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Zu viele Backup-Anwendungen im Betrieb machen die Datensicherung unsicher

Storage Architekturen für virtualisierte businesskritische Anwendungen

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Backups als Engpass in der Storage-Infrastruktur

Obwohl sich die Virtualisierung inzwischen vielfach bewährt hat, verfügen viele Unternehmen noch immer nicht über passende Backup- und Recoverylösungen. Das zunehmende Datenwachstum und der Trend zur Virtualisierung stellen aber neue Anforderungen an die Datensicherheit. Denn das übliche Backup-Fenster entfällt zusehends, da Anwendungen rund um die Uhr zur Verfügung stehen müssen. Gleichzeitig werden die Ressourcen immer knapper, da inzwischen zehn virtuelle Maschinen auf einem physischen Server laufen – was bedeutet, das auch zehnmal so viel Daten pro Server gesichert werden müssen.

Traditionelle Backup-Lösungen eignen sich daher kaum mehr für virtuelle Umgebungen. Die Leistungseinbußen auf Seiten des Anwendungshosts sind zu gravierend. Es dauert zu lange, Backups zu erstellen und die Ressourcen, die ein Backup in Anspruch nimmt, sind zu groß. Schließlich sind auch die Kosten, um Geschäftskontinuität und eine sichere Wiederherstellung zu gewährleisten, zu hoch. Es gibt einfach zu viele redundante Prozesse, bei denen zu viele Daten hin und her kopiert werden.

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Zu viel Backup schadet

In mehr als der Hälfte aller Unternehmen sind zudem mehrere Backup-Lösungen parallel im Einsatz – sowohl für physische als auch für virtuelle Umgebungen. Neben filebasierter Backupsoftware, die von fast 80 Prozent aller Unternehmen eingesetzt wird (siehe „Why is Backup Broken?“, Studie von UBM TechWeb und Syncsort, September 2011), sind das zum Beispiel anwendungsspezifische Lösungen, Snapshot-Lösungen, spezifische Backupsoftware für virtualisierte Umgebungen, Disk-Array Datenreplikation und viele mehr. Dabei würden mehr als drei Viertel eine einzige Lösung bevorzugen (siehe ESG ResearchReport, 2010).

Auch setzen noch immer viele Unternehmen auf Tape zur Sicherung ihrer Daten. Denn die Virtualisierung hat kaum Einfluss darauf, ob disk- oder tapebasierte Backup-Lösungen genutzt werden. Tape bleibt ein integraler Bestandteil der Datensicherungsstrategie in vielen Unternehmen, ganz gleich, ob sie in virtualisierten, physischen oder heterogenen Umgebungen arbeiten. Das erschwert es, den Backup-Prozess zu vereinheitlichen, da nur wenige Backup-Lösungen sich für heterogene Umgebungen sowie die gleichzeitige Nutzung von Disks und Tapes eignen.

Backup-Systeme für heterogene Umgebungen

Für businesskritische Anwendungen wie ERP und CRM benötigt man speziell konfigurierte Systeme sowie schnelle, zuverlässige und straffere Backup- und Recovery-Prozesse. Deshalb investieren momentan viele Unternehmen in neue Storage-Architekturen und Features, die den hohen Anforderungen an Leistung und Skalierbarkeit in solchen Umgebungen besser gerecht werden.

Nach einer Studie der Enterprise Strategy Group vom Januar 2011 („2011 IT Spending Intentions Survey“) möchten 34 Prozent der befragten Unternehmen ihre Backup- und Recovery-Lösung für virtuelle Umgebungen verbessern.

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