Wenn der Rechner keine Luft mehr bekommt So schützen Sie PCs und Smartphones vor großer Hitze

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

Hohe Temperaturen machen auch Computern zu schaffen: Desktop-PCs, Notebooks oder Smartphones geraten schnell an ihre thermischen Grenzen, wenn man nicht aufpasst. So beugen Sie Hitzeschäden bei technischen Geräten vor.

Unter hohen, sommerlichen Temperaturen leiden nicht nur Menschen, auch technische Geräte wie PCs oder Smartphones sind vor Hitzeschäden nicht gefeit.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Unter hohen, sommerlichen Temperaturen leiden nicht nur Menschen, auch technische Geräte wie PCs oder Smartphones sind vor Hitzeschäden nicht gefeit.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Es müssen keine Rekordtemperaturen sein: Schon bei 30 Grad können Rechner schlapp machen, insbesondere wenn es sich um schlecht gewartete oder auch verschmutzte Geräte handelt, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Soweit sollte man es auf keinen Fall kommen lassen, sondern die folgenden vier BSI-Tipps befolgen, um Hardware und Daten zu schützen:

1. Weniger Rechenlast
Röhrt der Lüfter oder fühlt sich das Notebook an wie ein heißer Stein, schränkt man Rechenprozesse möglichst ein. Das bedeutet im Klartext: So wenig Programme wie möglich gleichzeitig nutzen. Die Nutzung von rechenintensiven Programmen und Games oder das große Daten-Backup sollte man besser in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlagern.

2. Geeignete Unterlage
Bequem ist meist zu heiß: Das Notebook mag häufiger Gast auf dem Sofa oder Bett sein; liegt das Gerät dort aber auf dem Körper, auf weichen Kissen, Polstern oder Decken auf, lädt man zu Überhitzung förmlich ein, weil so kaum Luft zum Kühlen bleibt. Besonders kritisch kann die Situation bei Geräten werden, die die Luft von unten ansaugen. Stattdessen das Notebook besser wie am Schreibtisch auf einer glatten, ebenen Oberfläche abstellen, die Durchlüftung zulässt. Man kann zwar auch spezielle Notebook-Unterlagen kaufen, in manchen sind sogar Lüfter eingebaut (Notebook-Kühler oder -Kühlpads). Aber vielleicht erfüllt auch schon ein großes Schneidbrett aus der Küche oder Ähnliches seinen Zweck.

3. Niedrigere Temperaturen
Eine Klimaanlage oder ein Ventilator verschaffen nicht nur hitzegeplagten Menschen, sondern auch glühenden Rechenmaschinen Erleichterung. Draußen arbeitet man mit einem Notebook am besten im Schatten, drinnen platziert man ihn vielleicht nicht gerade in der prallen Sonne am Fenster.

4. Saubere Lüfter
Mit der Zeit setzen sich Lüfter meist mit Staub zu, was die Durchlüftung von Desktop-PCs und Notebooks erschwert und die Geräte höheren Temperaturen aussetzt. Einigen Staub kann man vielleicht von außen entfernen, das Gros findet sich aber im Gehäuse. Wer sich nicht zutraut, die Geräte zu öffnen, kann allemal kurz den Staubsauger an alle Lüftungsschlitze halten. Dabei das Saugrohr nicht direkt aufsetzen und auch nicht direkt an Lüfterrädern saugen. Ein guter Teil des Staubs lässt sich auch so schon entfernen.

So geht dem Smartphone bei Hitze nicht die Puste aus

Bei Hitze sollte man sein Smartphone schützen, damit es am Gerät und seinen Komponenten nicht zu dauerhaften Schäden kommt. Vor allem sollte man es beispielsweise nicht im Auto liegen lassen. Erstens lockt man so erst gar keine Langfinger an und riskiert zweitens auch nicht, dass das Smartphone im sich schnell aufheizenden Auto extremen Temperaturen ausgesetzt ist.

Auch wenn sich moderne Smartphones sich bei Hitze öfter mal abschalten oder zumindest warnen – blind verlassen sollte man sich auf etwaige Schutzfunktionen aber nicht, sondern besser im Blick behalten, dass es oberhalb von 30 oder 35 Grad langsam kritisch wird. Vor allem Display und Akku können dann Schaden nehmen – meist permanent und irreversibel. Das kann sich dann so äußern, dass Teile des Displays vielleicht nicht mehr funktionieren oder andere Farben anzeigen. Und ist der Akku einmal richtig überhitzt worden, verliert er dauerhaft an Kapazität.

Neun Tipps im Überblick, um ein Aufheizen des Smartphones, aber auch um Schäden am Gerät zu verhindern:

  • Das Smartphone am besten irgendwo im Schatten liegen lassen, also in einer Tasche, unter einem Sonnenschirm oder unter einem Handtuch.
  • Das Gerät aus der Hülle nehmen, wenn es gerade sehr warm geworden ist, damit es besser abkühlen kann.
  • Heißes Handy keinesfalls in den Kühlschrank legen oder unter kaltes Wasser halten - selbst dann nicht, wenn es wasserdicht ist. Denn bei so einem Temperaturschock kann sich Kondenswasser im Gerät bilden, das Schäden verursacht.
  • Handy besser ausschalten, wenn es zu heiß geworden ist, im Schatten langsam abkühlen lassen und erst wieder einschalten, wenn es annähernd Normaltemperatur erreicht hat.
  • Überhitztes Handy, das sich selbst abgeschaltet haben, erst einmal einige Zeit liegen lassen. Nicht sofort versuchen, das Gerät wieder einzuschalten.
  • Bei hohen Außentemperaturen empfiehlt auch der IT-Branchenverband Bitkom, die Nutzung auf das Nötigste zu beschränken. Grafiklastige Spiele, Videos, Navigation oder Social Media heizten das Gerät zusätzlich auf.
  • Ist das Gerät gerade nicht in Gebrauch, kann der Flugmodus helfen, es zu schonen. Denn deaktivierte Funkverbindungen senken Energieverbrauch und Wärmeentwicklung.
  • Auch zusätzliche Körperwärme ist bei großer Hitze nicht ideal: Also raus aus der Hosentasche mit dem Smartphone.
  • Wird ein bereits warmes Smartphone an den Strom gehängt, kann die zusätzliche Wärme beim Laden – vor allem beim Schnellladen – dem Akku schaden. Das Telefon also erst laden, wenn es sich wieder abgekühlt hat.

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