Icomasoft-Schwachstellenanalyse senkt Supportkosten und erhöht Leistung virtualisierter Umgebungen Systemanalyse as a Service: Opvizor 1.0 überwacht VMware-Umgebungen

Autor / Redakteur: Dirk Srocke und Florian Karlstetter / Florian Karlstetter

Icomasoft hat eine Cloud-Plattform vorgestellt, die VMware-Umgebungen überwacht. Opvizor 1.0 analysiert VMware-ESX-Diagnosedaten und erkennt Konfigurations-, Performance- sowie Security-Fehler – bevor diese zu Leistungseinbußen oder Systemausfällen führen. Der auch in einer kostenlosen Variante verfügbare, finale Service bietet mehr Funktionen als die bisherige Beta.

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Die finale Opvizor-Version bietet zusätzliche Security-Funktionen und ein erweitertes Dashboard.
Die finale Opvizor-Version bietet zusätzliche Security-Funktionen und ein erweitertes Dashboard.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der in der Schweiz ansässige Anbieter Icomasoft hat Opvizor 1.0 fertiggestellt. Der als SaaS zur verfügbare Dienst soll frühzeitig bis zu 60 Prozent aller Probleme erkennen, die in VMware-Umgebungen auftreten können. Das reduziere nicht zuletzt auch Supportkosten, weil Administratoren so Leistungseinbußen, Instabilitäten oder gar Systemausfällen vorbeugen können.

Das Tool analysiert VMware-ESX-Diagnosedateien, Opvizor erkennt aber nicht nur aufkeimende Probleme und Fehler in der virtualisierten Ebene, sondern bezieht auch Netzwerk- und Storage-Ressourcen in die Analyse mit ein. Die gesammelten Daten werden verschlüsselt an den Dienst übertragen und abgelegt. Auf Wunsch können Anwender die Protokolldaten jedoch auch online mit Beratern oder Systemintegratoren teilen, um mit diesen gemeinsam Lösungsszenarien zu finden.

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Die Opvizor-Plattform vereint quasi Anwender, Berater, Systemintegratoren und die Knowlede-Bases der Hersteller mit dem Ziel, eine schnelle Fehleranalyse durchzuführen. Anwender profitieren so von einem umfangreichen Wissens-Pool, der durch bereits gelöste Problemfälle ständig anwächst und so die Fehlerbehebung beschleunigt.

Icomasoft hat sich bei Opvizor bewusst für ein Servicemodell entschieden, da ansonsten sehr große Datenmengen etc. mit dem entsprechendem administrativem Aufwand beim Kunden anfallen würden. Für Sicherheit bei der Übertragung der Logfiles und anderer relevanter Daten sorgt eine 256-Bit Verschlüsselung nach AES.

Verglichen zu Public Beta und Release Candidate hat Icomasoft den Leistungsumfang der Lösung erweitert. So bietet Opvizor jetzt mehr Diagnosemöglichkeiten im Security-Umfeld, den automatisierten und anonymisierten Upload von Diagnosedaten sowie ein umfangreicheres Dashboard mit zusätzlichen Reporting-Funktionen.

weiter mit: Die Vorteile von Opvizor im Überblick, Preise und Editionen

Die Vorteile von Opvizor 1.0 im Überblick

  • Service vereint Anwender, Partner, Berater, Hersteller in einer Plattform
  • anbieterübergreifender Support
  • weltweite Vernetzung von Anwendern über die Community
  • automatisierte Analyse von tatsächlichen und potenziellen Konfigurationsfehlern
  • Online-Marktplatz für ungelöste Probleme
  • automatisierter Vergleich von Logeinträgen mit Best-Practice-Datenbanken von Icomasoft selbst, aber auch von Herstellern und aus der Community
  • Problemvermeidung und Lösungsvorschläge für bis zu 60 Prozent aller bekannten Konfigurationsprobleme und -fehler (Best Practice)

In einem der nächsten Release-Zyklen sollen außerdem ein Ticketing-System zur Problemlösung und ein Konfigurationsvergleich durch semantische Suche integriert werden.

Preise und Verfügbarkeit

Opvizor 1.0 ist auch in einer kostenlosen Variante verfügbar, dann allerdings limitiert auf zwei ESX-Hosts und ein jährliches Datenvolumen von einem Gigabyte.

Für die Professional Edition des Analyse-Services verlangt der Anbieter 1.500 Euro pro Administrator und Jahr für die Überwachung von bis zu zehn Hosts. Dafür erhalten Kunden dann Zugriff auf eine virtuelle Appliance, die Diagnosedaten automatisiert und verschlüsselt an Opvizor weiterleitet.

Aufgrund des verhältnismäßig attraktiven Preises stellt sich – je nach Anzahl der zu überwachenden Hosts – bereits nach rund einem Monat ein ROI ein, so Diego Boscardin, CEO von Icomasoft im Gespräch mit CloudComputing-Insider.

Ausblick auf weitere Entwicklungen

Für die nahe Zukunft geplant ist außerdem ein öffentlicher Marketplace, beispielsweise zur Beratungsvermittlung oder anderen Dienstleistungen. Außerdem arbeitet Icomasoft gerade an einem Proof of Concept für die virtuellen Infrastrukturen von VMware.

Positiv zu erwähnen ist noch, dass Icomasoft sehr kundengetrieben agiert. Das heißt, dass auch die weiteren Entwicklungen vom Kundenbedarf beeinflusst werden. So ist momentan beispielsweise angedacht, künftig auch Lösungen und Plattformen zur Analyse von virtualisierten Citrix- und Microsoft-Umgebungen (Hyper-V) anzubieten.

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