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Neue Lünendonk-Studie zur Applikations-Aktualisierung Software-Modernisierung steht ganz oben auf der Agenda

| Autor / Redakteur: Heidemarie Schuster / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Dass durch die digitale Transformation die meisten Geschäfts- und IT-Prozesse von Un­ter­neh­men umgedreht werden, ist nicht neu. Business- und IT-Welt werden immer mehr mit­ei­nan­der verzahnt. Jedoch erfüllen die meisten Alt-Anwendungen nicht die Anforderungen des Business sowie der CIOs, wenn sich Rahmenbedingungen und Technologien verändern.

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Der Stand der IT ist laut Lünendonk in vielen Organisationen nicht zufriedenstellend.
Der Stand der IT ist laut Lünendonk in vielen Organisationen nicht zufriedenstellend.
(© ra2 studio - Fotolia.com)

In Bezug auf veränderte Kundenanforderungen, Agilität, Flexibilität, Datensicherheit und User Experience ändern sich die Anforderungen in Unternehmen. Hinzu kommt der hohe Wartungs- und Betriebsaufwand einer komplexen, teilweise starren IT-Landschaft, die häufig von eigenentwickelten Software-Lösungen geprägt ist.

Auf dem Weg zu einer modernen IT-Landschaft, die gleichzeitig Innovationen fördert, technologiebasierte Geschäftsmodelle unterstützt und mittels Effizienzpotenzialen Kosten spart, kommen CIOs und Business-Verantwortliche nicht an einer Modernisierung der Software-Landschaft vorbei, erklären die Marktforscher von Lünendonk.

„Tatsache ist, dass CIOs 2015 der Software-Modernisierung die höchste Investitionspriorität einräumen“, beschreibt Mario Zillmann, Leiter Professional Services beim Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk, die Planungen der CIOs.

Bereits 2014 stand die Software-Modernisierung an der zweiten Stelle der CIO-Liste der hochpriorisierten IT-Investitionen. 2015 schiebt sie sich an die erste Position; 70 Prozent der befragten Firmen sehen „sehr starken“ beziehungsweise „eher starken“ Bedarf an Modernisierung ihrer Software; das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Viele der heute propagierten Modethemen rutschen damit auf hintere Ränge. Dies gilt insbesondere für Big Data und Konvergenzlösungen von Informations- und Kommunikationstechnologie und in gewisser Weise auch noch für Cloud Services, Mobile Apps und Social Media. Eine gewisse Dringlichkeit ist also dem Thema Modernisierung von Alt-Software nicht abzustreiten, so Lünendonk.

Beim Thema Software-Modernisierung sind sich Anbieter und Kunden einig. Die drei Spitzen-Investments aus Sicht der Anbieter („Software-Modernisierung“, „Business Analytics“ und „IT-Security“) werden von der Mehrheit der befragten CIOs bestätigt, wenngleich die Anbieter grundsätzlich Kundeninvestments in ihrer Planung höher einschätzen, als es die Kunden tatsächlich planen.

Zu wenig Spielraum für IT-Innovationen

Der Stand der IT in vielen Organisationen sei nicht zufriedenstellend. Neue Technologien seien zwar eingeführt worden, aber auch die alten Systeme wären geblieben. Die IT-Anwendungslandschaften vieler Branchen seien sich insofern sehr ähnlich, als dass sie – für unterschiedliche Geschäftsbereiche separat und über lange Jahre aufgebaut – immer wieder erweitert und dem jeweiligen Bedarf individuell angepasst wurden. Aufwändig miteinander verbundene Einzellösungen würden zu längeren Durchlaufzeiten in den IT- und Geschäftsprozessen führen und würden Automatisierungsfortschritte sogar verlangsamen oder behindern.

Die Altersstruktur der Applikationslandschaft beeinflusst auch die Kostenstruktur der gesamten IT, erklärt Lünendonk. Eine typische Kostenstruktur des IT-Budgets teile sich etwa zu einem Drittel für Veränderungs- und Zukunftsprojekte und zu zwei Drittel für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebs auf. Je mehr Zeit und Budget die Unternehmen für die Wartung älterer Software aufwenden müssten, desto weniger Budget und Ressourcen blieben für die Realisierung zukunftsweisender Projekte wie Multi-Channel, Big Data oder Prozessautomatisierung übrig.

Damit geraten sie in einen Teufelskreis: Neue Projekte werden unter höchster Priorität vorangetrieben und umgesetzt, wobei wiederum für eine saubere Dokumentation und Architektur nur wenig Zeit kalkuliert wird.

Die Wahl der richtigen Option

Lünendonk zufolge sind die Möglichkeiten der Modernisierung von Software-Landschaften enorm vielschichtig und hängen von den individuellen Unternehmensprozessen sowie Branchenspezifika ab. Das Spektrum reiche vom bewussten Beibehalten der Alt-Systeme, dem Outsourcing bis hin zur Neuentwicklung, der Migration auf Standard-Software und dem Re-Engineering als Gegenstück zur Neuentwicklung.

Das gesamte Whitepaper „Softwaremodernisierung – im Spannungsfeld zwischen Zwangsläufigkeit und Aufwand“ gibt es kostenlos zum Download.

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