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Usedsoft Schweiz meldet Konkurs an Trotz Pleite der Schweizer AG – Usedsofts Länder-Gesellschaften machen weiter

| Redakteur: Katrin Hofmann

Die Schweizer Usedsoft AG hat Insolvenz anmelden müssen. Gegen die Vermutung des Gebrauchtsoftware-Händlers Susensoftware, der Streit mit Adobe über Education-Lizenzen könnte dafür ausschlaggebend sein, setzt sich Usedsoft aber zur Wehr. Und: In den drei Länder-Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen die Geschäfte ungestört weitergehen.

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Usedsoft-Geschäftsführer Peter Schneider: „Für die Kunden ändert sich dadurch nichts.“
Usedsoft-Geschäftsführer Peter Schneider: „Für die Kunden ändert sich dadurch nichts.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie heute bekannt wurde, ist die Schweizer Usedsoft AG seit 31.05.2011 insolvent. Dennoch soll der Geschäftsbetrieb des Gebrauchtsoftware-Händlers ohne Störungen weiterlaufen, teilt das Unternehmen mit. Denn der Konkurs betreffe die Schweizer Einkaufsgesellschaft, eine AG. Die drei Ländergesellschaften in Österreich, Deutschland und der Schweiz seien einzig insoweit betroffen, als nun jede für sich einkauft. „Der Geschäftsbetrieb von Usedsoft läuft ohne Störungen weiter. Die deutsche HHS Usedsoft GmbH ist von der Insolvenz der Schweizer Einkaufsgesellschaft Usedsoft AG nicht unmittelbar betroffen“, beteuert Usedsoft. Gleiches gelte für die österreichischen und Schweizer Usedsoft-Gesellschaften.

„Für die Kunden ändert sich dadurch nichts“, unterstreicht Usedoft-Geschäftsführer Peter Schneider. „Sie werden weiter zuverlässig und auf derselben Rechtsgrundlage beliefert.“

Gegen die Vermutung des Gebrauchtsoftware-Händlers Susensoftware, dass der Streit mit Adobe über Educations-Lizenzen möglicherweise zu viel gewesen sei, wehrt sich das Unternehmen. Grund für die Insolvenz der Schweizer Einkaufsgesellschaft seien vielmehr Meinungsverschiedenheiten mit einem Investor. Die laufenden Rechtsstreitigkeiten mit Oracle und Adobe stünden in keinem Zusammenhang mit dem Konkurs – zumal Usedsoft in der Schweiz einen wichtigen Sieg gegen Adobe errrungen habe.

„Umsatz ist deutlich gestiegen“

Weder die Usedsoft AG noch die nationalen Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten Verbindlichkeiten bei Banken, Mitarbeitern, Sozialkassen oder Finanzämtern. Alle drei Landesgesellschaften seien insolvenzfrei. Grundsätzlich gehe es dem Unternehmen umsatztechnisch gut: In den vergangenen Monaten seien die Erlöse „deutlich gestiegen“. Profitabel laufe das Geschäft sowohl hierzulande als auch in den anderen drei Landesgesellschaften, sagt der Usedsoft-Unternehmenssprecher Christoph Möller auf Anfrage von IT-BUSINESS.

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