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IT-Prozesse sollen in einer virtuellen Welt automatisiert ablaufen UC4 und Red Hat wollen VMware das Fürchten lehren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Red Hat, Anbieter einer Open-Source-Betriebssystems und Middleware, und UC4, Anbieter von Tools für die IT-Automatisierung gehen eine Kooperation ein. Die umfasst unter anderem eine kleine gemeinsame Entwicklungs-Mannschaft, die die Integration der Produkte vorantreiben soll. Die enge Zusammenarbeit soll eine bessere, weil offene Alternative zu der Administration mit VMware-Tools in virtuellen und in Cloud-Umgebungen sein.

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Die Analysten von Forrester vergleichen die Angebote der verschiedenen Anbieter von Produkten für die IT-Prozessautomation; Quelle: IT-Process Automation, Q3 2011 (siehe: Download)
Die Analysten von Forrester vergleichen die Angebote der verschiedenen Anbieter von Produkten für die IT-Prozessautomation; Quelle: IT-Process Automation, Q3 2011 (siehe: Download)
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Kombination aus dem Open-Source-Angebot von Red Hat und den Management-Werkzeugen von UC4, die unter dem Markennamen „One Automation“ auf den Markt gelangen, verspricht geringere Kosten und weniger manuellen Aufwand in der Initiierung und der Orchestrierung virtueller Infrastrukturen. Das bedeute für die Administratoren weniger Aufwand und mehr Erfolgt durch das Erfüllen von immer aggressiveren Service Level Agreements.

Für Randy Clark, Marketing-Chef bei UC4, hat die Kombination aber noch einen ganz anderen Reiz. „Ich gehe davon aus, dass es in spätestens fünf Jahren kein Unternehmen mehr geben wird, dass weder rein mit VMware virtualsisiert sein wird, noch mit irgendeinem anderen Produkt. Vielmehr entwickele sich eine heterogene virtuelle Welt.“ Es sei zu beobachten, dass sich die Unternehmen dem so genannten „vendor-lock-in“, also der Bindung an einen einzelnen IT-Lieferanten entziehen wollten.

Zudem setze jedes Großunternehmen schon jetzt auch Open Source Software ein. In dieses Segment heterogen virtualisierter Umgebungen wolle UC4 vorstoßen, wie die „Big-Four“-Konkurrenz im Übrigen auch. Die Großen Vier sind in diesem Zusammenhang CA, IBM, BMC und HP.

Unterstützung von Red Hat und VMware

Die Automatisierungsplattform unterstütze bereits VMware und die Virtualsierungs- (Management-)Tools des Virtualisierungs-Marktführers. Doch die Kooperation mit Red Hat erlaube nun das Management von IT-Welten, die etwa mit KVM virtualisiert sind und mit VMware. Den erste Schritt zu dieser Annäherung an Red Hat habe UC4 getan, als das Unternehmen der jüngst ins Leben gerufenen Open Virtualization Alliance (OVA) beigetreten war.

Zugleich beobachtet Clark, dass die Plattformen, die die Unternehmen sich derzeit aufbauen, denen der „Googles dieser Welt“, ähneln sollen. Die eigene IT werde zum Service Provider. Das wiederum aber mache dem IT-Management, wie es bisher organisiert wurde, den Garaus. Bisher habe es aufgabenspezifische Tools gegeben. UC4 etwa bietet Unterstützung für das Job Scheduling oder die Runbook-Automation an.

Doch IT als Service benötige eine andere Art des Managements. Es müssten Prozesse gesteuert und verwaltet werden, nicht einzelne Aufgaben. Zugleich müsse vielmehr als bisher, automatisch ablaufen, nicht gesteuert durch Scripte, die gegebenenfalls „´mal so“ eingebaut würden.

Die Unternehmens-IT auf dem Weg zum Service-Provider

Im Portfolio von UC4 habe sich dieser Wandel durch die Integration der Tools und die Schaffung einer einzigen Plattform, One Automation, bereits vollzogen, so Clark. Nun werde die Möglichkeit eröffnet, diese Management-Werkzeuge direkt mit den Virtualsierungs-Tools zu verknüpfen. Das führe schließlich dazu, dass auch die Produkte anderer Hersteller, etwa für ein Disaster-Recovery, besser anschließen ließen.

Insgesamt steigere die Prozess-Orientierung die Möglichkeit der Unternehmen, schneller zu handeln und zwar zu geringeren Kosten, insbesondere wenn Open-Source-Produkte ins Spiel gelangten.

„Die Unternehmen wünschen sich eine Service-Provider-Plattform light“, sagt Clark. „Mit UC4 und Red Hat können sie diese haben.“

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