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Anwenderbericht Air France-KLM SOA Management Actional von Progress Software seit zwei Monaten im Einsatz

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Florian Karlstetter

Gershon Janssen nimmt kein Blatt vor den Mund. Der in Amsterdam ansässige IT Architekt der größten europäischen Fluglinie Air France-KLM ist seit zwei Monaten Nutzer der SOA-Management-Lösung Progress Actional und berichtet auf der Progress Revolution-Konferenz in Boston im Gespräch mit CloudComputing-Insider.de freimütig von seinen Erfahrungen. Im Guten wie im Schlechten.

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Aus dem Nähkästchen geplaudert: Erfahrungen im Umgang mit Progress Actional während der globalen Kunden- und Partner-Konferenz Progress Revolution in Boston.
Aus dem Nähkästchen geplaudert: Erfahrungen im Umgang mit Progress Actional während der globalen Kunden- und Partner-Konferenz Progress Revolution in Boston.
( Archiv: Vogel Business Media )

Vor rund zwei Jahren war klar: Ohne SOA-Management wird bald kein Flieger von Charles de Gaulle oder Amsterdam, den beiden Basisflughäfen der Organisation, mehr abheben – 1500 verschiedene B2B- sowie B2C-Applikationen hatte die IT-Abteilung der Fluglinie mittlerweile im Einsatz, 150 davon Web-basiert. Hinzu kamen mehr als 400 Web Services, schließlich gelten Fluglinien als die ersten Anwärter auf die Nutzung der vor rund 10 Jahren schwer in Mode gekommenen Dienste. Um sich das Datenaufkommen vorstellen zu können muss man sich vor Augen halten, dass bei Air France-KLM pro Stunde wenigstens eine halbe Million Web Services aufgerufen werden – das sind Kunden, die Flüge buchen, am Zielort zusätzlich einen Mietwagen benötigen, umbuchen, noch ein Hotel dazu nehmen etc. etc.

Gershon Janssen, IT Architekt bei der Air France-KLM erläutert die Möglichkeiten, aber auch Probleme bei der Implementierung von Progress Actional. (Archiv: Vogel Business Media)

Es war also klar: Für die drei Rechenzentren des Unternehmens braucht es eine ordentliche SOA-Management-Lösung. Das Monitoring und noch viel mehr das Management der Transaktionen fand bis dahin auf einer eher rudimentären Basis statt. Welche Lösung aber nehmen? Auf dem Markt tummeln sich viele Anbieter, exemplarisch seien HP, IBM oder CA genannt. Das Team von Janssen entschied sich für Actional von Progress Software.

Wieso ausgerechnet dieses Produkt? „Wir haben eine lange, lange Liste mit Anforderungen und Wünschen erstellt, die über 160 Punkte umfasste. Progress war bereits im Jahr zuvor auf uns zugekommen und hat uns erklärt, dass wir ein SOA-Management benötigten. Damals fanden wir das aber nicht so dringlich. Erst als es ernst wurde, haben wir die Liste erstellt und Gartner sowie Forrester befragt, welcher Anbieter wohl die beste Lösung für uns bereit hält. Es war schließlich Forrester, der eindeutig zu Actional riet“, berichtet Janssen im Gespräch mit CloudComputing-Insider.de.

Vor der Implementierungsphase, wir sprechen über das Jahr 2009, wurden diverse Tests durchgeführt. Vertragen sich die bestehenden Web Services überhaupt mit der neuen Management-Lösung? 2010 dann wagte man sich an die Umsetzung. Die allerdings nicht einfach war, wie Janssen unumwunden zugibt. „Ein Jahr für die Implementierung ist eine lange Zeit“, gibt der Niederländer zu bedenken. „Aber seit zwei Monaten nutzen wir das System nun voll.“

In diesen zwei Monaten hat Janssen viel erlebt. Gutes wie Schlechtes, eben wie eingangs berichtet. Als herausragende Eigenschaft von Actional nennt er die „blitzartige“ Geschwindigkeit des Systems. „Wir erhalten einen Überblick über den Flow unserer Applikationen und Services wirklich in einem Bruchteil von Sekunden. Das klärt uns ganz geschwind über unser Traffic Volume sowie alle Hotspots des Systems auf. Auch können wir schnell sehen, wenn einer unserer Partner nicht richtig funktioniert. Eine Reaktionszeit von über 10 Sekunden an einem Ende des Web Services ist beispielsweise nicht akzeptabel.“

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