben erste Performancetests für die In-Memory-Appliance SAP HANA veröffentlicht. Die auf IBM-Servern der 3850-Serie ausgeführten Benchmarks bestätigen SAPs Echtzeit-Prognosen. Anwender sollen die Leistung mit komplett neuen ERP-Anwendungen nutzen: Sales and Operations Planning, Intelligent Payment Broker und Smart Meter Analysis.

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SAP präsentiert in einer Roadmap Anwendungen für das „Echtzeit-Unternehmen“.
SAP präsentiert in einer Roadmap Anwendungen für das „Echtzeit-Unternehmen“.
( Archiv: Vogel Business Media )

Was die In-Memory-Technik zu leisten vermag hatte SAP bereits bei der Vorstellung von BusinessObjects 4.0 live vorgeführt. Jetzt reicht der Hersteller nachprüfbare Testergebnisse nach und verrät in einer Roadmap, was Endanwender mit der Performance einer SAP HANA anfangen können.

Ausgeführt wurden die von der WinterCorp geprüften Performancetests auf IBM-Servern der 3850-Serie. Ein verwendeter IBM-X5-Server nutzte 32 Prozessorkerne, verfügte über einen Speicher von 0,5 Terabyte und konnte auf ein RAID-5-Festplattensystem zugreifen. Bei dem Rechner wurde laut SAP erstmals die MAX5-Technologie eingeführt. Die entkoppelt den Hauptspeicher vom Prozessor und soll für eine höhere Skalierbarkeit sorgen.

Stündlich 10.000 Abfragen gegen 1,3 Terabyte Daten

In beispielhaften ERP-Szenarien sollte auf der Hardware gezeigt werden, wie schnell die In-Memory Computing Engine Abfragen mit operativen Geschäftszahlen tatsächlich bearbeiten kann. Ergebnis: Pro Stunde wurden 10.000 Abfragen gegen ein Datenvolumen von 1,3 Terabyte durchgeführt.

„SAP HANA hat bei analytischen Abfragen ein weitaus besseres Ergebnis als herkömmliche Plattensysteme erzielt und eröffnet damit ganz neue Geschäftschancen“, meint Jake Klein, Vice President, Data and Analytic Engines bei SAP. Wie diese Geschäftschancen für das von SAP propagierte „Echtzeit-Unternehmen“ konkret aussehen könnten, skizziert eine Roadmap des Softwareherstellers.

Roadmap für neuartige Anwendungen

Noch in diesem Jahr will das Unternehmen komplett neuartige Anwendungen für die In-Memory-Technik präsentieren. Die sollen Ergebnisse simulieren, Planungen schneller durchführen und betriebswirtschaftliche Probleme ganzheitlicher angehen.

Konkret plant SAP die Produkte:

  • Sales and Operations Planning. Mit der Lösung sollen sich Vertriebs- und Marketingabteilungen besser mit anderen Unternehmensbereichen wie Produktionsplanung oder Finanzwesen abstimmen. In-Memory könnte dabei helfen, geschäftsbereichübergreifend und gemeinsam zu ermitteln, welche finanziellen Auswirkungen strategischen Pläne haben werden. Dazu gehören auch in Echtzeit abgebildete Lieferszenarien oder What-if-Prognosen für das Supply-Chain-Management.
  • Intelligent Payment Broker. Die Finanzanwendung soll das Aushandeln von Verträgen zwischen Handelspartnern unterstützen. In-Memory Computing sorgt dabei für eine sekundenschnelle Analyse aktueller und historischer Daten. Die intelligente Anwendung macht Vorschläge, welche Rabattkonditionen für die jeweiligen Rechnungen angeboten werden können.
  • Smart Meter Analytics. Damit können Versorgungsunternehmen Zählerablesungen auswerten, Bedarfsprognosen erstellen, die Rentabilität einzelner Kundensegmente analysieren und neue Produkte zu entwickeln. Die enormen Datenmengen aus den Ablesungen werden mit In-Memory-Technologie in Echtzeit verarbeitet und lassen rasche Reaktionen auf einen veränderten Energieverbrauch zu.

Performance für Bestandskunden

Außerdem will SAP bestehende Anwendungen per In-Memory-Technik beschleunigen. So sollen künftig auch Bestandskunden von SAP Trade Promotion Management oder SAP Cash and Liquidity Management von Echtzeit-Analysen profitieren.

Weitere Details zu SAPs In-Memory-Technik gibt es auf der Homepage des Herstellers.

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