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Die Gefahr aus der Wolke

Sony- und Amazon-Probleme schüren Zweifel an externer Datenhaltung

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Fazit

Steht der vielbeschworene Cloud-Computing-Erfolg damit auf tönernen Füßen und wird bedroht von weiteren medienwirksamen Desastern? Eher nein, denn die Vorteile der As-a-Service-Modelle sind immens (siehe Seite 4). Aber Ereignisse wie das Sonygate und die „fast verlorene Amazon-Wolke“ könnten IT-Entscheider stärker für Private-Cloud-Modelle begeistern, die in As-a-Service-Szenarien einen Kompromiss zwischen komplett externer und interner Datenhaltung darstellen.

Contra Cloud

  • Durch Cloud Computing wird tendenziell Wertschöpfung aus dem Channel genommen, während Direktvertriebsmodelle profitieren.
  • Bestimmte Daten dürfen die Bundesrepublik Deutschland oder die EU aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen nicht verlassen; viele Cloud-Anbieter betreiben ihre Rechenzentren aber außerhalb.
  • Der Zugriff von Mitarbeitern des Cloud-Anbieters auf sensible Daten kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, haben diese das eigene Unternehmen einmal verlassen.
  • Änderungen beim Cloud-Anbieter, beispielsweise der Verkauf des Unternehmens oder der Austausch von Hardware geht mit Risiken einher.
  • Vor gezielten Hacker-Angriffen können mitunter die besten Sicherheitsmaßnahmen nicht schützen (siehe „Sonygate“). Und die Gefahr eines solchen Hacker-Angriffs ist bei großen Playern im Markt tendenziell größer als bei kleinen Unternehmen.

Pro Cloud

  • Den Sicherheitsstandard externer Rechenzentren erreichen die meisten In-House-Systeme keineswegs.
  • Die heranwachsende „Generation Facebook“ ist mit der Cloud aufgewachsen und wird Public-Cloud-Lösungen offener gegenüber stehen.
  • Das wahre Sicherheitsrisiko sind Mitarbeiter eines Unternehmens und Cloud-Lösungen helfen bei der Zugangsbeschränkung zu sensiblen Daten.
  • Beim Cloud-Computing-Bereitstellungsmodell fallen keine Einmal-Investitionen an, sondern monatliche Gebühren – das schont die Eigenkapitalquote eines Unternehmens.
  • Viele Cloud-Verträge sind sehr flexibel und skalierbar, was dem dynamischen Geschäftsalltag besser entspricht, als Lizenz-Investitionen.
  • Durch Umwandlung von Eigentum (Lizenz) zu Miete (SaaS) wird Software tendenziell günstiger.
  • Das Bereitstellungsmodell SaaS ist häufig browser-basiert und dann endgeräteunabhängig sowie besonders gut für den mobilen Zugriff geeignet.
  • Statt dem Lizenz-Dschungel im On-Premise-Modell ist Cloud-Computing insgesamt übersichtlicher und damit compliance-gerechter.
  • Im SaaS-Modell neue Arbeitsplätze einzurichten und zu administrieren ist tendenziell mit weniger Aufwand verbunden als im On-Premise-Modell.
  • Bei verbrauchsabhängigen SaaS-, IaaS- und StaaS-Modellen (Software-, Infrastructure und Storage as a Service) muss nur das bezahlt werden, was tatsächlich genutzt wurde.

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