Technologie ermöglicht Business Process Excellence in Echtzeit Software AG übernimmt In-Memory-Spezialisten Terracotta

Redakteur: Florian Karlstetter

Die Software AG hat die Übernahme von Terracotta bekanntgegeben. Mit den auf In-Memory- und Caching-Technologien basierenden Produkten BigMemory und Enterprise Ehcache von Terracotta lässt sich ein Datenvolumen von bis zu 1 Terabyte im Hauptspeicher vorhalten und diese in Echtzeit analysieren.

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Mit der Übernahme von Terracotta sichert sich die Software AG eine führende In-Memory-Technologie und erhält Zugang zu einer großen Open Source-Gemeinde.
Mit der Übernahme von Terracotta sichert sich die Software AG eine führende In-Memory-Technologie und erhält Zugang zu einer großen Open Source-Gemeinde.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Akquisition von Terracotta kommt die Software AG in den Besitz einer führenden In-Memory-Technologie für hochleistungsfähige Anwendungen und Cloud-Dienste. Terracotta bietet mit Produkten wie Enterprise Ehcache oder BigMemory den Defacto-Standard für Caching in Enterprise-Java-Anwendungen. Mit diesen ist es möglich, extrem große Datenmengen im Hauptspeicher vorzuhalten und performant auszuwerten.

Das in Privatbesitz befindliche Terracotta wurde 2003 gegründet und beschäftigt derzeit 55 Mitarbeiter in San Francisco und Neu-Delhi. Weltweit kommen über 500.000 Open-Source-Installationen des Unternehmens zum Einsatz. Mit der Transaktion stärkt die Software AG ihe Position im Markt für Business Process Management (BPM) - bei der Software AG mittlerweile Business Process Excellence genannt.

Die führende In-Memory-Technologie von Terracotta ermöglicht der Software AG ein stark skalierbares Produktportfolio und einen breiteren Einsatz der eigenen Produkte - selbst unter Arbeitsbedingungen, die besonders hohe Anforderungen stellen. So können Kunden mit der Technologie wesentlich effizienter und kostengünstiger riesige Datenmengen in Echtzeit analysieren - ein Anspruch, der in Zeiten wachsender Datenmengen immer wichtiger wird, um sich so Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Grundlage für das künftige Cloud-Angebot

Durch die Skalierbarkeit der Verarbeitung massiver Datenvolumina über flexible, modulare und geografisch verteilte Architekturen wird auch die Nutzung von Cloud-Lösungen weiter an Auftrieb gewinnen. Die Technologie von Terracotta kann ein Datenvolumen in der Größe von bis zu einem Terabyte im Hauptspeicher vorhalten. Damit erhalten Kunden die Möglichkeit, die Performance und Skalierbarkeit ihrer Anwendungen und Systeme in bisher unerreichter Dimension zu steigern.

Dr. Wolfram Jost, Produkt- und Technologievorstand der Software AG. (Archiv: Vogel Business Media)

„Die Integration der Technologie von Terracotta in unser Produktportfolio ist ein wichtiger Meilenstein. Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, eine bisher unerreichte Leistung und Skalierbarkeit ihrer Systeme zu erreichen, so dass sie die Konvergenz der vielfältigen Technologien – Cloud Computing, mobiles Web, Verarbeitung komplexer Ereignisse und Kollaboration einer Vielzahl von Akteuren in Echtzeit – in vollem Umfang ausschöpfen können“, erklärte Dr. Wolfram Jost, Produktvorstand der Software AG. „Darüber hinaus wird die Software AG die Open-Source-Gemeinde von Terracotta weiterhin voll unterstützen und die fortschrittliche In-Memory-Technologie weiterentwickeln.”

Die Software AG geht davon aus, erste Kombi-Produkte aus dem eigenen Portfolio mit Terracotta-Technologien im vierten Quartal 2011 auf den Markt zu bringen. Die Markteinführung einer Cloud-basierten Platform-as-a-Service-Lösung (PaaS) ist für 2012 geplant.

Das Thema Cloud Computing ist bei der Software AG noch relativ jung. So stellte der Softwarekonzern anlässlich der diesjährigen CeBIT erstmals seine Strategie und Roadmap für Cloud-basiertes Prozessmanagement vor.

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